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	<title>qrios &#187; abmahnung</title>
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	<description>IT ist kurios!</description>
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		<title>amoklauf in nyc: dr. schweitzer vorläufig festgebissen [update]</title>
		<link>http://qrios.de/2009/10/amoklauf-in-nyc-dr-schweitzer-vorlaufig-festgebissen/</link>
		<comments>http://qrios.de/2009/10/amoklauf-in-nyc-dr-schweitzer-vorlaufig-festgebissen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 07:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[schweitzer]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Sache Dr. Eva Schweitzer gegen (einen) (zwei) alle (ausgenommen Malte) &#8216;deutschen&#8217; Blogger beschliesst das Gericht, dass die Beweisaufnahme wieder eröffnet ist. Es klang eigentlich wie ein Märchen: Blogger &#8216;zitiert&#8217; Qualitätsjournalistin, Bodyguards dieser international agierenden, immer beschäftigten, in NYC auch wohnenden Frau verfolgen gnadenlos illegale Verwendung ihrer kreativen Arbeit, treffen dabei aus Versehen den Falschen, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In der Sache Dr. Eva Schweitzer gegen (<a href="http://www.nomnomnom.de/">einen</a>) (<a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/29/journalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate/">zwei</a>) <a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/">alle</a> (<a href="http://www.malte-welding.com/2009/10/30/eva-schweitzer-und-die-hodenlosigkeit-deutscher-blogger/">ausgenommen Malte</a>) &#8216;deutschen&#8217; Blogger beschliesst das Gericht, dass die Beweisaufnahme wieder eröffnet ist.</p></blockquote>
<p>Es klang eigentlich wie ein Märchen:</p>
<ul>
<li>Blogger &#8216;zitiert&#8217; Qualitätsjournalistin,</li>
<li>Bodyguards dieser international agierenden, immer beschäftigten, in NYC auch wohnenden Frau verfolgen gnadenlos illegale Verwendung ihrer kreativen Arbeit,</li>
<li>treffen dabei aus Versehen den Falschen,</li>
<li>Größe zeigt Gnade,</li>
<li>lässt den kleinen Fisch &#8216;vom Haken&#8217;.</li>
<li>Und Alle so: Yeeaah!</li>
</ul>
<p>Die gesamte Story war dann noch gewürzt von &#8216;gewissen&#8217; Sticheleien, die es erst so richtig spannend machen, zu sehen, wie diese niedlichen Blogger, sich mit den wirklich Großen der Branche anlegen.</p>
<p><!--Der Mob, das Präkariat, die Klowände und die Schlafanzüge more--></p>
<p>Der Vorwurf an die Blogosphäre steht im Raum: ihr seid keine Journalisten, denn sonst wüsstet ihr, dass man immer, immer, immer dem Opfer von Kritik Gelegenheit gibt, Stellung zu nehmen. (Aus meiner eigenen beruflichen Praxis weiss ich, dass man dies insbesondere bei kontroversen Aussagen tun sollte, manchmal aber auch mit einer gespooften Fax-Nummer macht.) Ergo seid ihr nur Schmierfinken. Schreibendes <a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2009/10/zum-selbstverstandnis-der-wikipediacommunity.php">Präkariat</a> gewissermassen.</p>
<p><strong>Der Mob, das Präkariat, die Klowände und die Schlafanzüge</strong></p>
<p><span id="more-182"></span></p>
<p>Spreeblick vorzuwerfen, sie hätte nicht bei Frau Schweitzer nachgefragt, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Komik. Immerhin hatte ja ein Anwalt in ihrem Namen ein Schreiben rausgeschickt, ohne dass er oder Frau Schweitzer persönlich darum gebeten &#8211; oder auch nur nachgefragt - hatten, die unverhältnismäßig langen Zitate zu entfernen.</p>
