<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>qrios &#187; android</title>
	<atom:link href="http://qrios.de/tag/android/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://qrios.de</link>
	<description>IT ist kurios!</description>
	<lastBuildDate>Sun, 30 Oct 2022 12:57:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>en-US</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.2</generator>
		<item>
		<title>Abgehakt: Adobe ✔</title>
		<link>http://qrios.de/2012/07/abgehakt-adobe/</link>
		<comments>http://qrios.de/2012/07/abgehakt-adobe/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2012 12:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[code]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>
		<category><![CDATA[adobe]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[flash]]></category>
		<category><![CDATA[ios]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.de/?p=1254</guid>
		<description><![CDATA[Vor über zwei Jahren hatte Adobe eine Warnung an seine Aktionäre ausgegeben, dass ihnen Apple das Leben schwer machen würde und sie damit mit Risiken für ihr Geschäft rechnen. Das hatten sie drei Jahre nach dem Erscheinen des iPhones und wenige Monate nach Launch des iPad getan. Dabei war von vornherein klar, dass es kein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://qrios.de/2010/04/adobe-r-i-p/">Vor über zwei Jahren hatte Adobe eine Warnung an seine Aktionäre ausgegeben</a>, dass ihnen Apple das Leben schwer machen würde und sie damit mit Risiken für ihr Geschäft rechnen. Das hatten sie drei Jahre nach dem Erscheinen des iPhones und wenige Monate nach Launch des iPad getan. Dabei war von vornherein klar, dass es kein Flash auf mobilen Geräten geben würde. Nicht nur weil Apple als Zugpferd der Touchbranche, es nicht gestattete, sondern weil es schlicht und einfach nie funktionieren würde. </p>
<p>Dabei besteht das Problem von Flash auf Touchgeräten nicht mal nur in Fixierung des gesamten Systems auf Maus und Maus-Cursor, die es eben auf einem Touch-Screen nicht gibt, sondern in der absoluten Trotteligkeit von mindestens 95% aller &#8220;Flasher&#8221;. Spricht man mit solchen Leuten, stellt man fest, dass diese sich sehr oft gar nicht als Programmierer begreifen, sondern eher als Kreative für Animation. Die Entwicklungsumgebung für Flash zieht offensichtlich viele Leute an, die eigentlich gerne mit Maya oder ähnlichem gearbeitet hätten, denen aber das notwendige Vorstellungsvermögen für die z-Achse fehlt. Einzig Ebenen übereinanderlegen und gegeneinander verschieben können die meisten.</p>
<p>Diese Beobachtung ist sicher subjektiv. Sie spiegelt aber sogar die Adobe-eigene Wahrnehmung wieder: schon 2008 <a href="http://qrios.de/2008/09/inside-out-oder-warum-flash-nur-so-gut-ist-wie-die-flashentwickler-aus-dem-google-cache/">kotzte sich einer der Chefentwickler von Flash über die &#8220;Flasher&#8221; aus</a>.</p>
<p><a href="http://www.golem.de/news/adobe-kein-flash-player-fuer-android-4-1-1206-92848.html">Mit der Ankündigung der Aufkündigung von Flash für Android</a> verabschiedet sich Adobe nun aus dem (Web-)Mobilmarkt. Weder für iOS noch für Android noch für Windows Phone oder Blackberry wird es Flash geben. Zwar haben Entwickler nach wie vor die Möglichkeit, Flash für die App-Entwicklung zu benutzen. Bis auf einige wenige Games findet dieser Weg keine Anhänger. Denn die Nutzer mögen keine seltsam aussehenden Apps.</p>
<p>Damit geht der letzte Akt in einem elenden Kapitel des Web zu Ende. Es begann Mitte der neunziger als der Netscape Navigator 2.0 mit der PlugIn-Schnittstelle veröffentlicht wurde. Jede Wald-und-Wiesen-Softwarebude brachte damals PlugIns für irgendwelche proprietären Formate raus. Mit dabei war Macromedia mit einem sehr erfolgreichen PlugIn für Shockwave Director. Eine kleine Firma entwickelt FutureSplash. Es ist einfach zu bedienen und lässt die Herzen der Animateure und derer Kunden schneller schlagen. Microsoft launcht auf dieser Basis die MSN-Zentrale. Damals hatten Compuserve und AOL noch statische Portale. </p>
<p>Microsoft hatte es damals allerdings versäumt, die Firma FutureWave zu kaufen. Statt dessen hat Macromedia zugegriffen, die dann später von Adobe gekauft wurden. Schon 1996 war allerdings klar, dass die Idee der PlugIns eigentlich eine dumme war. Für die Darstellung von PDFs bot ein Browser keinen Zusatznutzen sondern restriktierte den User nur unnötigerweise. Nur Audio und Videos liessen sich wegen Lizenzen und Codecs nicht ohne unter das Volk bringen. </p>
<p>Mit dem Versuch aus dieser komfortablen Situation der Abhängigkeit der Nutzer von proprietären PlugIns, Kapital zu schlagen sind jedoch alle gescheitert. Real, Microsoft und nun auch Adobe. Sie hätten es wissen können.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2012/07/abgehakt-adobe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Honeycomb und Galaxy 10&#8243; macht keine gute Figur</title>
		<link>http://qrios.de/2011/02/honeycomb-und-galaxy-10-macht-keine-gute-figur/</link>
