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	<title>qrios &#187; blogosphäre</title>
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	<description>IT ist kurios!</description>
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		<title>@caveman (2.0)</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 03:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
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		<description><![CDATA[@holadiho wollte eigentlich nicht mehr nach 18:00 bloggen. Was für mich irgendwie nach &#8220;da bin ich immer viel zu schludrig&#8221; klang. Am späten Abend sah er sich aber dann doch noch mal genötigt, das Thema Privatsphäre und Datenschutz aufzugreifen. In dem Post &#8220;Post Privacy und Väterchen Datenschutz&#8221; legt er dar (und nach), warum er kein Problem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/holadiho" target="_blank">@holadiho</a> wollte eigentlich nicht mehr <a href="http://twitter.com/holadiho/status/9477787978" target="_blank">nach 18:00 bloggen</a>. Was für mich irgendwie nach &#8220;da bin ich immer viel zu schludrig&#8221; klang. Am späten Abend sah er sich aber dann doch noch mal genötigt, das Thema Privatsphäre und Datenschutz aufzugreifen.</p>
<p>In dem Post &#8220;Post Privacy und Väterchen Datenschutz&#8221; legt er dar (und nach), warum er <a href="http://beimnollar.wordpress.com/2010/02/24/post-privacy-und-vaterchen-datenschutz/" target="_blank">kein Problem mit dem Verstreuen von Daten hat und warum wir das in Zukunft immer öfter bewusst tun werden</a>. Quasi als alltägliches Handwerkszeug beim Jonglieren mit multiplen Identitäten.</p>
<p><strong>[Update]</strong></p>
<p><strong>Ab hier beginnt die 2. Version meines Posts. Die erste Version war leider – wie @holadiho richtig bemerkte – sehr undeutlich.</strong></p>
<p>Die Kernthese von @holadiho besteht in folgender Aussage:</p>
<blockquote><p>Freunde – will ernsthaft noch einer mit den Konzepten des klassischen Datenschutzes operieren in diesem Umfeld? Also mit Datensparsamkeit, Datenvermeidung usw.?</p></blockquote>
<p>und weiter:</p>
<blockquote><p>Wir wollen unsere Daten zur Verfügung stellen, speichern lassen, öffentlich zugänglich machen, zu Werbezwecken auswerten lassen usw. – w i r  w o l l e n  e s!</p></blockquote>
<p>Diese These wird flankiert von einem fadenscheinigen Szenario in dem ein Geheimdienstmitarbeiter auf der Basis von @holadihos Verkehrsdaten ein Profil erstellen möchte. Er führt aus, dass es doch viel sinnvoller wäre gleich seine Twitter-Timeline als Quelle zu nutzen immerhin würde er ja in jedem Tweet die GPS-Daten mitloggen.</p>
<p>O.k. dann schauen wir uns doch mal seine Timeline und die dazugehörigen GPS-Informationen an. Eine Abfrage der Twitter-API zeigt als erstes, dass @holadiho verschiedene Clients zum twittern nutzt. Bei den letzten 200 Tweets hat allerdings keiner davon die dafür vorgesehene Methode der Geo-Locations verwendet. Bei dem untersuchten Zeitraum setzt offensichtlich nur ÜberTwitter die Koordinaten. Das tut es aber offensichtlich nur sehr sporadisch oder kann @holadiho über einen Hubschrauber-Shuttle-Service verfügen? Denn am 18.2. <a href="http://twitter.com/holadiho/status/9303246667" target="_blank">schrieb er um 23:00:28</a> von der Prenzlauer Allee Ecke Danziger und 74 Sekunden später aber <a href="http://twitter.com/holadiho/status/9303301616" target="_blank">von der Warschauer Brücke</a>. <a href="http://maps.google.de/maps?f=d&amp;source=s_d&amp;saddr=52.50537,13.450062&amp;daddr=52.539353,13.426467&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;mra=ls&amp;sll=52.538871,13.426856&amp;sspn=0.011367,0.015922&amp;g=52.539353,13.426467&amp;ie=UTF8&amp;z=14" target="_blank">Laut Google benötigt man mit dem Auto 11 Minuten</a>. Er scheint sich auch nur kurz in der Nacht an seiner Arbeitsstelle eingefunden zu haben, denn ca. 13 Minuten später war er bereits <a href="http://twitter.com/holadiho/status/9303823099" target="_blank">wieder an der Prenzlauer Allee</a>.</p>
<p>Wie verlässlich die Daten sind, die er der ganzen Welt mitteilen möchte sieht man sehr schön an diesem Tweet:</p>
<blockquote><p>I&#8217;m at Bonsoir Clara (Rue Antoine Dansaert 22-26, Brussels). http://4sq.com/9Pb0EX</p></blockquote>
<p>Auch hier findet sich in den Daten der Twitter-API keine Geo-Location. Wieder gibt es nur die Location-Information in der User-Section, die eigentlich dafür gedacht ist, die Homebase eines Nutzers zu beschreiben. Insbesondere für Vielflieger eine sinnvolle Einrichtung. @holadiho befindet <a href="http://twitter.com/holadiho/status/9197466559" target="_blank">sich laut Tweet also grade in Brüssel</a> – dort geht es nebenbei um Datenschutz in der EU – laut Twitter ist er aber hier: <a href="52.50537,13.450062" target="_blank">52.50537,13.450062</a> in seiner Firma an der Warschauer Brücke in Berlin.</p>
<p>Warum mache ich mir die Mühe? Ich möchte darauf hinweisen, dass schon heute die deutsche Exhibitionistenelite keinerlei Kontrolle über die Daten hat, die sie preisgeben. Er behauptet und ist bisher sicher davon überzeugt, dass er mit jedem Tweet seine GPS-Position veröffentlichen würde. In meiner Timeline tut dies allerdings nur <a href="http://twitter.com/343max" target="_blank">@343max</a>.</p>
<p>Von einer bewussten Steuerung der Datenfreigabe kann also keine Rede sein. Wenn <a href="http://twitter.com/saschalobo" target="_blank">@saschalobo</a> erst <a href="http://www.google.com/buzz/Sascha.Lobo/9TLHb5Bzapo/Da-habe-ich-den-Netzsalat-Google-Buzz-müllt" target="_blank">in einem Buzz fragen muss, wer der Verursacher von irgendwelchen Weiterleitungen</a> eines Dienstes in einen anderen sein kann, dann bedarf es keiner großen Phantasie sich vorzustellen, welche Probleme Otto Normalverbraucher damit heute und erst recht in Zukunft haben wird.</p>
