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	<title>qrios &#187; piraten</title>
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	<description>IT ist kurios!</description>
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		<title>piratenpartei &#8211; was für ein schlussspurt!</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 21:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
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		<description><![CDATA[Sixtus zwitscherte noch zehn Tage vor der Wahl: &#8220;Prognose: Sollten die #Piraten bei 0,4% landen, werden sie @saschalobo oder die #taz verantwortlich machen, statt der eigenen Dämlichkeit.&#8221; (Was ja eigentlich nicht wirklich eine Prognose ist, sondern nur eine Prophezeiung. Aber hey, mit &#8216;Prophezeiung&#8217; hätte es nicht mehr in einen Tweet gepasst.) Sascha Lobo setzte einen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sixtus zwitscherte <a href="http://twitter.com/sixtus/status/4051254410">noch zehn Tage vor der Wahl</a>: &#8220;Prognose: Sollten die #Piraten bei 0,4% landen, werden sie @saschalobo oder die #taz verantwortlich machen, statt der eigenen Dämlichkeit.&#8221; (Was ja eigentlich nicht wirklich eine Prognose ist, sondern nur eine Prophezeiung. Aber hey, mit &#8216;Prophezeiung&#8217; hätte es nicht mehr in einen Tweet gepasst.) Sascha Lobo setzte einen Tag <a href="http://twitter.com/saschalobo/status/4080105842">später noch nach</a>: &#8220;Meine schönste Gemeinsamkeit mit der Piratenpartei: Wir geben uns gerade beide Mühe, dass möglichst wenig Leute sie wählen.&#8221; (Weniger Zeichen, besser für retweets geeignet.)</p>
<p>Fünf Tage vor der Wahl sieht die Welt anders aus. Die A-Blogger halten sich auffallend zurück. Kein Piratenbashing mehr. Aber viel erstaunlicher ist das Verhalten der Meinungsmedien. Seit Samstag hagelt es Artikel über die Piraten. Und diese Artikel sind &#8211; gelinde gesagt, zumindest &#8211; objektiv. Sie sind sogar wohlwollend. Ja, sie sind sogar differenziert.</p>
<p>Den Einstand, und <a href="http://donutpiraten.wordpress.com/2009/09/20/ritterschlag-durch-f-schirrmacher-in-der-fas/">damit auch gleich den Ritterschlag</a>, machte Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der FAS. Und so ein furioser Titel: &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1/Doc~E54C409D5122C42FDA9CA81ADB298584E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Die Revolution der Piraten</a>&#8220;. Der ganze Artikel ist ein Kotau vor den Nerds &#8211; nicht ohne Ironie-Tags. Der Nerd, der dafür verantwortlich ist, dass die Welt so funktioniert, wie sie funktioniert (ähm, wenn sie funktioniert, wenn überhaupt jemand weiss, wie sie funktionieren sollte, …) fehlt in der Betrachtung dieser Welt und Beachtung durch diese offensichtlich. Schirrmacher vermutet &#8220;<span style="background-color:#ffffff;"><span style="background-color:rgba(0,0,0,0);">Ein großer Fehler, wie wir womöglich bereits nach der Bundestagswahl bemerken werden.&#8221;</span></span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;"><span style="background-color:rgba(0,0,0,0);"> </span>Alle Piraten-Sympathisanten-Anhänger-Wähler mussten sich ja eigentlich schon gebauchpinselt fühlen nach den <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/240/487644/text/">Ausführungen der Sueddeutschen</a> zwei Tage nach der Demo. Aber es kam noch besser. Auch die Zeit versuchte sich an der Frage, ob die Piraten ein Phänomen sind. Leider scheitert sie daran. Denn die Frage, &#8220;…<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-09/piraten-partei-revolution"> wen wählt man, wenn man seine Stimme der Piratenpartei gibt?</a>&#8221; muss sie leider unbeantwortet lassen. Zu sehr ist ihr Blick auf die Altparteien gerichtet. Selbst die rhetorische Frage unter dem <a href="http://images.zeit.de/digital/2009-09/piraten-partei/piraten-partei-540x304.jpg">Bild von Getty</a> &#8220;Viele Wähler fragen sich, wer sich hinter Maske und orangem Tuch wirklich verbirgt&#8221; beantwortet sie natürlich nicht. Wie auch, sie ist ja selbst auch nicht daran interessiert.</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Das Handelsblatt meint lakonisch: <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/die-piraten-kommen;2459360;0">Die Piraten kommen</a>. Und liefert so nebenbei den umfassendsten Artikel zur Piratenpartei ab. Über das tolle Zitat von @343max &#8220;Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen&#8221; kommt das Holtzbrinckblatt bei soviel Dialektik mit den Prognosen etwas durcheinander und weiss nicht, ob die Piraten 0,5% erreichen um die Kostenpauschale für die Wählerstimmen zu bekommen oder doch die 5%-Hürde knacken. </span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Auch die taz springt über ihren Schatten und hat in der Samstagsausgabe im Interview mit Harald Welzer und Claus Leggewie eine positive Note über die Piratenpartei gedruckt. Zwei Tage später spendiert Felix Lee der Piratenpartei sogar ein <a href="http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/piraten-fordern-internetminister/">Regierungsprogramm</a>. </span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Nach all den absichtlichen oder auch nur empfundenen Anfeindungen, ist es wohl für viele eine besonders große Freude, wenn ausgerechnet das ZDF, dass mit Sixtus vs. Lobo diejenigen hostet, die sich einen besonderen Spass daraus gemacht haben, die Piraten zu piesacken, sich im heute journal drei Minuten Zeit nimmt, die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cGWKK6AvSZo">Piratenpartei ohne Häme darzustellen</a>.  Auch, wenn, naja, lassen wir das …</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Wie gesagt, WAS FÜR EIN SCHLUSSSPURT!</span></p>