		<comments>http://qrios.de/2011/02/honeycomb-und-galaxy-10-macht-keine-gute-figur/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 13:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[galaxy]]></category>
		<category><![CDATA[honeycomb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.de/?p=771</guid>
		<description><![CDATA[Auf dem MWC in Barcelona gibt es offensichtlich das Galaxy Tab von Samsung in der 10&#8243;-Variante unter Honeycomb zu bestaunen. Auf die Wired-Leute macht beides wohl keinen guten Eindruck: &#8220;A Plastic Toy With a Gorgeous Screen&#8220;. Weiter heisst es unter anderem, dass Honeycomb soweit von iOS weg wäre, wie man sich nur vorstellen kann und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem MWC in Barcelona gibt es offensichtlich das Galaxy Tab von Samsung in der 10&#8243;-Variante unter Honeycomb zu bestaunen. Auf die Wired-Leute macht beides wohl keinen guten Eindruck: &#8220;<a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2011/02/samsung-galaxy-tab-10-1-hands-on-a-plastic-toy-with-a-gorgeous-screen/">A Plastic Toy With a Gorgeous Screen</a>&#8220;. Weiter heisst es unter anderem, dass Honeycomb soweit von iOS weg wäre, wie man sich nur vorstellen kann und eher an Windows XP erinnert. Die Bedienung funktioniert allerdings genauso flott wie man es erwarten kann.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2011/02/honeycomb-und-galaxy-10-macht-keine-gute-figur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Google nimmt den Fehdehandschuh auf</title>
		<link>http://qrios.de/2011/01/google-h264-webm/</link>
		<comments>http://qrios.de/2011/01/google-h264-webm/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 04:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[code]]></category>
		<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>
		<category><![CDATA[adobe]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[flash]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[h.264]]></category>
		<category><![CDATA[html5]]></category>
		<category><![CDATA[webm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.de/?p=666</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem Apple recht offensichtlich (und dumm) Google angreift (siehe Voice-App und weiteres) nimmt Google jetzt den Fehdehandschuh auf. Mit der Ankündigung in naher Zeit den H.264-Support aus Chrome zu entfernen stellt sich Google erstmals offen gegen Apple. Mit einem Browser-Marktanteil von rund 10% (12+% in den Staaten) hat Chrome eine Verbreitung erreicht, die für Site-Betreiber [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Apple recht offensichtlich (und dumm) Google angreift (siehe Voice-App und weiteres) nimmt Google jetzt den Fehdehandschuh auf. Mit der <a href="http://blog.chromium.org/2011/01/html-video-codec-support-in-chrome.html">Ankündigung in naher Zeit den H.264-Support aus Chrome zu entfernen</a> stellt sich Google erstmals offen gegen Apple.</p>
<p>Mit einem Browser-Marktanteil von rund 10% (<a href="http://www.golem.de/1101/80482.html">12+% in den Staaten</a>) hat Chrome eine Verbreitung erreicht, die für Site-Betreiber relevant ist. Wenn dieser Browser in Zukunft die derzeit einzige Alternative zu Flash-Videos nicht mehr unterstützt müssen sich Sitebetreiber eine Alternative überlegen. Die Lösung wird für die meisten sicher nicht darin bestehen, alle Videos zusätzlich als WebM-Video anzubieten. Wer diesen Aufwand scheut wird wieder bei Flash landen. Die Massage von Google richtet sich also an die ZDFs und BBCs der Welt und lautet: &#8220;Hört auf, eure Flash-Player durch HTML5-Player zu ersetzen.&#8221;</p>
<p>Es gibt <a href="http://praegnanz.de/html5video/">inzwischen vernünftige Browserweichen</a>, die den iOS-Usern den Video-Tag mit H.264 geben und anderen den Flash-Player einspielen. In Zukunft werden diese Weichen eine weitere Regel abfragen: if(USERAGENT.indexOf(&#8216;Chrome&#8217;) != -1) ladeFlashPlayer();</p>
<p>Eine schlechte Nachricht für das Netz, für Chrome-User und für Android-User. Und ein neues Zeichen (nach der Ankündigung eines Tablet-only Android 3), dass Google keine langfristige Strategie hat.</p>
<p><strong>[Update]</strong> Google fühlt sich offensichtlich nach der massiven Kritik (u.a. <a href="http://daringfireball.net/2011/01/practical_vs_idealistic">daring fireball</a> und <a href="http://www.zdnet.com/blog/burnette/chrome-users-are-the-latest-casualty-in-googles-crusade-against-apple/2158">zdnet</a>) genötigt, sich <a href="http://blog.chromium.org/2011/01/more-about-chrome-html-video-codec.html">näher zu erklären</a>. Ausserdem kündigen sie (in einem Update der Erklärung) an, für Safari und Explorer WebM-Plugins anzubieten. Mit Hilfe von &#8216;canPlayType&#8217; (JS-Funktion, die z.B. bei der Frage canPlayType(&#8216;[mime-type];[codec="codec-string"]&#8216;) z.B. den Wert &#8216;maybe&#8217; oder &#8216;probably&#8217; zurückgibt) sollen dann auch diese Browser WebM abspielen können. Allerdings ist dies nach meiner Meinung keine optimale Lösung, da die meisten Browserweichen wahrscheinlich eher nach Browser/OS entscheiden werden, welche Video-Player-Lösung ausgeliefert wird. Ausserdem würde mich sehr wundern, wenn über die Plugin-Schnittstelle dieser Part des Browsers ohne weiteres angesprochen werden kann.</p>
