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	<title>qrios &#187; troll</title>
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	<description>IT ist kurios!</description>
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		<title>warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird</title>
		<link>http://qrios.de/2009/09/a-blogger-sind-auch-nur-trolle/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 14:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[a-blogger]]></category>
		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>
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		<description><![CDATA[Für einen Augenblick sah es nach der Demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (&#8216;A-Blogger&#8216;) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen Augenblick sah es nach der Demo &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (&#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/A-Blogger">A-Blogger</a>&#8216;) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die Massenmedien gebracht.</p>
<p><span style="background-color: #ffffff;">Schon weniger als eine Woche später gibt es nur noch Gülle und Giftspritzen. Der Anlass ist ein Interview  den der stellvertretende Vorsitzende der Partei der &#8216;Jungen Freiheit&#8217; gegeben hat. Ein Blatt, dass mir auch schon mal im Zusammenhang mit irgendeinem Skandal über den Weg gelaufen war, dessen Namen ich gleich wieder vergessen hatte. Vielleicht weil er mich zu sehr an die Junge Welt erinnerte. Der Inhalt des Interviews, ist ungetadelt und spielt bei der gesamten Diskussion offensichtlich keine Rolle.</span></p>
<p><span style="background-color: #ffffff;"><span id="more-10"></span></span></p>
<p>Kern der Kritik von allen Seiten ist die Tatsache, dass ein Pirat in Verantwortung politisch so naiv sei, dass er nicht wüsste, wer die Junge Freiheit ist und sich erst im Nachhinein informiert.</p>
<p><strong>Leimspur</strong></p>
<p>Frédéric Valin surft sich bei Spreeblick – geschmiert mit Kampagnengleitgel mit Moralingeschmack – auf einer Welle von Kommentaren zu der These, die Piraten hätten keine Werte. Und mit dieser Einstellung würden sie &#8211; politisch blind &#8211; in die Fußstapfen von <a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/15/piraten-auf-kurssuche/">von Papen</a> treten. Ihre Wertelosigkeit ebnet nach seiner Meinung den Rechten den Weg in die Parlamente. Starker Tobak. Klar, dass die Piraten darauf empfindlich reagieren.</p>
<p>In einem Kommentar fordert <span style="background-color: #ffffff;">Frédéric daher auch eine Wertedebatte (hierzu: <a href="http://qrios.de/2009/09/18/deutungshoheit-meinungsfuhrerschaft/">warum werte wertlos sind</a>) in der Partei, da sie ansonsten ein &#8220;digitaler Kleingärtnerverein oder eine FDP für Mac-Besitzer&#8221; bleiben würden (was nicht einer gewissen Komik entbehrt, da die Blogosphäre für ihre Mac-Affinität bekannt ist). </span></p>
<p>Es handelt sich nicht um den ersten Ausfall des Spreeblicks gegen die Piraten. Schon bei der Frage ob vermeintliche Holocaustleugner aus der Partei ausgeschlossen werden sollten, führte Spreeblick die Debatte an. Mit väterlichem Timbre schreibt Johnny Haeusler unter dem despektierlichem Titel &#8216;Meinungsfreibeuter&#8217;: &#8220;… <a href="http://www.spreeblick.com/2009/07/07/meinungsfreibeuter/">ich verstehe, wie schwer es ist, sich mit etwas komplizierteren Geschichten auseinanderzusetzen</a> …&#8221;.</p>
<p>Aber auch andere Gallionsfiguren des deutschen Webs erklären gefragt oder ungefragt ihre ablehnende Position zu den Piraten. Zuletzt geschehen durch <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_5430655.html?id=640961&amp;autoplay=true">Sascha Lobo bei N24</a>, der zuvor als Internet-Guru tituliert wurde (wogegen er sich zu recht gewehrt hat). Miss Sophie führt auch die Sippenhaftung ein, indem sie betont, dass individuelle Meinungen von <a href="http://miss-sophie.eu/2009/07/07/erstaunt-erschrocken-erschuttert/">Parteimitgliedern nicht zu trennen seien von der Parteimeinung</a> selbst. Von der Twitteuse Julia Seeliger mal ganz abgesehen, die nun als <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/wir-glauben-an-die-fuenf-prozent/">Undercover-Grüne für die taz</a> schreibt und dabei wieder beweist, dass sie aus berechtigten Gründen nicht zur Riege der A-Blogger gehört.</p>