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		<title>kritik an taz-artikel</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 19:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Kommentaren zum heutigen Artikel der taz über das Regierungsprogramm der Piratenpartei (Autor: Felix Lee) hat Julia Seeliger geschrieben: Dieses Gebashe ist mir langsam zu blöd, Leute. Belegt, wo die anderen Texte unsachlich waren. Das ist bisher aber nicht geschehen, sondern man erging sich in persönlichen Angriffen, die sich an mir und meiner Parteimitgliedschaft [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den Kommentaren zum heutigen Artikel der taz über das <a href="http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/piraten-fordern-internetminister/">Regierungsprogramm der Piratenpartei</a> (Autor: Felix Lee) hat Julia Seeliger geschrieben:</p>
<blockquote><p>Dieses Gebashe ist mir langsam zu blöd, Leute. Belegt, wo die anderen Texte unsachlich waren. Das ist bisher aber nicht geschehen, sondern man erging sich in persönlichen Angriffen, die sich an mir und meiner Parteimitgliedschaft aufhängten.</p>
<p>Bitte fundiert kritisieren und mal nachdenken, was die Rolle von Journalisten ist.</p></blockquote>
<p>Ich komme der Bitte nach und befasse mich am besten mit dem ersten Artikel. Mit dem <em>alles</em> begonnen hat.</p>
<p><strong>Meine Kritik an dem taz-Artikel &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/wir-glauben-an-die-fuenf-prozent/">Zukunftschancen der Piratenpartei: &#8216;Wir glauben an die fünf Prozent&#8217;</a>&#8221; von Julia Seeliger</strong></p>
<p><span id="more-88"></span></p>
<p>Man findet ihn unter politik/schwerpunkt-überwachung. Das ist an sich merkwürdig, kann man aber sicher nicht der Redakteurin anlasten. Schwieriger wird es schon mit der Frage, warum nicht ersichtlich ist, um welche Art Artikel es sich handelt. Hat man es mit einer Reportage zu tun mit einer Nachricht, einem Kommentar oder gar mit einer Glosse?</p>
<p>Der Artikel gibt jemandem, der von den Piraten bisher überhaupt nicht oder nur am Rande gehört hat einen kurzen Abriss, um wen es sich bei der Piratenpartei handelt. Sie sind technisch versiert, etwas kindisch, haben nur wenige Frauen in ihren Reihen, haben offensichtlich nicht viel Geld, stehen den Grünen näher als den Liberalen.</p>
<p>Das ist also dann der Artikel, der Überschrieben ist mit: &#8220;<strong>Zukunftschancen der Piratenpartei: &#8216;Wir glauben an die fünf Prozent&#8217;</strong>&#8220;. Der Titel vermittelt, dass es um die Chancen der Piratenpartei bei der Überwindung der Fünf-Prozent-Hürde gehen würde. Der Leser kann also erwarten, Aussagen eines Demoskopen, Zukunftsforschers oder auch Astrologen lesen zu können. Er müsste ferner annehmen, dass ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es diese Chancen (nicht || vielleicht || eigentlich) gibt. Zu allererst hätte er jedoch erfahren müssen, <strong>von wem dieses Zitat stammt</strong> und ob es eine Einzelmeinung oder breiter Konsens in der Partei ist. Aber weder die Chancen selbst, noch das namenlose Statement sind offensichtlich das eigentliche Thema des Artikels.</p>
<p>Der Vorlauftext wechselt das Thema: <strong>Werden die Piraten die neuen Grünen in der deutschen Parteienlandschaft?</strong> Gut. Ich wollte zwar etwas darüber lesen, ob es für die Piratenpartei irgendeine Chance gibt, in den Bundestag einzuziehen, aber egal. Das Thema klingt auch spannend. Von wem stammt denn die Aussage eigentlich? Darüber gibt es auch diesmal keine Informationen. Die Autorin hat sich das offensichtlich selbst gefragt. Immerhin ist es ja noch nicht mal ein Zitat.</p>
<p>Zu der Frage &#8211; ob die Piratenpartei die neuen Grünen sind – wird sich doch sicher ein Parteienforscher, Demoskop, Demograph oder auch nur ein Numismatiker zu einem Statement hinreissen lassen. Diesem könnte man dann &#8211; schön knackig &#8211; empörte Aufschreie von prominenten Grünen entgegenstellen. In der offensichtlichen oder nur temporären Abwesenheit von namhaften Experten, die diese These auch nur in Betracht ziehen, ist es selbstverständlich schwer, daraus einen knackigen Artikel zu machen.</p>