<p>Irgendwie scheint sich meine Vermutung, Google hätte keine langfristige Strategie, zu bestätigen. Offensichtlich haben sie nicht mit so einem Sturm der Entrüstung gerechnet und versuchen jetzt die Wogen zu glätten. <strong>[/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update2]</strong> Unter dem Titel &#8220;<a href="http://antimatter15.com/wp/2011/01/the-ambiguity-of-open-and-vp8-vs-h-264/">The Ambiguity of &#8216;Open&#8217; and VP8 vs. H.264</a>&#8221; ist ein ausgezeichneter Artikel über die Plug-In-Frage erschienen. Besonders interessant sind die Ausführungen über die Erweiterungsmöglichkeiten von Firefox, Chrome und Opera vs. Safari und IE9. Erstere spielen Videos über eigene Decoder ab, letztere handeln den video-Tag über die OS-eigenen und vor allem erweiterbare Decoder ab. <strong>[/Update2]</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2011/01/google-h264-webm/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>vom 2g zum g2: ein vollkommen nutzloser erfahrungsbericht</title>
		<link>http://qrios.de/2010/04/vom-2g-zum-g2-ein-vollkommen-nutzloser-erfahrungsbericht/</link>
		<comments>http://qrios.de/2010/04/vom-2g-zum-g2-ein-vollkommen-nutzloser-erfahrungsbericht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 12:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[iphone]]></category>
		<category><![CDATA[ui]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.wordpress.com/?p=448</guid>
		<description><![CDATA[Berichte über Gadgets leben von der Aktualität. Die beschriebenen Geräte sollten neu sein, sehr neu. Möglichst sollte kein anderer Leser ein solches Gerät auch nur im RL gesehen haben. Ein Erfahrungsbericht über ein G2 ist sechs Monate nach Verfügbarkeit in Deutschland eigentlich nutzlos. Trotzdem: Der vollkommen subjektive Erfahrungsbericht über den Switch vom iPhone 2G zum [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Berichte über Gadgets leben von der Aktualität. Die beschriebenen Geräte sollten neu sein, sehr neu. Möglichst sollte kein anderer Leser ein solches Gerät auch nur im RL gesehen haben. Ein Erfahrungsbericht über ein G2 ist sechs Monate nach Verfügbarkeit in Deutschland eigentlich nutzlos. Trotzdem:</p>
<p><strong>Der vollkommen subjektive Erfahrungsbericht über den Switch vom iPhone 2G zum G2 Android von T-Mobile</strong></p>
<p><strong><span id="more-448"></span><br />
</strong></p>
<p>Am 1. April kurz vorm Mittagessen landete auf meinem Schreibtisch mein neues Firmenhandy. Als eingefleischter iPhone-User mit Developer-Account musste ich mehrfach in den Bestellprozess eingreifen, denn es schlich sich immer wieder ein iPhone in die Bestellliste. Und tatsächlich hätte ich seit der Ankündigung des 3G sehr gerne ein solches mein Eigen genannt. Insbesondere die elend langsame Netzverbindung meines Providers in der Stadt (nur GPRS, EDGE ist nur in der Pampa verfügbar) war ein ständiges Ärgernis.</p>
<p>Ein vollkommen absurder Grund führte mich jedoch letztlich überhaupt zu dem Gedanken &#8216;ich kaufe ein anderes Gerät&#8217;: <strong>ICH HASSE WEISSE KOPFHÖRER!</strong> Ich habe keine Lust als Apple-Werbe-Litfaßsäule durch die Stadt zu laufen. Und alle meine (teuren) Versuche mit Bügelkopfhörern oder In-Ear-Lösungen finde ich entweder unpraktikabel oder nicht angenehm. Alle Anläufe, einen iPhone-Kopfhörer in schwarz zu bekommen sind gescheitert.</p>
<p>Die ersten Schritte mit dem G2 liessen Hoffnung aufkeimen. Nach nur sechs Minuten hatte ich den ersten Tweet abgesetzt:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-450" title="Bildschirmfoto 2010-04-04 um 12.15.33" src="http://qrios.de/wp-content/uploads/bildschirmfoto-2010-04-04-um-12-15-331.png" alt="" width="577" height="247" /></p>
<p>Erst einen Tag später musste ich feststellen, dass ich dazu noch nicht einmal eine externe Twitter.app hätte installieren müssen, da twitter und facebook on Board sind.</p>
<p>Nach dieser positiven Erfahrung mit dem Android-Store kam es allerdings knüppelhart. Drei meiner meistgenutzten fünf Funktionen versperrten sich meiner Nutzungserfahrung vollkommen: Telefon, Medienplayer und die Synchronisierung.</p>
<p>1. Das <strong>Telefon</strong> in Kombination mit der Kontaktverwaltung vom G2/Android ist schlicht und ergreifend nicht zu benutzen. Was bei Android euphemistisch &#8216;Smart-Dialing&#8217; heisst, hätte ich sicher toll gefunden, wenn mein vorheriges Telefon ein PT11 gewesen wäre. Aber, wenn man zuvor ein iPhone benutzt hat muss die 9er-Zifferntastatur mit Buchstabenbelegung einem Knoten ins Hirn machen. Jedes mal, wenn ich jemanden anrufen möchte suche ich verzweifelt nach einem Eingabefeld mit einer normalen QWERTZ-Tastatur. Der UIler, der auf diese bescheuerte Idee gekommen ist, findet auch die Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn mit der ABC-Tastatur super. Selbst, wenn es sich dabei nur um die Default-Einstellung handeln würde und man die Tastatur irgendwo umschalten könnte, müsste man den verantwortlichen UIler umgehend aus der Partei ausschliessen.</p>