<p>Die Exhibitionistenelite kennt den Wert ihrer Daten. Es geht in jedem Fall um Selbstvermarktung. Und jeder gelesene Tweet ist ein potentiell wertvoller Kontakt, der in der Zukunft zu einer Conversion führen könnte. @holadiho subsumiert diese Gruppe mit einem &#8216;wir&#8217;. Ich stimme <a href="http://twitter.com/tristessedeluxe" target="_blank">@tristessedeluxe</a> zu, wenn er <a href="http://www.pro2koll.de/2010/02/24/zu-identitat-und-datenhoheit/">dies moniert</a>. Für den weitaus größten Teil der Netzuser dürften die Ängste vor dem Kontrollverlust wesentlich evidenter sein als der spielerische Umgang mit der Selbstvermarktung.</p>
<p>@holadiho glaubt an eine Entwicklung, die er post-privacy nennt und die im Kern in einem bewussten und spielerischen Umgang der Nutzer mit ihren Daten besteht. Aber woher soll diese Fähigkeit kommen, wenn nicht dadurch, dass wir permanenten Zugriff auf alle persönlichen Daten haben und zum Beispiel mit einem Klick ein whipe out durchführen können. Eine solche Tabula Rasa müsste nämlich nicht nur meinen facebook-Account löschen können sondern auch Zugriff auf alle Datenbanken haben in denen Kopien (und Kopien der Kopien …) dieser Account-Informationen stecken.</p>
<p><strong>Der spielerische und kreative Umgang mit den eigenen Identitäten wird erst möglich sein, wenn wir die wirkliche Hoheit über unsere Daten haben.</strong></p>
<p><strong>[/Update]</strong></p>
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		<title>wikipedia 2.0: don&#8217;t panic</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 15:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
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		<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Frank Rieger hat auf seinem Blog einen guten Artikel über das Problem der Wikipedia und einen möglichen Lösungsansatz geschrieben. Im Kern schlägt er eine Aufspaltung in eine Enzyklo-Pedia und eine Wiki-Pedia vor. Erstere würde dann dem feuchten Traum vieler Wikinger entsprechen, ein relevantes und zitierfähiges Werk zu schaffen und die andere wäre for the rest [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Rieger hat auf seinem Blog einen <a href="http://frank.geekheim.de/?p=574">guten Artikel über das Problem der Wikipedia und einen möglichen Lösungsansatz geschrieben</a>. Im Kern schlägt er eine Aufspaltung in eine Enzyklo-Pedia und eine Wiki-Pedia vor. Erstere würde dann dem feuchten Traum vieler Wikinger entsprechen, ein relevantes und zitierfähiges Werk zu schaffen und die andere wäre for the rest of us.</p>
<p>Viel spannender finde ich allerdings, den Vorschlag vom schwarzwaldindianer in den Kommentaren. Wenn man schon eine Abspaltung macht <a href="http://frank.geekheim.de/?p=574&amp;cpage=1#comment-88736">sollte man gleich einen Hitchhiker-Fork wagen</a>. So richtig mit P2P.</p>
<p>Basierend auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Distributed_hash_table">distributed hash tables</a> mit einem vernünftigen Sync-Mechanismus und kaskadierenden Caches wäre das eine tolle Sache. Dazu noch geographische und user-basierte Relevanz und einem Ratingsystem würden die Schwächen des aktuellen Systems obsolete werden. Vernünftige APIs, die es mir möglich machen über das Wave-Protokoll, SMS oder twitter, Artikel abzufragen oder zu editieren könnten das Arbeiten mit Wiki wieder interessant machen.</p>
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		<title>löschen statt aussperren!</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 11:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 5. November sollte (und soll wohl immer noch) eine öffentliche Diskussion über die Löschpraxis und die Relevanzkriterien bei der deutschen Wikipedia stattfinden. Initiiert hatte diese Veranstaltung der Verein Wikimedia. Leider sieht es nun so aus, als ob die Veranstaltung ein Rohrkrepierer wird: es gibt jetzt ein Podium und Gäste fefe als Auslöser der Krise [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. November sollte (und soll wohl immer noch) eine öffentliche Diskussion über die Löschpraxis und die Relevanzkriterien bei der deutschen Wikipedia stattfinden. <a href="http://blog.wikimedia.de/2009/10/29/relevanz-in-der-diskussion-was-kommt-eigentlich-in-die-wikipedia-und-was-nicht/">Initiiert hatte diese Veranstaltung der Verein Wikimedia</a>. Leider sieht es nun so aus, als ob die Veranstaltung ein Rohrkrepierer wird:</p>
<ul>
<li>es gibt jetzt ein Podium und Gäste</li>
<li>fefe als <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b4258234">Auslöser der Krise</a> wurde nicht eingeladen und sitzt daher auch nicht auf dem Podium oder unter den Gästen</li>
<li>nach 42 (sic!) Anmeldungen ist die Kapazität für die Gäste ausgeschöpft</li>
</ul>
<p>Da bin ich ja mal gespannt, ob die Veranstaltung nicht noch in letzter Sekunde abgesagt wird, denn immerhin überlegt Johnny vom spreeblick jetzt öffentlich, <a href="http://twitter.com/spreeblick/status/5387704961">ob er teilnehmen soll</a>. Aber warum sollte er auch, denn man ist sich ja bei der Wikipedia sicher, dass diese <a href="http://blog.wikimedia.de/2009/10/29/relevanz-in-der-diskussion-was-kommt-eigentlich-in-die-wikipedia-und-was-nicht/#comment-1253">Blogdiskussion ein Randthema</a> ist; auf den internen Listen wird es ja kaum diskutiert. Als ob Bl*ckwärter unter sich einen Diskurs über negative Auswirkungen von Bl*ckwartmentalität führen würden.</p>