<p>Es bleibt also nichts weiter, als im letzten Absatz, der eigentlich einem Fazit oder einem Ausblick vorbehalten sein sollte, den einzigen Grünen zu zitieren, der überhaupt noch glaubwürdig bei dem Thema Bürgerrechte ist. Und selbst hier werden dann noch handwerkliche Fehler begangen. Stellt man nämlich eine verallgemeinernde Aussage vor ein Zitat sollte dieses Zitat diese allgemeine Behauptung stützen. Wenn also gesagt wird, dass die Grünen behaupten würden, alles was die Piratenpartei fordere wäre Teil ihres Wahlprogramms, dann sollte das Zitat von Ströbele etwa lauten: &#8220;Die Grünen haben sich klar gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen.&#8221; oder so ähnlich. Ströbele mit den Worten zu zitieren &#8220;Die Piratenpartei ist eine Wenige-Punkte-Partei.&#8221; ist hier fehl am Platze. Denn dies war bisher nicht Thema das Artikels. Bis zum nächsten Zitat, dass möglicherweise wieder von Ströbele ist, kommt ein kurzer historischer Abriss über die Entstehung der Grünen. Da dieser jedoch nicht in indirekter Rede dort steht, müsste man sogar annehmen, dass er nicht von Ströbele kommt. Denn statt &#8216;<em>Die Grünen formten sich sich aus …&#8217;</em> hätte es andernfalls heissen müssen: &#8216;<em>Die Grünen hätten sich aus … geformt</em>&#8216;.</p>
<p>Und dann wird es abermals verwirrend: Ströbele wird nochmals zitiert: &#8220;Auch mit den Grünen in den 80ern ist die Piratenpartei nicht zu vergleichen&#8221;. Hm, ging es vorher um einen Vergleich der Pirantepartei mit den Grünen in den vierzigern? Hach, auch egal, der Artikel ist ja sowieso zu ende und eine Fortsetzung wird es wohl nicht geben.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Der Artikel ist zu finden unter einer Rubrik in die er nicht gehört, hat einen Titel, der nichts mit dem Inhalt zu tun hat, einen Vorlauftext, der eine Frage stellt, die nur von einer einzigen Person beantwortet wird, die offensichtlich nicht unvoreingenommen ist und er wurde geschrieben, von einer Redakteurin, die nicht als Mitglied der Grünen zu erkennen ist.</p>
<p>Sich bei soviel schalem Geschmack über Bashing aufzuregen, ist mindestens seltsam. Aber es <a href="http://qrios.wordpress.com/2009/09/17/a-blogger-sind-auch-nur-trolle/">verfehlt sicher nicht die Wirkung</a>. Julia Seeliger (<a href="http://twitter.com/zeitrafferin">@zeitrafferin</a>) schreckt auch nicht zurück, das <a href="http://julia-seeliger.de/die-freiheit-nehm-ich-mir/">Reizwort &#8216;Freiheit&#8217; auf ihrem Blog</a> zu benutzen, um <a href="http://twitter.com/zeitrafferin/statuses/3975990131">möglichst viele Piraten anzustacheln</a>, sie weiterhin zu bashen. Aber das könnte man ihr natürlich nie nachweisen.</p>
<p><strong>[Update]</strong> Wie man die Themen &#8216;Zukunftschancen der Piraten&#8217; und &#8216;Sind die Piraten die neuen Grünen?&#8217; übrigens auch behandeln kann zeigt das heutige heute journal. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cGWKK6AvSZo&amp;feature=player_embedded#t=220">In knapp drei Minuten werden beide Fragen angerissen und der Wissenschaftler kommt auch zu Wort.</a> Das Ganze geht ohne Seitenhiebe und das einzig unprofessionelle sind die Piraten selbst. Aber, wie @zeitrafferin ja sagt, es sind <a href="http://twitter.com/zeitrafferin/status/4149276328">eben Jungrobben</a>. <strong>[/Update]</strong></p>
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		<title>übersehen: Chaosradio Express 133 behandelt die piraten (die richtigen mit augenklappe)</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 14:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den CRE133 über die Piraten habe ich vollkommen verpasst und höre ihn grade jetzt erst. Sehr interessant insbesondere die genossenschaftlichen Aspekte.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre133.html">CRE133</a> über die Piraten habe ich vollkommen verpasst und höre ihn grade jetzt erst. Sehr interessant insbesondere die genossenschaftlichen Aspekte.</p>
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		<title>warum werte wertlos sind</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 22:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
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		<category><![CDATA[piraten]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: Ich bin parteilos. Wenn ich mich über die Piratenpartei äussere, dann tue ich dies als Privatperson. Warum &#8211; nach meiner Meinung &#8211; die A-Blogger die Piratenpartei mit Schmutz bewerfen, habe ich ausführlich dargestellt. Aber das erklärt noch nicht, warum die Piratenpartei anscheinend generell ein beliebtes Ziel für sich-mit-den-Worten-ihr-seid-$beliebige_Beleidigung-und-deswegen-unwählbar-trollende sind. Insbesondere dieses &#8220;unwählbar&#8221; schmerzt viele [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Disclaimer: Ich bin parteilos. Wenn ich mich über die Piratenpartei äussere, dann tue ich dies als Privatperson.</em></p>
<p>Warum &#8211; nach meiner Meinung &#8211; die A-Blogger die Piratenpartei mit Schmutz bewerfen, habe ich ausführlich dargestellt. Aber das erklärt noch nicht, warum die Piratenpartei anscheinend generell ein beliebtes Ziel für sich-mit-den-Worten-ihr-seid-$beliebige_Beleidigung-und-deswegen-unwählbar-trollende sind. Insbesondere dieses &#8220;unwählbar&#8221; schmerzt viele Piraten und Anhänger verständlicherweise. Dies umso mehr, da die Forderungen der Piratenpartei doch breiter Konsens ist.</p>
<p>Verhinderung des Überwachungsstaates, Ablehnung von Internetzensur und Transparenz bei politischen Entscheidungen (mein Lieblingsthema) sind bei vielen Nutzern des Netzes (zumindest jenen, die wissen was ein Blog ist und Proxy nicht für eine <a href="http://sammeln.shop.ebay.de/Fix-Foxi-/8540/i.html?_armrs=1&amp;_mdo=Sammeln-Seltenes&amp;_mspp=&amp;_pcats=8532%2C3957%2C1">Comic-Figur</a> halten) zumindest diskutabel. Bei den meisten wird man mit diesen Forderungen offene Türen einrennen.</p>