<p><strong>Was treibt also die Speerspitze des deutschen Internets?</strong></p>
<p>Um diese Frage zu beantworten muss man sich eines klar machen: die oberste Liga der deutschen Blogosphäre sind keine Nerds! Denn nach Wiki ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd">Definition eines Nerds</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Nerd</strong> [<span style="font-family: Quivira, Code2000, Sun-ExtA, 'DejaVu Sans', Gentium, 'Arial Unicode MS', 'Lucida Sans Unicode', sans-serif;"><a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Liste der IPA-Zeichen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen">nɜːd</a></span>] (<a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Englische Sprache" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache">engl.</a> für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher <a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Intelligenzquotient" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzquotient">Intelligenzquotient</a> (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt.</p></blockquote>
<p>Die A-Blogger sind mehrheitlich verwurzelt im Medienbereich, in der Werbung und in der Kunst. Sie verdienen ihr Geld in den meisten Fällen mit dem Schreiben von Texten für On- und Offline. Ihr Geschäft ist es, sich selbst zu vermarkten. Alle Eigenschaften eines Nerds &#8211; bis hin zu dem IQ &#8211; sind dabei nur hinderlich. Das ist auch der Grund, warum sich ihr <a href="http://www.internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a> nur um ihre Welt dreht. Es tauchen darin weder Games auf, noch Software oder Open Source.</p>
<p>Die Piratenpartei wird demgegenüber zu einem großen Teil von echten Nerds getragen. Leuten, die an ihrem Webserver rumschrauben, weil es ihnen Spass macht. Leuten, die lieber vi benutzen als Keynote. Leuten, die ihr Handy hacken weil sie dabei etwas lernen, nicht weil es cool ist. Es gibt selbstverständlich auch Journalisten, die Piraten sind. Die Parteibasis wird aber von technikaffinen Menschen getragen. (Alles natürlich nur meine Vermutung, da ich noch keine Analyse der Mitgliederstruktur gesehen habe.)</p>
<p>Die Infrastruktur wird also von den Piraten bereitgestellt und von den A-Bloggern genutzt. Für die Nerds besteht der Wert des Netzes im Netz selbst. Für die A-Blogger besteht der Wert des Netzes in ihnen selbst. Für einen A-Blogger ist das <em>Netz an sich</em> vollkommen wertlos. Erst durch sein Tun entsteht ein ideeller Wert. Er überlädt das Netz gewissermassen.</p>
<p>Selbstverständlich ist die Gruppe der A-Blogger keine homogene Gruppe. Sie ist auch untereinander extrem streitlustig. Sehr schön ist das zu sehen an der Diskussion um adnation oder um die Vodafone-Kampagne. Sie stehen natürlich permanent in Konkurrenz zueinander.</p>
<p><strong>Die A-Blogger sind geschickt getarnte Trolle</strong></p>
<blockquote><p><span style="font-family: sans-serif;">In einem <a style="text-decoration: none; color: #002bb8; background-image: none; background-repeat: initial; background-attachment: initial; background-color: initial; background-position: initial initial;" title="Internet" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet">Internet</a>-Medium wird ein Autor als <strong>Troll</strong> bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt, sondern der vor allem das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein.</span></p></blockquote>
<p>Das ist die Wiki-Definition eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)">Trolls</a>. Und genau das ist es, was die A-Blogger machen. Es geht ihnen nicht darum, die Piratenpartei zu schädigen oder sie &#8211; in ihrem Sinne &#8211; zu verbessern. Es geht lediglich darum, möglichst viele User auf ihre Seiten zu locken und möglichst viele Kommentare und Backlinks zu bekommen.</p>
<p>A-Blogger sind das Pendent zu dem rechten Radiomoderator in den Staaten. Das klingt vielleicht etwas seltsam, da man den deutschen A-Bloggern ja nicht vorwerfen könnte, sie wären rechts. Insbesondere, da ja ein permanenter Entzündungsherd eben der Umgang der Piratenpartei mit der Positionsbestimmung in der politischen Topologie ist.</p>