<p>Andere Malessen kann man ob dieses epic fail fast übersehen. Bestehende Kontakte zu bearbeiten, gestaltet sich als Klickhürdenlauf. In der Standardansicht kann ich zwar mit einem Wisch scrollen, der Fast-Scroll-Knopf durchs Alphabet erscheint in dieser Ansicht jedoch nicht. Dazu muss man erst auf den Fav-Button rechts unten klicken und dann auf den Button für die normale Liste. &#8216;Fast&#8217; ist etwas anderes. Es versteht sich bei soviel Benutzungsunfreundlichkeit ja schon fast von selbst, dass man in der Favoritenliste mehr als einen Klick benötigt, die Standardaktion auszuführen oder Kontaktdetails anzusehen oder gar zu ändern.</p>
<p>2. Als begeisterter Podcast-Hörer steht der <strong>Medienplayer</strong> jetzt vor der Aufgabe, die Scharten der Telefonfunktion auszuwetzen. Allein ihm fehlt jeder Ehrgeiz dazu. Ihm fehlt überhaupt so einiges. Nein, ihm fehlt alles. Schon nach zehn Minuten Benutzung ist mir klar, dass eine Alternative aus dem App-Store her muss. Von einem Medienplayer mit integrierter Podcast-Funktion ist allerdings weit und breit nichts zu sehen. Daher probiere ich mein Glück mit MyPOD. Tut mir leid liebe mobilemacs-Macher. Ich war am Donnerstag dafür verantwortlich, dass euer letzter Podcast vier mal vom gleichen Gerät geladen wurde. Denn dieses Programm gestattet einem zwar einen Podcast zu abonnieren, verheimlicht dann jedoch, wie man diesen auch hören kann. Dafür bietet es jedoch eine Funktion, auf deren Notwendigkeit ich nie im Leben gekommen wäre: &#8216;Backgroundplayer&#8217;. Man kann einen Podcast im Vordergrund abspielen und einen anderen (oder den gleichen) im Hintergrund. Tolle Wurst. Sollte man es überhaupt geschafft haben, den Podcast abzuspielen, hat man sich hoffentlich Notizen gemacht, wie man dieses Feature gefunden hat, denn merken kann man sich dies frühestens nach dem zehnten Versuch – wenn überhaupt.</p>
<p>3. Nach so geballter Frustration bleibt kaum Hoffnung auf <strong>eine vernünftige Synchronisation</strong>. Zur Ehrenrettung von Android und Google muss ich allerdings zugeben, dass ich als MobileMe-Nutzer gewillt bin, für etwas zu zahlen, was Google leider selbst für Geld nicht anbietet. Ich möchte doch nur, dass Änderungen in meinem Adressbuch oder Kalender instantan auf meinem Telefon sind. Ich möchte dafür nicht in eine Web-Oberfläche gehen. Denn ich habe mein iCal und Adressbuch mit etlichen Services (anrufen über Telefonanlage, entgangene Anrufe in iCal anzeigen, etc.) aufgerüstet. Ein einziger Lichtblick bleibt: Man kann Musik selbst dann auf den Speicher transferieren wenn sie nicht nicht der Namenskonvention 8.3 folgen …</p>
<p>Zwei weitere meiner Use-Pattern für ein Telefon – Snapshots und Navigation – erfüllt das G2 – wie das iPhone – mehr schlecht als recht. Im Auslieferungszustand kann man beide benutzen. Allein ein gewisser Sex fehlt. Und natürlich fehlt Turn-by-Turn-Navigation. Damit kann ich allerdings leben, da ich meinen Orientierungssinn trotz zehn Jahren GPS-Nutzung erhalten konnte.</p>
<p>Abgesehen von den genannten Punkte lassen sich sehr viele Auffälligkeiten der Benutzung des G2 im Vergleich zu der des iPhone 2G so zusammenfassen: Während ich beim iPhone oft das Gefühl der Verwunderung hatte, weil etwas genau so funktioniert, wie ich es erwartet hätte ist es beim G2 exakt umgekehrt. Immer wieder stolpere ich über Kleinigkeiten und Inkonsistenzen. Beispiel gefällig: Man starte Maps, öffne das Menü, rufe Route auf. Es öffnet sich der bekannte Google-Maps-Dialog mit Startpunkt und Endpunkt als zwei Eingabefeldern. Intelligenterweise steht bereits &#8216;Mein Standort&#8217; im ersten Feld und der Cursor blinkt bereits im zweiten Feld in dem grauunterlegt &#8216;Endpunkt&#8217; steht. Trotz blinkendem Cursor erscheint jedoch keine Tastatur. Um diese zu öffnen muss man erst in das Feld klicken. Nach dem Klick erscheint zwar die Tastatur, &#8216;Endpunkt&#8217; verschwindet jedoch nicht.</p>
<ul>
<li>Auch die Hardware-Back-Taste verhält sich nicht zwingend wie erwartet. Dies muss man allerdings in den meisten Fällen den Entwicklern der Third-Party-Apps anlasten.</li>
<li>Nach einem Tag Nutzung und erheblichem Akku-Drain habe ich mich auf die Suche nach einem Kill-Switch für noch offene Apps gemacht und diesen umgehend installiert.</li>
<li>Keine Ahnung, warum eine Apps wie &#8216;Aktien&#8217; permanent läuft, oder wie ich sie deinstalliere oder wie ich Programme daran hindern kann, dass sie automatisch gestartet werden.</li>
<li>Keine Ahnung, warum beide Mailprogramme mich jetzt immer über eingegangene Google-Mails informieren müssen.</li>
<li>Keine Ahnung, warum ich keine Taste habe um das Telefon zu sperren, wenn ich jemanden angerufen habe.</li>
<li>Keine Ahnung, warum man keine Screenshots machen kann.</li>
<li>Keine Ahnung, warum die die Qualität der Fotos so schlecht sind.</li>
<li>Und vor allem: Keine Ahnung, WARUM ES KEINE REGELMÄßIGEN OS-UPDATES gibt. WTF?!</li>
</ul>
<p><strong>Mein trauriges Fazit</strong></p>