<p><span id="more-68"></span></p>
<p>Ein Teil dieser potentiellen Zielgruppe ist selbst gestaltend im Netz. Schreibt also Artikel oder zumindest Kommentare. Und schreibt scheinbar sehr häufig eben darüber, dass er/sie/es sich enttäuscht von den Piraten abwendet und sie nie mehr oder mindestens vorläufig oder wenigstens am 27. September nicht wählt. &#8216;Scheinbar&#8217; weil sich diese Links häufig schneller verbreiten als Links von Seiten auf denen steht: Deshalb wähle ich die Piratenpartei. Die Mobilisierungskräfte der Netzaffinen sind enorm, wie schon <a href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article4198568/Regeln-gelten-ueberall.html">Herr Güldner erkannt hat</a>.</p>
<p>Die genannten Punkte sind jedoch keine Themen, die bisher vollkommen unbeachtet waren. Zumindest bei dem linken Spektrum der Parteien gab es schon länger Gruppen, die versucht haben, diese Themen in ihre Organisationen zu tragen. <a href="http://twitter.com/saschalobo/status/4080105842">Sascha Lobo</a> hat im Online-Beirat versucht, die SPD davon abzuhalten das Zensursula-Gesetz zu verabschieden. Transparenz ist eine Kernforderung von Attac und strahlt damit gleichzeitig in mehrere Parteien. Und die meisten Grünen – Mitglieder wie Wähler – würden überhaupt nicht bemerken, wenn man ihnen das Parteiprogramm der Piratenpartei unter der Rubrik &#8216;Internet&#8217; in das Grünen-Programm einschleusen würde. Nach Ansicht der Altparteien gibt es daher keinerlei Notwendigkeit ein weiteres Fass aufzumachen.</p>
<p>Das ehrlichste und auch harmloseste Argument gegen die Piratenpartei ist die Aussage, dass sich eine monothematische (oder wie <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/wir-glauben-an-die-fuenf-prozent/">Ströbele laut Seeliger sagt &#8216;Wenige-Punkte-Partei&#8217;</a>) Partei nicht tragen kann. Dass dies auch von vielen grünen Kritikern vorgebracht wird, ist natürlich einen Treppenwitz der Geschichte. Aber es zeigt auch den großen Schwachpunkt der herrschenden Politik. Denn, jede der Altparteien ist gezwungen, sich auf ein Kernthema zu fokussieren. Dabei werden diese Themen immer als Wert begriffen.</p>
<p>Die Grünen ist für die Umwelt, die SPD ist für die Arbeiter, die FDP für die Freiheit, die Linke für Gerechtigkeit, die CDU für christliche Werte. Das sind die Parameter an denen die Parteien gemessen werden. Wenn die SPD eine Politik macht, die für die Arbeiter schlecht scheint, wird sie dafür abgestraft und kommt massiv ins trudeln. Wenn die Grünen neue Kraftwerke baut wird sie dafür abgestraft u.s.w. Es ist aber egal, ob die Grünen einen Bundeswehreinsatz im Ausland mittragen. Solange die Umwelt geschont wird (also bitte keine Uranmunition!), dürfen sie sich weiter &#8216;Die Grünen&#8217; nennen und werden gewählt.</p>
<p>Der politische Diskurs sieht jedoch bisher keinen exklusiven Platz für Bürgerrechtsvertreter – noch dazu &#8216;digitale&#8217; – vor. Dieses Thema ist schlicht und ergreifend in der Topologie der Parteienlandschaft nicht vorhanden. Auch, wenn die FDP für die Freiheit ist, meint sie damit etwas anderes. Es handelt sich mehr um die Freiheit des Tellerwäschers auch erfolgreich zu sein und nicht von staatlichen Kontrollen behindert zu werden als um die Freiheit, den Staat zu kontrollieren. Natürlich sind es die Grünen, deren Gründung von hunderten Bürgerrechtsgruppen getragen wurde. Viele davon haben sich im Kampf gegen die Volkszählung formiert. Übrig geblieben ist bei den meisten Grünenmitgliedern das Gefühl &#8216;Bürgerrechte sind wir&#8217;. Zumal mit dem Bündnis 90 eine Gruppe absorbiert wurde, die Umweltschutz ursprünglich nur als Vehikel benutzt hat.</p>
<p>Transparenz und Bürgerrechte sind für die Altparteien nur Mittel zum Zweck. Nicht Selbstzweck. Wenn die SPD über Bürgerrechte redet geht es um die Frage, ob staatliche Institutionen mit der Wirtschaft unter einer Decke stecken und dadurch Arbeitnehmerrechte unterdrücken. Wenn die Grünen über Bürgerrechte reden geht es um die Frage, ob bei der Genehmigung einer neuen Startbahn wirtschaftliche Interessen Vorrang vor Umweltschutz haben. Wenn die Linken über Bürgerrechte reden geht es vordringlich darum, ob <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PJonsYKNZ0E">Hartz4ler von willkürlichen Beamten für verrückt erklärt</a> werden.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass eine Forderung <em>nach Einhaltung der Grundgesetze an sich</em> ohne Belang für die agierenden politischen Parteien ist. Aus ihrer Sicht ist die bedingungslose Einforderung der Rechte gehaltlos. Was will man damit? Sie wurden doch gemacht &#8216;um zu …&#8217;.</p>
<p>Die unbedingte Forderung nach Einhaltung dieser Gesetze ist aus ihrer Sicht sogar gefährlich. Was könnte man nicht alles machen, wenn man ein unbedingtes Recht hätte, Zugang zu jedweder Kommunikation eines Staatsdieners zu erhalten. Man könnte missliebige Polizisten an ihrem Auftrag hindern, könnte dafür sorgen, dass der Beamte, der den Bauauftrag kritisch begleitet, entlassen wird, man könnte den ungeliebten Lehrer des eigenen Sohnes drangsalieren. Man könnte – vor allem – Einblick erhalten in die Hinterzimmerabsprachen der Proporzgremien.</p>