<p>Ich ziehe mir bis dahin mal den <a href="http://chaosradio.ccc.de/cr151.html">Chaos Radio Podcast 151 über die Wikipedia</a>.</p>
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		<title>der mob und das netz &#8211; oder 10% ist nicht genug!</title>
		<link>http://qrios.de/2009/11/der-mob-und-das-netz-oder-10-ist-nicht-genug/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 19:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn Spreeblick schon keine Cochones hat, so zeigen die da drüben jetzt doch Nerven. Da wird über den tragischen Selbstmord des VZ-Erpresser in Plötzensee berichtet und nachdem die Anzahl der Beileidsbekundungen in den Kommentaren an einem Finger an zwei Händen abzählbar war, hat Johnny die Kommentare geschlossen und die bisherigen auch gleich verschluckt. Ob das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Spreeblick schon <a href="http://www.malte-welding.com/2009/10/30/eva-schweitzer-und-die-hodenlosigkeit-deutscher-blogger/">keine Cochones hat</a>, so <a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/31/vz-datenklau-20-jahriger-verdachtiger-hat-selbstmord-begangen/">zeigen die da drüben jetzt doch Nerven</a>. Da wird über den tragischen Selbstmord des VZ-Erpresser in Plötzensee berichtet und nachdem die Anzahl der Beileidsbekundungen in den Kommentaren an einem Finger an zwei Händen abzählbar war, hat Johnny die Kommentare geschlossen und die bisherigen auch gleich verschluckt.</p>
<p>Ob das mal nicht eine direkte Folge der Diskussion um eine in einem <a href="http://www.nordsuedmedien.de/schweitzer/vita.html">New-Yorker-Altbau-schreibende ADAC-Mitgliederin</a> und <a href="http://medialdigital.de/2009/10/30/blogger-und-journalisten-das-ewige-feindbild/">deren Verteidiger</a> ist.</p>
<p>Wenn in einigen Jahren jede Tabletten-Aufbrühmaschine twittert und jede SMS von Google in Echtzeit indiziert wird, werden wir feststellen, dass es da nicht schön ist, wo zu viele von uns sind. Oder wäre ansonsten das Fernsehprogramm am Samstag abend das beschissenste in der ganzen Woche?!</p>
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		</item>
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		<title>amoklauf in nyc: dr. schweitzer vorläufig festgebissen [update]</title>
		<link>http://qrios.de/2009/10/amoklauf-in-nyc-dr-schweitzer-vorlaufig-festgebissen/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 07:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[schweitzer]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Sache Dr. Eva Schweitzer gegen (einen) (zwei) alle (ausgenommen Malte) &#8216;deutschen&#8217; Blogger beschliesst das Gericht, dass die Beweisaufnahme wieder eröffnet ist. Es klang eigentlich wie ein Märchen: Blogger &#8216;zitiert&#8217; Qualitätsjournalistin, Bodyguards dieser international agierenden, immer beschäftigten, in NYC auch wohnenden Frau verfolgen gnadenlos illegale Verwendung ihrer kreativen Arbeit, treffen dabei aus Versehen den Falschen, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In der Sache Dr. Eva Schweitzer gegen (<a href="http://www.nomnomnom.de/">einen</a>) (<a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/29/journalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate/">zwei</a>) <a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/">alle</a> (<a href="http://www.malte-welding.com/2009/10/30/eva-schweitzer-und-die-hodenlosigkeit-deutscher-blogger/">ausgenommen Malte</a>) &#8216;deutschen&#8217; Blogger beschliesst das Gericht, dass die Beweisaufnahme wieder eröffnet ist.</p></blockquote>
<p>Es klang eigentlich wie ein Märchen:</p>
<ul>
<li>Blogger &#8216;zitiert&#8217; Qualitätsjournalistin,</li>
<li>Bodyguards dieser international agierenden, immer beschäftigten, in NYC auch wohnenden Frau verfolgen gnadenlos illegale Verwendung ihrer kreativen Arbeit,</li>
<li>treffen dabei aus Versehen den Falschen,</li>
<li>Größe zeigt Gnade,</li>
<li>lässt den kleinen Fisch &#8216;vom Haken&#8217;.</li>
<li>Und Alle so: Yeeaah!</li>
</ul>
<p>Die gesamte Story war dann noch gewürzt von &#8216;gewissen&#8217; Sticheleien, die es erst so richtig spannend machen, zu sehen, wie diese niedlichen Blogger, sich mit den wirklich Großen der Branche anlegen.</p>
<p><!--Der Mob, das Präkariat, die Klowände und die Schlafanzüge more--></p>
<p>Der Vorwurf an die Blogosphäre steht im Raum: ihr seid keine Journalisten, denn sonst wüsstet ihr, dass man immer, immer, immer dem Opfer von Kritik Gelegenheit gibt, Stellung zu nehmen. (Aus meiner eigenen beruflichen Praxis weiss ich, dass man dies insbesondere bei kontroversen Aussagen tun sollte, manchmal aber auch mit einer gespooften Fax-Nummer macht.) Ergo seid ihr nur Schmierfinken. Schreibendes <a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2009/10/zum-selbstverstandnis-der-wikipediacommunity.php">Präkariat</a> gewissermassen.</p>
<p><strong>Der Mob, das Präkariat, die Klowände und die Schlafanzüge</strong></p>
<p><span id="more-182"></span></p>
<p>Spreeblick vorzuwerfen, sie hätte nicht bei Frau Schweitzer nachgefragt, entbehrt natürlich nicht einer gewissen Komik. Immerhin hatte ja ein Anwalt in ihrem Namen ein Schreiben rausgeschickt, ohne dass er oder Frau Schweitzer persönlich darum gebeten &#8211; oder auch nur nachgefragt - hatten, die unverhältnismäßig langen Zitate zu entfernen.</p>
<p>Aber immerhin: sie hat sofort reagiert und angekündigt, die Abmahnung zurückzuziehen. Laut Update beim Spreeblick geschah dies am Do irgendwann gegen 23:00. In einer Mail verkündete Eva Schweitzer, dass sie davon absehen würde die Forderung einzutreiben. Allerdings nutzte sie die Gelegenheit den Bloggern, die Erwachsenenwelt zu erklären (Mieten in NYC, Anwaltskosten, &#8216;Schleppnetzfahndung&#8217; &#8230;).</p>