<p>Insbesondere der letzte Punkt stellt das größte Manko des G2 zum heutigen Zeitpunkt dar. Es ist leider unklar, ob HTC die Schuld trifft, oder ob hier wieder die Telekom den schwarzen Peter hat. Aber nach meiner Meinung ist es ein unhaltbarer Zustand, dass <a href="http://www.golem.de/1004/74184.html" target="_blank">es keinen vernünftigen Update-Zyklus gibt</a>. Denn im Gegensatz zum iPhone gibt es ja sogar einen besseren Update-Mechanismus für Android als beim iPhone: over the air. Wobei es so zu sein scheint, dass dabei Benutzereinstellungen verloren gehen (?!).</p>
<p>Obwohl meine obigen Ausführungen nicht so klingen, war ich vollkommen unvoreingenommen. Ja, ich war sogar bereit mehrere Augen zuzudrücken. Denn immerhin bin ich ja iPhone-trainiert. Ich war bereit, zu akzeptieren, dass viele Funktionen anders umgesetzt sind als beim iPhone. Schliesslich hat auch dieses Telefon etliche Schwächen und Inkonsistenzen. Ich bin allerdings nicht bereit, für jede ab und zu benutzte Funktion wieder neu zu lernen.</p>
<p><strong>Was bleibt</strong></p>
<p>Es bleibt in Zukunft ein G2 in meiner Tasche, dass ich nur ab und zu rausholen werde, wenn mein iPhone keinen Strom mehr hat oder ich eine exakte Positionsbestimmung brauche.</p>
<p>Und es bleibt ein weißer iPhone-Kopfhörer zu Hause, da der schwarze G2-Kopfhörer auch am iPhone funktioniert. Das hätte ich auch billiger haben können …</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2010/04/vom-2g-zum-g2-ein-vollkommen-nutzloser-erfahrungsbericht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>weniger ist mehr</title>
		<link>http://qrios.de/2009/11/weniger-ist-mehr/</link>
		<comments>http://qrios.de/2009/11/weniger-ist-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 15:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[iphone]]></category>
		<category><![CDATA[nokia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.wordpress.com/?p=193</guid>
		<description><![CDATA[Apple hat mit dem iPhone-UI der selbstgefälligen Mobile-Device-Branche die Harke gezeigt. Nach einem Jahrzehnt des Stillstands und unterirdischer Hard- und Softwarequalität hat Apple einen Markt besetzt, dessen Existenz zuvor keinem Analysten aufgefallen war: zufriedene Handy-Kunden. Die Zahlen über Apples Kundenzufriedenheit sprechen eine deutliche Sprache. Einen erheblichen Anteil an diesem Erfolg hat das User Interface des [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Apple hat mit dem iPhone-UI der selbstgefälligen Mobile-Device-Branche die Harke gezeigt. Nach einem Jahrzehnt des Stillstands und unterirdischer Hard- und Softwarequalität hat Apple einen Markt besetzt, dessen Existenz zuvor keinem Analysten aufgefallen war: zufriedene Handy-Kunden. Die <a href="http://www.fscklog.com/2009/10/sammelsurium-benutzte-objekte-im-finder-zeigen-find-my-iphone-direktzugriff-iphone-kunden-sehr-zufrieden-etc.html">Zahlen über Apples Kundenzufriedenheit</a> sprechen eine deutliche Sprache.</p>
<p><span id="more-193"></span></p>
<p>Einen erheblichen Anteil an diesem Erfolg hat das User Interface des iPhone OS. Mit leicht zu erlernenden Gesten können sich fast alle neuen User einen Blick in das Manual sparen. In jeder gut gefüllten Berliner Kneipe gibt es an jedem Abend mindestens eine private Vorführung der Funktionsweise des iPhones. Zusammen mit einer beispiellosen TV-Werbung, die gleichzeitig ein ausgezeichnet gemachtes User-Manual ist können die meisten Neukunden das iPhone schon bedienen, bevor sie es überhaupt jemals in der Hand halten.</p>
<p>Diesen Erfolg verdankt Apple einer immer wieder angewendeten Strategie: Investiere 100% deiner Ressourcen um die Hälfte der User-Erwartungen zu erfüllen. Die andere Hälfte dieser Erwartungen sollten auf jeden Fall ignoriert werden. Denn immer werden diese Nice-To-Have-Funktionen überdurchschnittliche Anstrengungen erfordern aber nur wenigen Usern wichtig sein. Im Zweifelsfall werden diese Nutzer einen Weg finden, die vermissten Features selbst nachzurüsten.</p>
<p>Beispiele für dieses Vorgehen finden sich dutzende: Time Machine funktioniert einfach so, aber verbietet eine Einstellung, der Backup-Frequenz, das iPhone beherrscht zwar Bluetooth, <a href="http://qrios.wordpress.com/2009/10/27/bluetooth-gps-am-iphone-2g-roqybt/">aber ganz normale GPS-Mäuse kann man nicht damit koppeln</a>, der iPod Touch hat zwar den Platz für eine Kamera, aber eingebaut ist sie &#8211; noch &#8211; nicht.</p>
<p>Aber obwohl Apple durch diese Strategie erhebliche Ressourcen spart und sich mit der Veröffentlichung sogar noch wesentlich mehr Zeit lässt als die Konkurrenten, ist es durchaus nicht so, dass die Qualität der Software aus Cupertino um Dimensionen besser wäre. Man schaue sich nur mal die unterschiedlichen Umsetzungen verschiedener iPhone-Programme an: teilweise fehlende Rotation-Unterstützung, <a href="http://wearytech.blogspot.com/2009/04/new-ui-paradigms.html">unterschiedliche Anordnung von Standard-Buttons</a>, <a href="http://www.neowin.net/news/main/09/07/31/apple-releases-iphone-firmware-301">sich vollfressende SMS-SQLite-db</a>.</p>

<a href='http://qrios.de/2009/11/weniger-ist-mehr/bildschirmfoto-2009-11-02-um-15-15-00/' title='Bildschirmfoto 2009-11-02 um 15.15.00'><img width="150" height="150" src="http://qrios.de/wp-content/uploads/bildschirmfoto-2009-11-02-um-15-15-00-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="UI-Element &#039;hinzufügen eines neuen Tabs&#039; in Mobile Safari unten links" /></a>