<p>Und genau darum geht es. Das Parteiengefüge ist nach Meinung der aktuellen Mitspieler gefestigt. Ja, <a href="http://www.spreeblick.com/2009/07/07/meinungsfreibeuter/">es ist schon kompliziert genug</a>. Noch eine weitere Kraft ist nicht notwendig. Ein weiterer Mitspieler ist sogar hinderlich. Im Interesse aller. Sogar im Interesse der Piratenpartei selbst. <strong>Mantramäßig wird wiederholt, dass die Piratenpartei sich selbst und ihren Interessen schadet, wenn sie sich so verhält, wie sie es tut.</strong></p>
<p>Alle Parteien wissen dabei instinktiv, dass die Forderung der Piratenpartei nach uneingeschränkten Bürgerrechten eben nicht zweckgebunden sein darf. Im Grundgesetz steht eben nicht &#8216;Die Würde des <em>christlichen</em> Meschen ist unantastbar.&#8217; oder &#8216;Eine Zensur <em>der Bilanzen</em> findet nicht statt.&#8217; oder &#8216;Jeder <em>Arbeitnehmer</em> hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit …&#8217;.</p>
<p><a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/15/piraten-auf-kurssuche/">Wenn der Piratenpartei daher eine Wertedebatte empfohlen wird</a>, ist dies der Hintergrund. Die Forderung nach <em>unbedingten</em> Rechten ist für die bestehenden Parteien und Strömungen und Farben wertlos. Diese Rechte erfüllen erst ihren Zweck, wenn sie verwendet werden um die Welt im Sinne der eigenen Interessen zu verbessern. Die Vehemenz mit der sie gegen die Piratenpartei schimpfen und diese Wertekoordinaten einfordern, lässt sich mit der Erkenntnis erklären, dass sie aus ihrem eigenen Korsett (Umwelt, Arbeit, Christentum …) nicht mehr entfliehen können.</p>
<p>Bei all dem Schmutz von Frédéric Valin, Sascha Lobo, Julia Seeliger und vielen anderen sollte jederIn daran denken, dass aus ihnen eine tiefe Traurigkeit spricht. Darüber, dass es ihnen nicht gelingt, ihnen wichtige Themen in den eigenen Reihen zu platzieren.</p>
<p><strong>[Update]</strong> <a href="http://twitter.com/alles_anders">@alles_anders</a> hat mich bei der Panter-Verleihung der taz darauf hingewiesen, dass die Kernidentität der CDU nicht christliche Werte sind, sondern eher das was ein großer Teil traditionell kirchlich erzogener Leute dafür halten. Der wesentliche Wert der CDU ist also eher mit konservativer Moral zu bezeichnen. Diese unterscheidet sich jedoch von den christlichen Werten, die beispielsweise in der Berpredigt vermittelt werden. <strong>[/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update] <span style="font-weight:normal;">Frédéric Valin vom spreeblick zitiert mich aus den Kommentaren zu dem Artikel der mich dazu brachte, qrios wieder aus dem Hades zu befreien. Seine Konklusion geht weit über das hier gesagte hinaus und </span><a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/22/die-beliebigkeit-der-parteien/"><span style="font-weight:normal;">ich muss ihm leider uneingeschränkt zustimmen</span></a></strong>.<strong> [/Update] </strong></p>
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		<title>warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 14:26:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Für einen Augenblick sah es nach der Demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (&#8216;A-Blogger&#8216;) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen Augenblick sah es nach der Demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (&#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/A-Blogger">A-Blogger</a>&#8216;) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die Massenmedien gebracht.</p>
<p><span style="background-color: #ffffff;">Schon weniger als eine Woche später gibt es nur noch Gülle und Giftspritzen. Der Anlass ist ein Interview  den der stellvertretende Vorsitzende der Partei der &#8216;Jungen Freiheit&#8217; gegeben hat. Ein Blatt, dass mir auch schon mal im Zusammenhang mit irgendeinem Skandal über den Weg gelaufen war, dessen Namen ich gleich wieder vergessen hatte. Vielleicht weil er mich zu sehr an die Junge Welt erinnerte. Der Inhalt des Interviews, ist ungetadelt und spielt bei der gesamten Diskussion offensichtlich keine Rolle.</span></p>
<p><span style="background-color: #ffffff;"><span id="more-10"></span></span></p>
<p>Kern der Kritik von allen Seiten ist die Tatsache, dass ein Pirat in Verantwortung politisch so naiv sei, dass er nicht wüsste, wer die Junge Freiheit ist und sich erst im Nachhinein informiert.</p>
<p><strong>Leimspur</strong></p>
<p>Frédéric Valin surft sich bei Spreeblick – geschmiert mit Kampagnengleitgel mit Moralingeschmack – auf einer Welle von Kommentaren zu der These, die Piraten hätten keine Werte. Und mit dieser Einstellung würden sie &#8211; politisch blind &#8211; in die Fußstapfen von <a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/15/piraten-auf-kurssuche/">von Papen</a> treten. Ihre Wertelosigkeit ebnet nach seiner Meinung den Rechten den Weg in die Parlamente. Starker Tobak. Klar, dass die Piraten darauf empfindlich reagieren.</p>