<p>Aber immerhin: sie hat sofort reagiert und angekündigt, die Abmahnung zurückzuziehen. Laut Update beim Spreeblick geschah dies am Do irgendwann gegen 23:00. In einer Mail verkündete Eva Schweitzer, dass sie davon absehen würde die Forderung einzutreiben. Allerdings nutzte sie die Gelegenheit den Bloggern, die Erwachsenenwelt zu erklären (Mieten in NYC, Anwaltskosten, &#8216;Schleppnetzfahndung&#8217; &#8230;).</p>
<p>Die Mail alleine scheint allerdings nicht vollkommen deutlich gemacht zu haben, worum es ihr wirklich geht. Dazu wurde dann im Laufe der Nacht, der <a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/">taz-Blog</a> benutzt. Der dortige &#8216;Blogwart&#8217; ist auch so freundlich &#8211; zumindest zeitweise &#8211; die Kommentarfunktion so zu modifizieren, dass Kommentare nicht nach lifo oder fifo erscheinen sondern schlicht gar nicht.</p>
<p>Ein gewisser Johnny antwortete noch auf diesen Post, aber da war die Nacht an der Ostküste schon angebrochen. Und während sich alle Blogger in Deutschland &#8211; da, wo sich niemand traut, mit anderen zu reden &#8211; <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kurz-verlinkt-42/">noch an ihren Bierflaschen festhielten</a>, schlief Frau Schweitzer den Schlaf der Selbstgerechten.</p>
<p>Und nach allen Erfahrungen mit diesem Biest &#8216;Blogosphäre&#8217; hätte man annehmen müssen, dass inzwischen irgendein guter Freund zu Frau Schweitzer gesagt haben würde: &#8216;Eva, soll ich dir mal einen Rat geben?&#8217; Aber leider ist Frau Dr. Schweitzer ja in den Staaten und von allen guten Freunden offensichtlich verlassen. Denn am Abend des 30.10. veröffentlicht sie im taz-Blog die Fortsetzungsgeschichte von &#8216;<a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/">Empires Strikes Back</a>&#8216; mit dem passenden Titel &#8216;<a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/a_new_hope/">A New Hope</a>&#8216;.</p>
<p>Das Triptychon vollendet sie mit &#8216;<a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/all_good_things/">All Good Things…</a>&#8216; in dem sie &#8211; ganz Hollywood-like einen Ausblick auf ihren nächsten Scoop gibt. Allerdings scheint der Plot für die Blogosphäre eher irrelevant zu sein. <a href="http://www.fixmbr.de/warum-mich-frau-dr-eva-schweitzer-sprach-und-fassungslos-macht/">Nachdem die Zeit und die taz ja demnächst keine Artikel mehr unter ihrem Namen veröffentlichen werden</a>, könnte der Stern großes Interesse haben an: &#8216;<strong>einem Sexskandal [der] in der Bloggospäre handeln [soll], bei dem Nazis involviert sind, sowie hochrangige Personen aus dem Establishment</strong>&#8216;.</p>
<p>Es soll Anglisten überlassen sein, die Wahl ihrer Titel als besonders sprühend zu klassifizieren und es ist Germanisten überlassen ihre sonstige Wortwahl als vielleicht feministisch-patriarchalisch zu bezeichnen. Ihre Ideen zur Monetarisierung ihrer Elaborate zeugen jedenfalls von einer überbordenden Kreativität. Nachdem das Mittel der Abmahnung bei nichtkommerziellen Blogs ja per se zum Scheitern verurteilt ist, schlägt sie als Ersatz Schwarzarbeit in Form von Apple-Support vor. So schön diese Idee auch war, wurde sie doch offensichtlich von vielen Bloggern als unmoralisches Angebot abgelehnt (man stelle sich eine Abmahnung vor, weil man Time Machine eingerichtet hat) .</p>
<p>Daher gibt es jetzt einen Vertrag zu Lasten Dritter: Jeder kann die Kasse von Frau Schweitzer auffüllen, indem er einfach eine Mail an Frau Dr. Eva Schweitzer schickt. Die Kosten übernimmt dann dieser ominöse Philipp (Nachname ist der Redakteurin nicht bekannt). Laut ihrer Aussage kommt er damit momentan noch billiger weg, als mit der Abmahnung.</p>
<p>Aber auch diese Idee ist selbstverständlich nur ein Scherz. Wie könnte auch nur irgendwer irgendwas von einer gewissen &#8216;Eva&#8217; ernst nehmen.</p>