<p>Die Mail alleine scheint allerdings nicht vollkommen deutlich gemacht zu haben, worum es ihr wirklich geht. Dazu wurde dann im Laufe der Nacht, der <a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/">taz-Blog</a> benutzt. Der dortige &#8216;Blogwart&#8217; ist auch so freundlich &#8211; zumindest zeitweise &#8211; die Kommentarfunktion so zu modifizieren, dass Kommentare nicht nach lifo oder fifo erscheinen sondern schlicht gar nicht.</p>
<p>Ein gewisser Johnny antwortete noch auf diesen Post, aber da war die Nacht an der Ostküste schon angebrochen. Und während sich alle Blogger in Deutschland &#8211; da, wo sich niemand traut, mit anderen zu reden &#8211; <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kurz-verlinkt-42/">noch an ihren Bierflaschen festhielten</a>, schlief Frau Schweitzer den Schlaf der Selbstgerechten.</p>
<p>Und nach allen Erfahrungen mit diesem Biest &#8216;Blogosphäre&#8217; hätte man annehmen müssen, dass inzwischen irgendein guter Freund zu Frau Schweitzer gesagt haben würde: &#8216;Eva, soll ich dir mal einen Rat geben?&#8217; Aber leider ist Frau Dr. Schweitzer ja in den Staaten und von allen guten Freunden offensichtlich verlassen. Denn am Abend des 30.10. veröffentlicht sie im taz-Blog die Fortsetzungsgeschichte von &#8216;<a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/">Empires Strikes Back</a>&#8216; mit dem passenden Titel &#8216;<a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/a_new_hope/">A New Hope</a>&#8216;.</p>
<p>Das Triptychon vollendet sie mit &#8216;<a href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/all_good_things/">All Good Things…</a>&#8216; in dem sie &#8211; ganz Hollywood-like einen Ausblick auf ihren nächsten Scoop gibt. Allerdings scheint der Plot für die Blogosphäre eher irrelevant zu sein. <a href="http://www.fixmbr.de/warum-mich-frau-dr-eva-schweitzer-sprach-und-fassungslos-macht/">Nachdem die Zeit und die taz ja demnächst keine Artikel mehr unter ihrem Namen veröffentlichen werden</a>, könnte der Stern großes Interesse haben an: &#8216;<strong>einem Sexskandal [der] in der Bloggospäre handeln [soll], bei dem Nazis involviert sind, sowie hochrangige Personen aus dem Establishment</strong>&#8216;.</p>
<p>Es soll Anglisten überlassen sein, die Wahl ihrer Titel als besonders sprühend zu klassifizieren und es ist Germanisten überlassen ihre sonstige Wortwahl als vielleicht feministisch-patriarchalisch zu bezeichnen. Ihre Ideen zur Monetarisierung ihrer Elaborate zeugen jedenfalls von einer überbordenden Kreativität. Nachdem das Mittel der Abmahnung bei nichtkommerziellen Blogs ja per se zum Scheitern verurteilt ist, schlägt sie als Ersatz Schwarzarbeit in Form von Apple-Support vor. So schön diese Idee auch war, wurde sie doch offensichtlich von vielen Bloggern als unmoralisches Angebot abgelehnt (man stelle sich eine Abmahnung vor, weil man Time Machine eingerichtet hat) .</p>
<p>Daher gibt es jetzt einen Vertrag zu Lasten Dritter: Jeder kann die Kasse von Frau Schweitzer auffüllen, indem er einfach eine Mail an Frau Dr. Eva Schweitzer schickt. Die Kosten übernimmt dann dieser ominöse Philipp (Nachname ist der Redakteurin nicht bekannt). Laut ihrer Aussage kommt er damit momentan noch billiger weg, als mit der Abmahnung.</p>
<p>Aber auch diese Idee ist selbstverständlich nur ein Scherz. Wie könnte auch nur irgendwer irgendwas von einer gewissen &#8216;Eva&#8217; ernst nehmen.</p>
<div id="attachment_183" class="wp-caption alignnone" style="width: 461px"><img class="size-full wp-image-183 " title="Bildschirmfoto 2009-10-31 um 08.45.32" src="http://qrios.de/wp-content/uploads/bildschirmfoto-2009-10-31-um-08-45-32.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-31 um 08.45.32" width="451" height="204" /><p class="wp-caption-text">Im taz-blog können die Artikelautoren offensichtlich direkt auf Kommentare antworten und werden dabei nicht als die ausgezeichnet, die sie sind. </p></div>
<p>[Update]Fellow Passenger weist in seinem Blog <a href="http://fellowpassenger.de/2009/10/30/klag-dich-reich/">auf einen interessanten rechtlichen Aspekt hin</a>, den ich leider nicht verifizieren kann mir aber sehr plausibel erscheint: demnach könnte sie nur dann selbst abmahnen, wenn sie die alleinigen Verwertungsrechte nicht an die Zeit abgetreten hätte. Ich erinnere mich dunkel, dass der Kampf um diese Rechte ein immer wieder neu ausgetragener ist, den aber meistens die Verlage gewinnen.[/Update] </p>
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		<title>klassenkampf: taz vs. blogger</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 22:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eben saß ich noch mit @alles_anders im schönen Kreuzberg und gemeinsam entwickelten wir eine tolle Idee, wie man Blogger und Journalisten finanziell in die nächste Ära beamen könnte. Wir dachten eher mehr an Donations und Micro-Micro-Payment und eher weniger an Juristen und Inkassounternehmen. Aber zu zweit sieht man ja bekanntlich besser. Insofern überrascht es nicht wirklich, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eben saß ich noch mit <a href="http://twitter.com/alles_anders">@alles_anders</a> im schönen Kreuzberg und gemeinsam entwickelten wir eine tolle Idee, wie man Blogger und Journalisten finanziell in die nächste Ära beamen könnte. Wir dachten eher mehr an Donations und Micro-Micro-Payment und eher weniger an Juristen und Inkassounternehmen. Aber zu zweit sieht man ja bekanntlich besser. Insofern überrascht es nicht wirklich, dass <a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/29/journalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate/">der Anwalt von E va C. Schweitzer</a> &#8211; unter Beihilfe eines Unternehmens, dass Duplikate im Netz sucht  (es handelt sich nicht um Google!) &#8211; auf die Idee der Abmahnung eines Bloggers wg. Zitaten kommt. Die Autorin reit sich ein, in eine illustre Gesellschaft, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Streisand_effect">deren Mitglieder</a> mit hoher Wahrscheinlichkeit bereuen, ohne formalen Antrag aufgenommen worden zu sein.</p>