<p>In einem Kommentar fordert <span style="background-color: #ffffff;">Frédéric daher auch eine Wertedebatte (hierzu: <a href="http://qrios.de/2009/09/18/deutungshoheit-meinungsfuhrerschaft/">warum werte wertlos sind</a>) in der Partei, da sie ansonsten ein &#8220;digitaler Kleingärtnerverein oder eine FDP für Mac-Besitzer&#8221; bleiben würden (was nicht einer gewissen Komik entbehrt, da die Blogosphäre für ihre Mac-Affinität bekannt ist). </span></p>
<p>Es handelt sich nicht um den ersten Ausfall des Spreeblicks gegen die Piraten. Schon bei der Frage ob vermeintliche Holocaustleugner aus der Partei ausgeschlossen werden sollten, führte Spreeblick die Debatte an. Mit väterlichem Timbre schreibt Johnny Haeusler unter dem despektierlichem Titel &#8216;Meinungsfreibeuter&#8217;: &#8220;… <a href="http://www.spreeblick.com/2009/07/07/meinungsfreibeuter/">ich verstehe, wie schwer es ist, sich mit etwas komplizierteren Geschichten auseinanderzusetzen</a> …&#8221;.</p>
<p>Aber auch andere Gallionsfiguren des deutschen Webs erklären gefragt oder ungefragt ihre ablehnende Position zu den Piraten. Zuletzt geschehen durch <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_5430655.html?id=640961&amp;autoplay=true">Sascha Lobo bei N24</a>, der zuvor als Internet-Guru tituliert wurde (wogegen er sich zu recht gewehrt hat). Miss Sophie führt auch die Sippenhaftung ein, indem sie betont, dass individuelle Meinungen von <a href="http://miss-sophie.eu/2009/07/07/erstaunt-erschrocken-erschuttert/">Parteimitgliedern nicht zu trennen seien von der Parteimeinung</a> selbst. Von der Twitteuse Julia Seeliger mal ganz abgesehen, die nun als <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/wir-glauben-an-die-fuenf-prozent/">Undercover-Grüne für die taz</a> schreibt und dabei wieder beweist, dass sie aus berechtigten Gründen nicht zur Riege der A-Blogger gehört.</p>
<p><strong>Was treibt also die Speerspitze des deutschen Internets?</strong></p>
<p>Um diese Frage zu beantworten muss man sich eines klar machen: die oberste Liga der deutschen Blogosphäre sind keine Nerds! Denn nach Wiki ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd">Definition eines Nerds</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Nerd</strong> [<span style="font-family: Quivira, Code2000, Sun-ExtA, 'DejaVu Sans', Gentium, 'Arial Unicode MS', 'Lucida Sans Unicode', sans-serif;"><a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Liste der IPA-Zeichen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen">nɜːd</a></span>] (<a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Englische Sprache" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache">engl.</a> für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher <a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Intelligenzquotient" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzquotient">Intelligenzquotient</a> (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt.</p></blockquote>
<p>Die A-Blogger sind mehrheitlich verwurzelt im Medienbereich, in der Werbung und in der Kunst. Sie verdienen ihr Geld in den meisten Fällen mit dem Schreiben von Texten für On- und Offline. Ihr Geschäft ist es, sich selbst zu vermarkten. Alle Eigenschaften eines Nerds &#8211; bis hin zu dem IQ &#8211; sind dabei nur hinderlich. Das ist auch der Grund, warum sich ihr <a href="http://www.internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a> nur um ihre Welt dreht. Es tauchen darin weder Games auf, noch Software oder Open Source.</p>
<p>Die Piratenpartei wird demgegenüber zu einem großen Teil von echten Nerds getragen. Leuten, die an ihrem Webserver rumschrauben, weil es ihnen Spass macht. Leuten, die lieber vi benutzen als Keynote. Leuten, die ihr Handy hacken weil sie dabei etwas lernen, nicht weil es cool ist. Es gibt selbstverständlich auch Journalisten, die Piraten sind. Die Parteibasis wird aber von technikaffinen Menschen getragen. (Alles natürlich nur meine Vermutung, da ich noch keine Analyse der Mitgliederstruktur gesehen habe.)</p>
<p>Die Infrastruktur wird also von den Piraten bereitgestellt und von den A-Bloggern genutzt. Für die Nerds besteht der Wert des Netzes im Netz selbst. Für die A-Blogger besteht der Wert des Netzes in ihnen selbst. Für einen A-Blogger ist das <em>Netz an sich</em> vollkommen wertlos. Erst durch sein Tun entsteht ein ideeller Wert. Er überlädt das Netz gewissermassen.</p>
<p>Selbstverständlich ist die Gruppe der A-Blogger keine homogene Gruppe. Sie ist auch untereinander extrem streitlustig. Sehr schön ist das zu sehen an der Diskussion um adnation oder um die Vodafone-Kampagne. Sie stehen natürlich permanent in Konkurrenz zueinander.</p>
<p><strong>Die A-Blogger sind geschickt getarnte Trolle</strong></p>
<blockquote><p><span style="font-family: sans-serif;">In einem <a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Internet" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet">Internet</a>-Medium wird ein Autor als <strong>Troll</strong> bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt, sondern der vor allem das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein.</span></p></blockquote>
<p>Das ist die Wiki-Definition eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)">Trolls</a>. Und genau das ist es, was die A-Blogger machen. Es geht ihnen nicht darum, die Piratenpartei zu schädigen oder sie &#8211; in ihrem Sinne &#8211; zu verbessern. Es geht lediglich darum, möglichst viele User auf ihre Seiten zu locken und möglichst viele Kommentare und Backlinks zu bekommen.</p>