<a href='http://qrios.de/2009/11/weniger-ist-mehr/bildschirmfoto-2009-11-02-um-15-15-22/' title='Bildschirmfoto 2009-11-02 um 15.15.22'><img width="150" height="150" src="http://qrios.de/wp-content/uploads/bildschirmfoto-2009-11-02-um-15-15-22-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="UI-Element &#039;hinzufügen eines neuen Kontakts&#039; im Adressbuch oben rechts" /></a>

<p>&nbsp;</p>
<p>Im Gegensatz zu Google, Microsoft oder Nokia verwendet Apple offensichtlich jedoch erhebliche Anstrengungen auf das Polishing der Oberflächen. Dabei kommt ihnen eine Entscheidung zu gute, die bereits vor über 20 Jahren von Next unter Steve Jobs getroffen wurde: die Darstellung der graphischen Oberfläche erfolgt mittels Display PostScript. Apple hat diese Entscheidung auf der Basis von PDF als Quartz weitergeführt.</p>
<p>Es scheint Entwicklern in Cupertino strikt verboten, UI-Elemente zu entwerfen. Dies dürfte – neben den Launen von Steve Jobs – einer der wesentlichen Gründe sein, warum Apple immer signifikant länger für den Markteintritt braucht, als alle anderen. Grundlegende Änderungen am UI erfordern selbst bei optimaler MVC-Programmierung häufig aufwendige Modifikationen des Codes.</p>
<p>Diese Verspätungen sind allerdings kein Problem für Apple sondern immer öfter ein Vorteil. Jahrelang gab es MP3-Player. Nur hatte keiner der Hersteller wie Diamond sich Gedanken um die möglichst einfache Verwaltung der heimischen Musik gemacht. Mehr als fünf Jahre nach dem ersten Gerät kam iTunes raus und noch mal zwei Jahre später erschien der erste iPod. In der Zwischenzeit hat sich zwar ein Markt für MP3-Player gebildet, die Anbieter haben sich jedoch gegenseitig mit Featuritis überboten.</p>
<p>Das Spiel hat sich bei Telefonen noch viel drastischer wiederholt. Entsprechend zurückhaltend waren im Januar 2007 die Analystenmeinungen zum möglichen Erfolg des iPhones. Aus Sicht von Steve Ballmer konnte man daher auch nur <a href="http://www.youtube.com/watch?v=C5oGaZIKYvo">über das iPhone lachen</a>.</p>
<p>Für die Konkurrenten ergibt sich nach diesen Ausführungen eigentlich nur eine Erfolg versprechende Strategie: mach es wie Apple! Reduziere die Funktionen und konzentriere dich auf das Wesentliche. Wenn man gleichzeitig auf den visuellen Perfektionismus von Steve Jobs verzichtet wird man sogar früher im Markt sein und Apple nicht mehr das Feld überlassen müssen. Palm geht mit seinem webOS sogar schon in diese Richtung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2009/11/weniger-ist-mehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>iphone ist tot, es lebe android</title>
		<link>http://qrios.de/2009/09/iphone-ist-tot-es-lebe-android/</link>
		<comments>http://qrios.de/2009/09/iphone-ist-tot-es-lebe-android/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 16:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[iphone]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.wordpress.com/?p=111</guid>
		<description><![CDATA[Vor einer Woche hatte ich mehrere Stunden die Gelegenheit mit einem HTC Magic rumzuspielen. Gestern habe ich mir bei einem großen Händler noch mal einige Zeit genommen und nun steht mein Entschluss fest: ich wechsle vom iPhone zu HTC. Eigentlich wechsle ich jedoch eher von Apple zu Google. Mein erster Eindruck vom G1 war damals gelinde [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einer Woche hatte ich mehrere Stunden die Gelegenheit mit einem <a href="http://www.htc.com/de/product/magic/overview.html">HTC Magic</a> rumzuspielen. Gestern habe ich mir bei einem großen Händler noch mal einige Zeit genommen und nun steht mein Entschluss fest: ich wechsle vom iPhone zu HTC. <span style="background-color:#ffffff;">Eigentlich wechsle ich jedoch eher von Apple zu Google.</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Mein erster Eindruck vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G1">G1</a> war damals gelinde gesagt: erschrocken. Die Hardware war das schlechteste was ich in den letzten Jahren in der Hand hatte. Nur irgendein Blackberry, den mir Vodafone mal (Mitte 2005) mit leuchtenden Augen andrehen wollte war noch schlimmer. Das G1 war nach meiner Meinung nicht mehr und nicht weniger als ein Prototyp, der niemals das Labor hätte verlassen dürfen.</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Mit Android 1.6 und der hervorragenden Hardware des HTC Magic gibt es jetzt endlich einen würdigen Anwärter auf die offene Position des iPhone-Killers. Und dies obwohl die Featureliste sich in wenig bis nichts von der des iPhone 3GS unterscheidet.</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Die Liste der technischen Ausstattung birgt keinerlei Überraschung: Quadband, WLAN b/g, 3MPixel Cam, GPS, Bewegungssensor. Nicht neues, nichts aussergewöhnliches. Im Vergleich zum iPhone fehlt dem Magic momentan noch Multitouch. Zoom von Web-Seiten, Bildern oder Karten findet also mittels Lupen statt. Who cares? Der Strassenpreis mit 300 Euro ist akzeptabel und deutet lediglich an, dass in dem Preissegment von Apple kein Platz für andere ist.</span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;">Was also sollte mich als bekennenden Fan vom und Developer für das iPhone dazu bringen, die Plattform zu wechseln? Ganz einfach: Apple. <strong>Ich habe die Schnauze gestrichen voll von der analfixierten Art und Weise, wie Apple alle und jeden bevormundet.</strong></span></p>