<p>Natürlich handelt es sich auch bei diesem Thema um ein Lemma, das nicht relevant ist. Die Blogger &#8211; und somit auch ich &#8211; und insbesondere die <a href="http://qrios.wordpress.com/2009/09/17/a-blogger-sind-auch-nur-trolle/">A-Blogger</a> &#8211; und somit ich nicht &#8211; verwenden eine verhältnismässige Bagatelle um den klassischen Medien zu beweisen, welche Macht sie haben. Sie haben eine ausgezeichnete Spürnase, welche Topics, grade relevant (sic!) sind. Vereint mit den Suchmaschinen, den Trackbacks, den Kommentatoren und den Tweets (der Artikel wurde nach einer Stunde schon mehr als 1000 mal getweetet) zwingen sie die Etablierten (egal ob Medien oder Unternehmen), defensiv zu reagieren.</p>
<p>Denn bisher hat noch niemand die Macht der Blogger akzeptiert. Dabei wäre es so einfach: taz bezahlt die Forderung von 1200 Euro und Anwalt verzichtet &#8211; ob seiner Unfähigkeit &#8211; auf seine Kostenerstattung.</p>
<p>Alles andere wäre dumm.</p>
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		<title>das ende der wikipedia, wie wir sie kennen</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
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		<description><![CDATA[Langsam aber sicher wenden sich die Netzaktiven von der deutschen Wikipedia ab. Tim Pritlove hatte zuletzt in seinem Podcast CRE125 das Relevanzthema und fefe nimmt sich dem Thema Wiki-Blockwarte an. Ich selbst hatte zu diesem Thema meine letzte Auseinandersetzung mit den Admins wg. Garrett Lisi, der zwar in der englischen Wikipedia auftaucht aber nicht in [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f6/Adminpedia.png"><img class="alignnone" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f6/Adminpedia.png" alt="" width="468" height="60" /></a></p>
<p>Langsam aber sicher wenden sich die Netzaktiven von der deutschen Wikipedia ab. Tim Pritlove hatte zuletzt in seinem <a href="http://blog.chaosradio.ccc.de/index.php/2009/06/10/cre125-couchdb/">Podcast CRE125</a> das Relevanzthema und fefe nimmt sich dem <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b424e464">Thema Wiki-Blockwarte</a> an. Ich selbst hatte zu diesem Thema meine letzte Auseinandersetzung mit den Admins wg. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Antony_Garrett_Lisi">Garrett Lisi, der zwar in der englischen Wikipedia</a> auftaucht aber nicht in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antony_Garrett_Lisi">deutschen</a>. Das Ende meiner Beteiligung war gekommen als ich merkte, dass Rupert Ursin am <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rupert_Ursin&amp;action=history">liebsten über sich selbst schreibt</a> als über seine wissenschaftliche Arbeit unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Zeilinger">Zeilinger</a>.</p>
<p>Via twitter kam jetzt die logische Konsequenz:</p>
<blockquote><p>wenn es auf dem #26c3 einen wikipedia-stand gibt, werde ich ihn zuerst anzünden und dann gibt es eine löschdiskussion. (via <a href="http://twiiter.com/yetzt">@yetzt</a>)</p></blockquote>
<p>Einen guten Start für eine Veränderung der deutschen Wikipedia liefert Aggregat7 in dem Artikel &#8216;<a href="http://aggregat7.ath.cx/2009/10/19/99-aller-deutschen-sind-irrelevant">99% aller Deutschen sind irrelevant</a>&#8216;. Meine Hoffnung, dass sich an den Zuständen innerhalb der Wikipedia etwas ändert sind allerdings sehr gering. Ich vermute, dass die Aufgabe der Wikipedia in Zukunft durch etwas neues erfüllt wird. Nach meiner Meinung wird Wikipedia durch ein Tool basiert, dass auf Wave aufsetzt und sich konsequent der Strategie verschreibt, dass alle Inhalte prinzipiell erlaubt sind (ausser denen, die per Gesetz verboten sind).</p>
<p><strong>[Update]</strong> Der Verein Wikimedia Deutschland lädt für den <a href="http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/">5.11. in Berlin zu einer offenen Diskussion</a> ein. Dieses Gesprächsangebot an die Kritiker hat mich zwar sehr überrascht, aber ich finde es ausgezeichnet und bin gespannt, wie die Veranstaltung wird. <strong>[/Update]</strong></p>
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		<title>piratenpartei &#8211; was für ein schlussspurt!</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 21:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
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		<description><![CDATA[Sixtus zwitscherte noch zehn Tage vor der Wahl: &#8220;Prognose: Sollten die #Piraten bei 0,4% landen, werden sie @saschalobo oder die #taz verantwortlich machen, statt der eigenen Dämlichkeit.&#8221; (Was ja eigentlich nicht wirklich eine Prognose ist, sondern nur eine Prophezeiung. Aber hey, mit &#8216;Prophezeiung&#8217; hätte es nicht mehr in einen Tweet gepasst.) Sascha Lobo setzte einen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sixtus zwitscherte <a href="http://twitter.com/sixtus/status/4051254410">noch zehn Tage vor der Wahl</a>: &#8220;Prognose: Sollten die #Piraten bei 0,4% landen, werden sie @saschalobo oder die #taz verantwortlich machen, statt der eigenen Dämlichkeit.&#8221; (Was ja eigentlich nicht wirklich eine Prognose ist, sondern nur eine Prophezeiung. Aber hey, mit &#8216;Prophezeiung&#8217; hätte es nicht mehr in einen Tweet gepasst.) Sascha Lobo setzte einen Tag <a href="http://twitter.com/saschalobo/status/4080105842">später noch nach</a>: &#8220;Meine schönste Gemeinsamkeit mit der Piratenpartei: Wir geben uns gerade beide Mühe, dass möglichst wenig Leute sie wählen.&#8221; (Weniger Zeichen, besser für retweets geeignet.)</p>