<p>Einer von den 16 reichweitenstärksten Radio-Moderatoren (der 16.) in den USA ist links alle anderen muss man als (ultra)konservativ bezeichnen (DLF). Vordergründig müsste man also meinen, dass &#8211; zumindest bei der radiohörenden &#8211; amerikanischen Bevölkerung 15 von 16 erzkonservativem Gedankengut anhängen. Die Wahlen zeigen, dass dem nicht so sein kann. Warum also dieses Ungleichgewicht? Ein liberaler Zuhörer wird einfach durch rechte Thesen viel mehr provoziert. Der Moderator bringt sich so ins Gespräch. Immer nach dem Motto: Hast Du gehört, was XY wieder gesagt hat?</p>
<p>Wie lässt sich eine möglichst große Leserschaft im Netz momentan mehr motivieren, als durch Piratenbeschimpfung? Gar nicht. Jeder Artikel mit dem Tenor &#8220;<strong>Piraten sind $verunglimpfende_Beschreibung, deswegen unwählbar</strong>&#8221; verspricht einen Sturm der Entrüstung. Dabei zeigt sich, dass die eher liberalen Piraten und Sympathisanten auf  $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;rechtsblind&#8217;, &#8216;rechtslastig&#8217;, &#8216;rechts&#8217;) signifikant stärker reagieren als auf $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;frauenfeindlich&#8217;, &#8216;chauvinistisch&#8217;, &#8216;gegen Abtreibung&#8217;) oder $verunglimpfende_Beschreibung = (&#8216;die neuen Grünen&#8217;).</p>
<p><strong>Und nun?</strong></p>
<p>Zuerst muss man sich vor Augen halten, dass die A-Blogger kaum verankert sind in dem was man eigentlich als engagierte deutsche Netz-Community bezeichnen kann. Die Verbindungen zum CCC sind marginal. Im AK-Vorrat ist offensichtlich niemand von ihnen aktiv. Die Petition gegen die Internet-Sperren wurde von anderen eingereicht. Dann muss man beachten, dass der Radius der Blogosphäre im Vergleich zu dem des Gesamtangebotes an Online-Inhalten um Dimensionen kleiner ist. Der typische Surfer geht auf GZSZ, Bild, Spiegel-Online und Kicker. Spreeblick kennt er nicht und Sascha Lobo ist für ihn ein Kunstprodukt, da ist er sich sicher (bei Horst Schlämmer ist er sich da nicht mehr so sicher).</p>
<p>Solange die Blogosphäre in der Nische existiert, wird sich auch an der Beschimpfung der Piratenpartei nichts ändern. Konstruktive Kritik oder gar Mitarbeit bringen eben viel weniger Traffic auf die Site. Es würde sich auch nichts ändern, wenn die Piratenpartei in die Parlamente einzieht. Selbst ein Gremium in der Piratenpartei, dass alle Aussagen und Handlungen unterbinden würde, die möglicherweise kritisiert werden könnten, würde nichts daran ändern.</p>
<p>Nur die Piraten selbst und ihre Anhänger könnten daran was ändern:</p>
<p><strong>sudo</strong> <strong>echo &#8220;127.0.0.1 $A_Blogger_Domain&#8221; &gt;&gt; /etc/hosts</strong></p>
<p>ps: mspro hat es aus einer anderen Sicht betrachtet. <a href="http://mspr0.de/?p=891">Das kann er und macht es sehr gut</a>, aber das ist auch kein Wunder, da er sich schon des öfteren mit seiner Stimme sehr differenziert und radikal von dem Chor abgehoben hat.</p>
<p><strong>[Update] Ich bin kein Pirat! [/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update] </strong>Unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.ennomane.de/2009/09/18/piratenabenteuer-die-durchwatung-des-braunen-sumpfes/">Piratenabenteuer: Die Durchwatung des braunen Sumpfes</a>&#8221; schreibt die ennomane &#8220;&#8230; Man sollte den Shitstorm, der gerade läuft, als das sehen, was er ist: Als Kampagne der politischen Gegner unter Ausnutzung eines Verstoßes gegen die Political Correctness.&#8221;<strong> [/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update] </strong>Das geschätzte law blog verkürzt diesen Artikel auf die Aussage, er würde A-Bloggern einen mangelnden IQ unterstellen. Was merkwürdig ist, da der Intelligenzquotient ja eine relative Größe ist und die Definition eines Nerds, diesem einen überdurchschnittlichen IQ zuschreibt. In der Wiki-Definition für A-Blogger konnte ich diese Zuschreibung nicht finden.<span style="background-color: #ffffff;"><strong> [/Update]</strong></span></p>
<p><span style="background-color: #ffffff;"><strong>[Update] </strong><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b448ce24">Fefe meint</a>: &#8220;Es ist eine Schande, dass das (Fragen, die mal gestellt werden mußten) vor der Jungen Freiheit kein Journalist getan hat.&#8221;<strong> [/Update]</strong></span></p>
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