<p><span style="background-color:#ffffff;"><strong><span id="more-111"></span></strong></span></p>
<p><strong>Von Apples Gnaden: Der User</strong></p>
<p>An erster Stelle in der Liste, der durch Apple Gegängelten stehen die Käufer der Produkte selbst. Sync nur mit iTunes. Aber bitte nicht irgendein iTunes, sondern immer die letzte Version. Damit die Nutzer auch ja in den Genuss der großartigen Neuerungen wie HTML-aufgehübschte Alben kommen oder sich mit Hilfe von Genius zu noch mehr Käufen hinreissen lassen. Ich bin sicher kein Verfechter von Acht.Drei-Verwaltung von Musik, aber manchmal wäre es sinnvoll, beliebige Daten einfach hin- und herzuschieben.</p>
<p>Zur Bindung der Geräte an einzelne Netzbetreiber fällt mir eigentlich nichts mehr ein. Nur soviel: Es bestand ursprünglich die Hoffnung, dass das iPhone das Oligopol der Mobilfunkanbieter durchbrechen würde. Immerhin war von vornherein klar, dass Apple ein Branding durch die Provider niemals akzeptieren würde. Und dieses Branding war für lange Jahre eins der größten Übel des Marktes. Immerhin hat sich Vodafone damit die Marke nachhaltig verbrannt. Inzwischen ist jedoch klar, dass das Branding nur ein Randphänomen ist. Das Hauptproblem ist und bleibt die Vertragsbindung mit all den seltsamen Effekten, wie sich automatisch verlängernde Verträge, Hürden beim Wechsel von Bestands in neue (bessere) Verträge und natürlich vollkommen intransparente Bedingungen. Von Roamingkosten ganz zu schweigen.</p>
<p>Apple hat mit der Politik der Providerbindung diese Marktumstände massiv gestärkt und am Leben erhalten. Alleine dafür gehört Apple schon gevierteilt.</p>
<p><strong>Von Apples Gnaden: Der Entwickler</strong></p>
<p>Als nächstes werden die Entwickler gegängelt. Kleine, fiese <a href="http://www.bitsundso.de/">Appstore-Zwerge</a> blockieren den Zugang zu potentiellen Nutzern durch intransparent Ablehnungen. Ein großer Teil der abschlägigen Bescheide wird dabei mit doppelter Funktion oder Verwirrung der Nutzer begründet. Zumindest der erstere Punkt ist an sich schon ein Fall für das Kartellamt. Denn hier wird von Apple ganz offen gesagt, &#8216;wir wollen keine Konkurrenz auf unserem eigenen Gerät haben&#8217;. Aber selbst der zweite Punkt ist mindestens seltsam, denn wenn man eines Software von Apple generell nicht unterstellen kann ist es, dass sie eine konsistente Benutzung hätten.</p>
<p>Eine weitere Gängelung der Entwickler besteht in der eingeschränkten Verfügbarkeit von Frameworks. Egal ob es sich um Zugriff auf die Google-Karten, die <a href="http://stackoverflow.com/questions/1010317/iphone-sdk-3-0-camera-access">Videokamera</a> oder <a href="http://blog.csdn.net/wuyu637/archive/2008/07/08/2624691.aspx">XSLT</a> handelt. Man kann als Entwickler eigentlich immer davon ausgehen, dass es irgendeine Bibliothek, die man gerne hätte nicht oder nur eingeschränkt gibt. Bestimmt geht es in der nächsten oder übernächsten OS-Version. Aber eben gerade nicht. Nicht, dass die Funktionen vom Gerät nicht unterstützt würden. Es ist nur so, dass die externen Entwickler nicht rankommen.</p>
<p>Unter diesen Bedingungen versteht es sich von selbst, dass der Entwickler nur die hauseigene Sprache verwenden darf. Man möge mich nicht falsch verstehen, ich benutze Objective-C seit Jahrzehnten und finde es eine ausgezeichnete Sprache, die mir wesentlich mehr liegt als C++ oder Java. Aber ich würde für viele (insbesondere kleinere) Projekte inzwischen lieber gerne Ruby oder XSLT verwenden.</p>
<p><strong>Von Apples Gnaden: Der Provider</strong></p>
<p>Selbst die Telcos werden gegängelt. Das mag paradox klingen, da ich ja oben deutlich ausgeführt habe, dass ich die Provider nicht für eine schützenswerte Gattung halte. Aber die harten Rahmenbedingungen der Verträge mit Apple verhindern innovative Pakete. Wenn Vodafone in Deutschland das iPhone für Bestandskunden aus anderen europäischen Ländern einführt um T-Mobile etwas von dem Hyperkuchen abzunehmen dann riskiert es in anderen Ländern Liebesentzug durch Apple. Letztendlich ist Apple dadurch mit Schuld, wenn sich dieser Markt nicht weiterentwickelt. Das Verbot von VoIP oder die katastrophale Situation in Bezug auf das Tethering durch die großen Telcos ist indirekt ein Effekt aus der Bündelung des iPhones an wenige Carrier.</p>
<p>Wenn Apple also jeden und alles kontrollieren möchte und sich nur auf massiven Druck zu kleinen Schritten in Richtung fairer Wettbewerb drängen lässt, dann müssen sie dies ohne mein Geld und meine Begeisterung tun. Ich wende mich jetzt mal dem Adroid SDK zu und werde meine Programme einfach an Kollegen und Freunde per Mail versenden, und sie hier zum Download bereitstellen.</p>