<p>Fünf Tage vor der Wahl sieht die Welt anders aus. Die A-Blogger halten sich auffallend zurück. Kein Piratenbashing mehr. Aber viel erstaunlicher ist das Verhalten der Meinungsmedien. Seit Samstag hagelt es Artikel über die Piraten. Und diese Artikel sind &#8211; gelinde gesagt, zumindest &#8211; objektiv. Sie sind sogar wohlwollend. Ja, sie sind sogar differenziert.</p>
<p>Den Einstand, und <a href="http://donutpiraten.wordpress.com/2009/09/20/ritterschlag-durch-f-schirrmacher-in-der-fas/">damit auch gleich den Ritterschlag</a>, machte Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der FAS. Und so ein furioser Titel: &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1/Doc~E54C409D5122C42FDA9CA81ADB298584E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Die Revolution der Piraten</a>&#8220;. Der ganze Artikel ist ein Kotau vor den Nerds &#8211; nicht ohne Ironie-Tags. Der Nerd, der dafür verantwortlich ist, dass die Welt so funktioniert, wie sie funktioniert (ähm, wenn sie funktioniert, wenn überhaupt jemand weiss, wie sie funktionieren sollte, …) fehlt in der Betrachtung dieser Welt und Beachtung durch diese offensichtlich. Schirrmacher vermutet &#8220;<span style="background-color:#ffffff;"><span style="background-color:rgba(0,0,0,0);">Ein großer Fehler, wie wir womöglich bereits nach der Bundestagswahl bemerken werden.&#8221;</span></span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;"><span style="background-color:rgba(0,0,0,0);"> </span>Alle Piraten-Sympathisanten-Anhänger-Wähler mussten sich ja eigentlich schon gebauchpinselt fühlen nach den <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/240/487644/text/">Ausführungen der Sueddeutschen</a> zwei Tage nach der Demo. Aber es kam noch besser. Auch die Zeit versuchte sich an der Frage, ob die Piraten ein Phänomen sind. Leider scheitert sie daran. Denn die Frage, &#8220;…<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-09/piraten-partei-revolution"> wen wählt man, wenn man seine Stimme der Piratenpartei gibt?</a>&#8221; muss sie leider unbeantwortet lassen. Zu sehr ist ihr Blick auf die Altparteien gerichtet. Selbst die rhetorische Frage unter dem <a href="http://images.zeit.de/digital/2009-09/piraten-partei/piraten-partei-540x304.jpg">Bild von Getty</a> &#8220;Viele Wähler fragen sich, wer sich hinter Maske und orangem Tuch wirklich verbirgt&#8221; beantwortet sie natürlich nicht. Wie auch, sie ist ja selbst auch nicht daran interessiert.</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Das Handelsblatt meint lakonisch: <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/die-piraten-kommen;2459360;0">Die Piraten kommen</a>. Und liefert so nebenbei den umfassendsten Artikel zur Piratenpartei ab. Über das tolle Zitat von @343max &#8220;Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen&#8221; kommt das Holtzbrinckblatt bei soviel Dialektik mit den Prognosen etwas durcheinander und weiss nicht, ob die Piraten 0,5% erreichen um die Kostenpauschale für die Wählerstimmen zu bekommen oder doch die 5%-Hürde knacken. </span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Auch die taz springt über ihren Schatten und hat in der Samstagsausgabe im Interview mit Harald Welzer und Claus Leggewie eine positive Note über die Piratenpartei gedruckt. Zwei Tage später spendiert Felix Lee der Piratenpartei sogar ein <a href="http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/piraten-fordern-internetminister/">Regierungsprogramm</a>. </span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Nach all den absichtlichen oder auch nur empfundenen Anfeindungen, ist es wohl für viele eine besonders große Freude, wenn ausgerechnet das ZDF, dass mit Sixtus vs. Lobo diejenigen hostet, die sich einen besonderen Spass daraus gemacht haben, die Piraten zu piesacken, sich im heute journal drei Minuten Zeit nimmt, die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cGWKK6AvSZo">Piratenpartei ohne Häme darzustellen</a>.  Auch, wenn, naja, lassen wir das …</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Wie gesagt, WAS FÜR EIN SCHLUSSSPURT!</span></p>
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		<title>warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 14:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[a-blogger]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>
		<category><![CDATA[troll]]></category>

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		<description><![CDATA[Für einen Augenblick sah es nach der Demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (&#8216;A-Blogger&#8216;) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen Augenblick sah es nach der Demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (&#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/A-Blogger">A-Blogger</a>&#8216;) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die Massenmedien gebracht.</p>
<p><span style="background-color: #ffffff;">Schon weniger als eine Woche später gibt es nur noch Gülle und Giftspritzen. Der Anlass ist ein Interview  den der stellvertretende Vorsitzende der Partei der &#8216;Jungen Freiheit&#8217; gegeben hat. Ein Blatt, dass mir auch schon mal im Zusammenhang mit irgendeinem Skandal über den Weg gelaufen war, dessen Namen ich gleich wieder vergessen hatte. Vielleicht weil er mich zu sehr an die Junge Welt erinnerte. Der Inhalt des Interviews, ist ungetadelt und spielt bei der gesamten Diskussion offensichtlich keine Rolle.</span></p>