<p>A-Blogger sind das Pendent zu dem rechten Radiomoderator in den Staaten. Das klingt vielleicht etwas seltsam, da man den deutschen A-Bloggern ja nicht vorwerfen könnte, sie wären rechts. Insbesondere, da ja ein permanenter Entzündungsherd eben der Umgang der Piratenpartei mit der Positionsbestimmung in der politischen Topologie ist.</p>
<p>Einer von den 16 reichweitenstärksten Radio-Moderatoren (der 16.) in den USA ist links alle anderen muss man als (ultra)konservativ bezeichnen (DLF). Vordergründig müsste man also meinen, dass &#8211; zumindest bei der radiohörenden &#8211; amerikanischen Bevölkerung 15 von 16 erzkonservativem Gedankengut anhängen. Die Wahlen zeigen, dass dem nicht so sein kann. Warum also dieses Ungleichgewicht? Ein liberaler Zuhörer wird einfach durch rechte Thesen viel mehr provoziert. Der Moderator bringt sich so ins Gespräch. Immer nach dem Motto: Hast Du gehört, was XY wieder gesagt hat?</p>
<p>Wie lässt sich eine möglichst große Leserschaft im Netz momentan mehr motivieren, als durch Piratenbeschimpfung? Gar nicht. Jeder Artikel mit dem Tenor &#8220;<strong>Piraten sind $verunglimpfende_Beschreibung, deswegen unwählbar</strong>&#8221; verspricht einen Sturm der Entrüstung. Dabei zeigt sich, dass die eher liberalen Piraten und Sympathisanten auf  $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;rechtsblind&#8217;, &#8216;rechtslastig&#8217;, &#8216;rechts&#8217;) signifikant stärker reagieren als auf $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;frauenfeindlich&#8217;, &#8216;chauvinistisch&#8217;, &#8216;gegen Abtreibung&#8217;) oder $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;die neuen Grünen&#8217;).</p>
<p><strong>Und nun?</strong></p>
<p>Zuerst muss man sich vor Augen halten, dass die A-Blogger kaum verankert sind in dem was man eigentlich als engagierte deutsche Netz-Community bezeichnen kann. Die Verbindungen zum CCC sind marginal. Im AK-Vorrat ist offensichtlich niemand von ihnen aktiv. Die Petition gegen die Internet-Sperren wurde von anderen eingereicht. Dann muss man beachten, dass der Radius der Blogosphäre im Vergleich zu dem des Gesamtangebotes an Online-Inhalten um Dimensionen kleiner ist. Der typische Surfer geht auf GZSZ, Bild, Spiegel-Online und Kicker. Spreeblick kennt er nicht und Sascha Lobo ist für ihn ein Kunstprodukt, da ist er sich sicher (bei Horst Schlämmer ist er sich da nicht mehr so sicher).</p>
<p>Solange die Blogosphäre in der Nische existiert, wird sich auch an der Beschimpfung der Piratenpartei nichts ändern. Konstruktive Kritik oder gar Mitarbeit bringen eben viel weniger Traffic auf die Site. Es würde sich auch nichts ändern, wenn die Piratenpartei in die Parlamente einzieht. Selbst ein Gremium in der Piratenpartei, dass alle Aussagen und Handlungen unterbinden würde, die möglicherweise kritisiert werden könnten, würde nichts daran ändern.</p>
<p>Nur die Piraten selbst und ihre Anhänger könnten daran was ändern:</p>
<p><strong>sudo</strong> <strong>echo &#8220;127.0.0.1 $A_Blogger_Domain&#8221; &gt;&gt; /etc/hosts</strong></p>
<p>ps: mspro hat es aus einer anderen Sicht betrachtet. <a href="http://mspr0.de/?p=891">Das kann er und macht es sehr gut</a>, aber das ist auch kein Wunder, da er sich schon des öfteren mit seiner Stimme sehr differenziert und radikal von dem Chor abgehoben hat.</p>
<p><strong>[Update] Ich bin kein Pirat! [/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update] </strong>Unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.ennomane.de/2009/09/18/piratenabenteuer-die-durchwatung-des-braunen-sumpfes/">Piratenabenteuer: Die Durchwatung des braunen Sumpfes</a>&#8221; schreibt die ennomane &#8220;&#8230; Man sollte den Shitstorm, der gerade läuft, als das sehen, was er ist: Als Kampagne der politischen Gegner unter Ausnutzung eines Verstoßes gegen die Political Correctness.&#8221;<strong> [/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update] </strong>Das geschätzte law blog verkürzt diesen Artikel auf die Aussage, er würde A-Bloggern einen mangelnden IQ unterstellen. Was merkwürdig ist, da der Intelligenzquotient ja eine relative Größe ist und die Definition eines Nerds, diesem einen überdurchschnittlichen IQ zuschreibt. In der Wiki-Definition für A-Blogger konnte ich diese Zuschreibung nicht finden.<span style="background-color: #ffffff;"><strong> [/Update]</strong></span></p>
<p><span style="background-color: #ffffff;"><strong>[Update] </strong><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b448ce24">Fefe meint</a>: &#8220;Es ist eine Schande, dass das (Fragen, die mal gestellt werden mußten) vor der Jungen Freiheit kein Journalist getan hat.&#8221;<strong> [/Update]</strong></span></p>