<div id="attachment_183" class="wp-caption alignnone" style="width: 461px"><img class="size-full wp-image-183 " title="Bildschirmfoto 2009-10-31 um 08.45.32" src="http://qrios.de/wp-content/uploads/bildschirmfoto-2009-10-31-um-08-45-32.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-31 um 08.45.32" width="451" height="204" /><p class="wp-caption-text">Im taz-blog können die Artikelautoren offensichtlich direkt auf Kommentare antworten und werden dabei nicht als die ausgezeichnet, die sie sind. </p></div>
<p>[Update]Fellow Passenger weist in seinem Blog <a href="http://fellowpassenger.de/2009/10/30/klag-dich-reich/">auf einen interessanten rechtlichen Aspekt hin</a>, den ich leider nicht verifizieren kann mir aber sehr plausibel erscheint: demnach könnte sie nur dann selbst abmahnen, wenn sie die alleinigen Verwertungsrechte nicht an die Zeit abgetreten hätte. Ich erinnere mich dunkel, dass der Kampf um diese Rechte ein immer wieder neu ausgetragener ist, den aber meistens die Verlage gewinnen.[/Update] </p>
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		<title>klassenkampf: taz vs. blogger</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 22:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eben saß ich noch mit @alles_anders im schönen Kreuzberg und gemeinsam entwickelten wir eine tolle Idee, wie man Blogger und Journalisten finanziell in die nächste Ära beamen könnte. Wir dachten eher mehr an Donations und Micro-Micro-Payment und eher weniger an Juristen und Inkassounternehmen. Aber zu zweit sieht man ja bekanntlich besser. Insofern überrascht es nicht wirklich, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eben saß ich noch mit <a href="http://twitter.com/alles_anders">@alles_anders</a> im schönen Kreuzberg und gemeinsam entwickelten wir eine tolle Idee, wie man Blogger und Journalisten finanziell in die nächste Ära beamen könnte. Wir dachten eher mehr an Donations und Micro-Micro-Payment und eher weniger an Juristen und Inkassounternehmen. Aber zu zweit sieht man ja bekanntlich besser. Insofern überrascht es nicht wirklich, dass <a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/29/journalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate/">der Anwalt von E va C. Schweitzer</a> &#8211; unter Beihilfe eines Unternehmens, dass Duplikate im Netz sucht  (es handelt sich nicht um Google!) &#8211; auf die Idee der Abmahnung eines Bloggers wg. Zitaten kommt. Die Autorin reit sich ein, in eine illustre Gesellschaft, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Streisand_effect">deren Mitglieder</a> mit hoher Wahrscheinlichkeit bereuen, ohne formalen Antrag aufgenommen worden zu sein.</p>
<p>Natürlich handelt es sich auch bei diesem Thema um ein Lemma, das nicht relevant ist. Die Blogger &#8211; und somit auch ich &#8211; und insbesondere die <a href="http://qrios.wordpress.com/2009/09/17/a-blogger-sind-auch-nur-trolle/">A-Blogger</a> &#8211; und somit ich nicht &#8211; verwenden eine verhältnismässige Bagatelle um den klassischen Medien zu beweisen, welche Macht sie haben. Sie haben eine ausgezeichnete Spürnase, welche Topics, grade relevant (sic!) sind. Vereint mit den Suchmaschinen, den Trackbacks, den Kommentatoren und den Tweets (der Artikel wurde nach einer Stunde schon mehr als 1000 mal getweetet) zwingen sie die Etablierten (egal ob Medien oder Unternehmen), defensiv zu reagieren.</p>
<p>Denn bisher hat noch niemand die Macht der Blogger akzeptiert. Dabei wäre es so einfach: taz bezahlt die Forderung von 1200 Euro und Anwalt verzichtet &#8211; ob seiner Unfähigkeit &#8211; auf seine Kostenerstattung.</p>
<p>Alles andere wäre dumm.</p>
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