<p><span style="background-color: #ffffff;"><span id="more-10"></span></span></p>
<p>Kern der Kritik von allen Seiten ist die Tatsache, dass ein Pirat in Verantwortung politisch so naiv sei, dass er nicht wüsste, wer die Junge Freiheit ist und sich erst im Nachhinein informiert.</p>
<p><strong>Leimspur</strong></p>
<p>Frédéric Valin surft sich bei Spreeblick – geschmiert mit Kampagnengleitgel mit Moralingeschmack – auf einer Welle von Kommentaren zu der These, die Piraten hätten keine Werte. Und mit dieser Einstellung würden sie &#8211; politisch blind &#8211; in die Fußstapfen von <a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/15/piraten-auf-kurssuche/">von Papen</a> treten. Ihre Wertelosigkeit ebnet nach seiner Meinung den Rechten den Weg in die Parlamente. Starker Tobak. Klar, dass die Piraten darauf empfindlich reagieren.</p>
<p>In einem Kommentar fordert <span style="background-color: #ffffff;">Frédéric daher auch eine Wertedebatte (hierzu: <a href="http://qrios.de/2009/09/18/deutungshoheit-meinungsfuhrerschaft/">warum werte wertlos sind</a>) in der Partei, da sie ansonsten ein &#8220;digitaler Kleingärtnerverein oder eine FDP für Mac-Besitzer&#8221; bleiben würden (was nicht einer gewissen Komik entbehrt, da die Blogosphäre für ihre Mac-Affinität bekannt ist). </span></p>
<p>Es handelt sich nicht um den ersten Ausfall des Spreeblicks gegen die Piraten. Schon bei der Frage ob vermeintliche Holocaustleugner aus der Partei ausgeschlossen werden sollten, führte Spreeblick die Debatte an. Mit väterlichem Timbre schreibt Johnny Haeusler unter dem despektierlichem Titel &#8216;Meinungsfreibeuter&#8217;: &#8220;… <a href="http://www.spreeblick.com/2009/07/07/meinungsfreibeuter/">ich verstehe, wie schwer es ist, sich mit etwas komplizierteren Geschichten auseinanderzusetzen</a> …&#8221;.</p>
<p>Aber auch andere Gallionsfiguren des deutschen Webs erklären gefragt oder ungefragt ihre ablehnende Position zu den Piraten. Zuletzt geschehen durch <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_5430655.html?id=640961&amp;autoplay=true">Sascha Lobo bei N24</a>, der zuvor als Internet-Guru tituliert wurde (wogegen er sich zu recht gewehrt hat). Miss Sophie führt auch die Sippenhaftung ein, indem sie betont, dass individuelle Meinungen von <a href="http://miss-sophie.eu/2009/07/07/erstaunt-erschrocken-erschuttert/">Parteimitgliedern nicht zu trennen seien von der Parteimeinung</a> selbst. Von der Twitteuse Julia Seeliger mal ganz abgesehen, die nun als <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/wir-glauben-an-die-fuenf-prozent/">Undercover-Grüne für die taz</a> schreibt und dabei wieder beweist, dass sie aus berechtigten Gründen nicht zur Riege der A-Blogger gehört.</p>
<p><strong>Was treibt also die Speerspitze des deutschen Internets?</strong></p>
<p>Um diese Frage zu beantworten muss man sich eines klar machen: die oberste Liga der deutschen Blogosphäre sind keine Nerds! Denn nach Wiki ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd">Definition eines Nerds</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Nerd</strong> [<span style="font-family: Quivira, Code2000, Sun-ExtA, 'DejaVu Sans', Gentium, 'Arial Unicode MS', 'Lucida Sans Unicode', sans-serif;"><a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Liste der IPA-Zeichen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen">nɜːd</a></span>] (<a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Englische Sprache" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache">engl.</a> für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher <a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Intelligenzquotient" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzquotient">Intelligenzquotient</a> (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt.</p></blockquote>
<p>Die A-Blogger sind mehrheitlich verwurzelt im Medienbereich, in der Werbung und in der Kunst. Sie verdienen ihr Geld in den meisten Fällen mit dem Schreiben von Texten für On- und Offline. Ihr Geschäft ist es, sich selbst zu vermarkten. Alle Eigenschaften eines Nerds &#8211; bis hin zu dem IQ &#8211; sind dabei nur hinderlich. Das ist auch der Grund, warum sich ihr <a href="http://www.internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a> nur um ihre Welt dreht. Es tauchen darin weder Games auf, noch Software oder Open Source.</p>
<p>Die Piratenpartei wird demgegenüber zu einem großen Teil von echten Nerds getragen. Leuten, die an ihrem Webserver rumschrauben, weil es ihnen Spass macht. Leuten, die lieber vi benutzen als Keynote. Leuten, die ihr Handy hacken weil sie dabei etwas lernen, nicht weil es cool ist. Es gibt selbstverständlich auch Journalisten, die Piraten sind. Die Parteibasis wird aber von technikaffinen Menschen getragen. (Alles natürlich nur meine Vermutung, da ich noch keine Analyse der Mitgliederstruktur gesehen habe.)</p>
<p>Die Infrastruktur wird also von den Piraten bereitgestellt und von den A-Bloggern genutzt. Für die Nerds besteht der Wert des Netzes im Netz selbst. Für die A-Blogger besteht der Wert des Netzes in ihnen selbst. Für einen A-Blogger ist das <em>Netz an sich</em> vollkommen wertlos. Erst durch sein Tun entsteht ein ideeller Wert. Er überlädt das Netz gewissermassen.</p>
<p>Selbstverständlich ist die Gruppe der A-Blogger keine homogene Gruppe. Sie ist auch untereinander extrem streitlustig. Sehr schön ist das zu sehen an der Diskussion um adnation oder um die Vodafone-Kampagne. Sie stehen natürlich permanent in Konkurrenz zueinander.</p>