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		<title>piraten im sumpf [aus dem google-cache]</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 13:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei hat nun also nicht nur einen Kinderpornobesitzer in ihren Reihen sondern gleich auch noch einen Holocaustleugner? So klingt es zumindest wenn man ‘Quo vadis Piratenpartei‘ von F!MBR liest. Darin wird der eben auf dem Bundesparteitag als Ersatzrichter gewählte Bodo Thiessen zitiert. Aus den Zitaten geht allerdings eindeutig hervor, dass er glaubt, dass ein Tabu [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Piratenpartei hat nun also nicht nur einen Kinderpornobesitzer in ihren Reihen sondern gleich auch noch einen Holocaustleugner? So klingt es zumindest wenn man ‘<a href="http://www.fixmbr.de/quo-vadis-piratenpartei/">Quo vadis Piratenpartei</a>‘ von F!MBR liest. Darin wird der eben auf dem Bundesparteitag als Ersatzrichter gewählte Bodo Thiessen zitiert. Aus den Zitaten geht allerdings eindeutig hervor, dass <strong>er glaubt, dass ein Tabu eine echte Auseinandersetzung mit einem Thema verhindert</strong>. Eine Einschätzung, der ich mich uneingeschränkt anschliessen kann. Es geht an keiner Stelle seiner Ausführungen hervor, dass er meint, der Holocaust hätte nicht stattgefunden. Einen guten <a href="http://mspr0.de/?p=813">Kommentar</a> zu der Debatte hat <a href="http://twitter.com/mspro">@mspro</a> geschrieben.</p>
<p>Aber, wenn schon der Vorwurf der Kinderpornographie die Partei nicht ausreichend schädigt vielleicht hilft ja der Nazivorwurf. Denn, “<a href="http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/kein-rauch-ohne-feuer,1293384,ApplicationMovie.html">Kein Rauch ohne Feuer</a>“.</p>
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		<title>warum ich die piraten wählen werde [aus dem google-cache]</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 13:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>
		<category><![CDATA[privacy]]></category>
		<category><![CDATA[zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18.6.2009 hat der Bundestag das Zugangserschwerungsgesetz beschlossen. Das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten der SPD und der Grünen ist nach meiner Meinung skandalös. Denn dieses Gesetz ist der vorläufige Höhepunkt einer Politik, die auf der Basis fehlerhafter Informationen, gezielter Falschmeldungen und Dikussionsverhinderung durch emotiale Themen, Freiheit einschränkt. Diese Freiheit ist aber das Fundament unserer Gesellschaft. Auf dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18.6.2009 hat der Bundestag das Zugangserschwerungsgesetz <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=636&amp;id=180&amp;plz_abstimmung=10439" target="_new">beschlossen</a>. Das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten der SPD und der Grünen ist nach meiner Meinung skandalös. Denn dieses Gesetz ist der vorläufige Höhepunkt einer Politik, die auf der Basis fehlerhafter Informationen, gezielter Falschmeldungen und Dikussionsverhinderung durch emotiale Themen, Freiheit einschränkt. Diese Freiheit ist aber das Fundament unserer Gesellschaft. Auf dem Rücken von Kindern und verängstigten Bürgern beschliesst die große Koalition Schritt für Schritt Gesetze, die die Lebensadern einer demokatrischen Gesellschaft veröden lassen.</p>
<p>Offensichtlich starren die meisten gewählten Volksvertreter auf die Massenmedien wie das Kaninchen auf die Schlange. Jede Äußerung, die in den Medien wenigstens missverständlich transportiert werden könnte wird vermieden. Zuletzt war diese Angst der ausschlaggebene Punkt, weshalb auf dem Parteitag der SPD ein <a href="http://www.unpolitik.de/2009/06/15/honi-soit/" target="_new">Initiativantrag gegen Internet-Sperren</a> nicht beschlossen wurde. Damit ist deutlich, dass diese Politiker bereits Selbstzensur üben.</p>
<p>Ich hielt Politiker noch nie für besonders klug (hey, ich bin 5 km westlich von Westberlin aufgewachsen) und ich hielt Politiker noch nie für besonders ehrlich (von Albrecht bis Ulbricht). Aber Politiker dürfen nach meiner Meinung keine Feiglinge sein.</p>
<p>Heute gab <a href="http://www.tauss.de/" target="_new">Jörg Tauss</a> auf der Demo gegen das Zensurgesetz seinen Austritt aus der SPD und seinen baldigen Eintritt bei der <a href="http://piratenpartei.net/">Piratenpartei</a> bekannt. Diesen Schritt finde ich mutig. Natürlich kann man sagen, dass seine Karriere in der SPD durch die jüngsten Ereignisse sowieso beendet war. Man kann auch sagen, dass die Piratenpartei nur eine Spasspartei sei. Aber Tauss stellt sich der Öffentlichkeit und lässt sich von der Presse nicht diffamieren. Er kann für alle Zeit damit rechnen, dass er sich in jedem Interview mit den Vorwürfen gegen ihn auseinandersetzen muss. Es wäre nur verständlich gewesen, wenn er sich aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Andere Abgeordnete wie beispielsweise Frau Griefhahn, die der Abstimmung einfach ferngeblieben sind hätten sich irgendeinen ruhigen Posten bei einer Parteistiftung gesucht und so den Rest ihres Lebens verbracht.</p>
<p><strong>Weil er weiter sein Gesicht zeigt und Stellung bezieht, wo die meisten anderen nur den Kopf einziehen, habe ich heute den <a href="http://ich.waehlepiraten.de/" target="_new">Unterstützungsantrag der Piraten</a> ausgefüllt und werde ich bei den nächsten Wahlen die Piratenpartei wählen.</strong></p>
<p><strong>[Update]</strong>Hier gibt es ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Fn2At6NAg3w" target="_new">Interview mit Tauss</a>, dem neuen Piraten<strong>[/Update]</strong></p>
<div><strong><br />
</strong></div>
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