<p><strong>Die A-Blogger sind geschickt getarnte Trolle</strong></p>
<blockquote><p><span style="font-family: sans-serif;">In einem <a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Internet" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet">Internet</a>-Medium wird ein Autor als <strong>Troll</strong> bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt, sondern der vor allem das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein.</span></p></blockquote>
<p>Das ist die Wiki-Definition eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)">Trolls</a>. Und genau das ist es, was die A-Blogger machen. Es geht ihnen nicht darum, die Piratenpartei zu schädigen oder sie &#8211; in ihrem Sinne &#8211; zu verbessern. Es geht lediglich darum, möglichst viele User auf ihre Seiten zu locken und möglichst viele Kommentare und Backlinks zu bekommen.</p>
<p>A-Blogger sind das Pendent zu dem rechten Radiomoderator in den Staaten. Das klingt vielleicht etwas seltsam, da man den deutschen A-Bloggern ja nicht vorwerfen könnte, sie wären rechts. Insbesondere, da ja ein permanenter Entzündungsherd eben der Umgang der Piratenpartei mit der Positionsbestimmung in der politischen Topologie ist.</p>
<p>Einer von den 16 reichweitenstärksten Radio-Moderatoren (der 16.) in den USA ist links alle anderen muss man als (ultra)konservativ bezeichnen (DLF). Vordergründig müsste man also meinen, dass &#8211; zumindest bei der radiohörenden &#8211; amerikanischen Bevölkerung 15 von 16 erzkonservativem Gedankengut anhängen. Die Wahlen zeigen, dass dem nicht so sein kann. Warum also dieses Ungleichgewicht? Ein liberaler Zuhörer wird einfach durch rechte Thesen viel mehr provoziert. Der Moderator bringt sich so ins Gespräch. Immer nach dem Motto: Hast Du gehört, was XY wieder gesagt hat?</p>
<p>Wie lässt sich eine möglichst große Leserschaft im Netz momentan mehr motivieren, als durch Piratenbeschimpfung? Gar nicht. Jeder Artikel mit dem Tenor &#8220;<strong>Piraten sind $verunglimpfende_Beschreibung, deswegen unwählbar</strong>&#8221; verspricht einen Sturm der Entrüstung. Dabei zeigt sich, dass die eher liberalen Piraten und Sympathisanten auf  $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;rechtsblind&#8217;, &#8216;rechtslastig&#8217;, &#8216;rechts&#8217;) signifikant stärker reagieren als auf $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;frauenfeindlich&#8217;, &#8216;chauvinistisch&#8217;, &#8216;gegen Abtreibung&#8217;) oder $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;die neuen Grünen&#8217;).</p>
<p><strong>Und nun?</strong></p>
<p>Zuerst muss man sich vor Augen halten, dass die A-Blogger kaum verankert sind in dem was man eigentlich als engagierte deutsche Netz-Community bezeichnen kann. Die Verbindungen zum CCC sind marginal. Im AK-Vorrat ist offensichtlich niemand von ihnen aktiv. Die Petition gegen die Internet-Sperren wurde von anderen eingereicht. Dann muss man beachten, dass der Radius der Blogosphäre im Vergleich zu dem des Gesamtangebotes an Online-Inhalten um Dimensionen kleiner ist. Der typische Surfer geht auf GZSZ, Bild, Spiegel-Online und Kicker. Spreeblick kennt er nicht und Sascha Lobo ist für ihn ein Kunstprodukt, da ist er sich sicher (bei Horst Schlämmer ist er sich da nicht mehr so sicher).</p>
<p>Solange die Blogosphäre in der Nische existiert, wird sich auch an der Beschimpfung der Piratenpartei nichts ändern. Konstruktive Kritik oder gar Mitarbeit bringen eben viel weniger Traffic auf die Site. Es würde sich auch nichts ändern, wenn die Piratenpartei in die Parlamente einzieht. Selbst ein Gremium in der Piratenpartei, dass alle Aussagen und Handlungen unterbinden würde, die möglicherweise kritisiert werden könnten, würde nichts daran ändern.</p>
<p>Nur die Piraten selbst und ihre Anhänger könnten daran was ändern:</p>
<p><strong>sudo</strong> <strong>echo &#8220;127.0.0.1 $A_Blogger_Domain&#8221; &gt;&gt; /etc/hosts</strong></p>
<p>ps: mspro hat es aus einer anderen Sicht betrachtet. <a href="http://mspr0.de/?p=891">Das kann er und macht es sehr gut</a>, aber das ist auch kein Wunder, da er sich schon des öfteren mit seiner Stimme sehr differenziert und radikal von dem Chor abgehoben hat.</p>
<p><strong>[Update] Ich bin kein Pirat! [/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update] </strong>Unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.ennomane.de/2009/09/18/piratenabenteuer-die-durchwatung-des-braunen-sumpfes/">Piratenabenteuer: Die Durchwatung des braunen Sumpfes</a>&#8221; schreibt die ennomane &#8220;&#8230; Man sollte den Shitstorm, der gerade läuft, als das sehen, was er ist: Als Kampagne der politischen Gegner unter Ausnutzung eines Verstoßes gegen die Political Correctness.&#8221;<strong> [/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update] </strong>Das geschätzte law blog verkürzt diesen Artikel auf die Aussage, er würde A-Bloggern einen mangelnden IQ unterstellen. Was merkwürdig ist, da der Intelligenzquotient ja eine relative Größe ist und die Definition eines Nerds, diesem einen überdurchschnittlichen IQ zuschreibt. In der Wiki-Definition für A-Blogger konnte ich diese Zuschreibung nicht finden.<span style="background-color: #ffffff;"><strong> [/Update]</strong></span></p>
<p><span style="background-color: #ffffff;"><strong>[Update] </strong><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b448ce24">Fefe meint</a>: &#8220;Es ist eine Schande, dass das (Fragen, die mal gestellt werden mußten) vor der Jungen Freiheit kein Journalist getan hat.&#8221;<strong> [/Update]</strong></span></p>
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