<p>Viel Spass noch und danke für den &gt;&lt;&lt;&lt;&lt;°&gt;!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2009/09/iphone-ist-tot-es-lebe-android/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>nokia und android [aus dem google-cache]</title>
		<link>http://qrios.de/2009/07/nokia-und-android-aus-dem-google-cache/</link>
		<comments>http://qrios.de/2009/07/nokia-und-android-aus-dem-google-cache/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 13:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[nokia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.wordpress.com/?p=43</guid>
		<description><![CDATA[Der guardian behauptet heute, das Nokia an einem Android-Phone arbeitet. Dies wurde umgehend von Nokia zdementiert. (Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen klingt dies jedoch anders.) Wenn man das Dementi mal ausser Acht lässt, ist diese Meldung eigentlich nicht überraschend. Es wäre vielmehr überraschend, wenn Nokia nicht an einem Android-Phone arbeiten würde. Denn Nokia müsste allein schon für die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der guardian behauptet heute, das <a href="http://www.guardian.co.uk/global/2009/jul/06/nokia-mobile-internet-phones">Nokia an einem Android-Phone arbeitet</a>. Dies wurde umgehend von Nokia <del datetime="2009-07-06T12:00:50+00:00">z</del>dementiert. (Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen klingt dies jedoch anders.) Wenn man das Dementi mal ausser Acht lässt, ist diese Meldung eigentlich nicht überraschend. Es wäre vielmehr überraschend, wenn <strong>Nokia nicht an einem Android-Phone arbeiten würde</strong>. Denn Nokia müsste allein schon für die interne Konkurrenzbeobachtung das Android-OS untersuchen.</p>
<p>Erstaunlich allerdings ist es, dass Nokia noch kein Android-Gerät am Markt hat. Denn der Smartphone-Markt wird momentan massiv durcheinander gewürfelt. Nach nur wenigen Wochen Verfügbarkeit der ersten Geräte hatte das Google-OS im vierten Quartal 2008 bereits 4% Marktanteil. Inzwischen gibt es von jedem großen Mobilfunkanbieter mindestens ein Gerät. Hinzu kommt der Druck von RIM und Apple. Mit dem WebOS des Palm Pre betritt ein weiteres OS den umkämpften und zukunftsträchtigen Markt der Smartphones.</p>
<p>In der Zwischenzeit ruht sich Nokia lieber auf fantastillionen von installierten Geräten aus. Redet sich mantramäßig ein, dass das Geld nicht mit Smartphones sondern mit <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15259/1.html">Wegwerf-Handys</a>gemacht wird. Wie allerdings Nokia auf 4 Jahre alten, dummen Geräten mittels Ovi Dienste anbieten und verkaufen wollen bleibt dabei nebulös.</p>
<p>Nokias einziger Wert ist die Marke. Und wenn Nokia sich nicht bald bewegt und Android-Geräte auf den Markt bringt wird dieser Wert dahinschmelzen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2009/07/nokia-und-android-aus-dem-google-cache/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>kleiner ausblick: appstore 2015 [aus dem google-cache]</title>
		<link>http://qrios.de/2008/10/kleiner-ausblick-appstore-2015-aus-dem-google-cache/</link>
		<comments>http://qrios.de/2008/10/kleiner-ausblick-appstore-2015-aus-dem-google-cache/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 13:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>qrios</dc:creator>
				<category><![CDATA[code]]></category>
		<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[iphone]]></category>
		<category><![CDATA[ms]]></category>
		<category><![CDATA[nokia]]></category>
		<category><![CDATA[rim]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://qrios.wordpress.com/?p=46</guid>
		<description><![CDATA[Apple hat ihn, Android hat ihn, bald hat ihn auch RIM und Nokia Microsoft auch: den AppStore. Da bleibt eigentlich nur die Frage, warum es so was nicht schon seit Jahrzehnten gibt. Denn was liegt näher, als sich die Software, die man braucht oder gerne hätte einfach über einen oder mehrere Kanäle zu kaufen und zu laden. O.K.! [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Apple hat ihn, <a href="http://freshzweinull.de/2008/08/android-appstore-nach-apple-vorbild/" target="_new">Android hat ihn</a>, <a href="http://www.heise.de/newsticker/RIM-kuendigt-neue-Vertriebswege-fuer-BlackBerry-Software-an--/meldung/117739" target="_new">bald</a> hat ihn auch RIM und <a href="http://www.symbian60.mobi/2008/07/15/download-versus-appstore/" target="_new"><del datetime="2008-10-22T16:24:29+00:00">Nokia</del></a> <a href="http://www.silicon.de/mobile/tkomm/0,39039016,39195565,00/microsoft+plant+app_store+fuer+windows+mobile.htm" target="_new">Microsoft</a> auch: den AppStore. Da bleibt eigentlich nur die Frage, warum es so was nicht schon seit Jahrzehnten gibt. Denn was liegt näher, als sich die Software, die man braucht oder gerne hätte einfach über einen oder mehrere Kanäle zu kaufen und zu laden.</p>
<p><span id="more-186"> </span></p>
<p>O.K.! Es wird also viele AppStores geben?</p>
<p>Selbstverständlich wird es viele AppStores geben. Für verschiedene Plattformen und für verschiedene Themen. Die Umsetzung wird manchmal einfach sein: Laden sie sich diese Zip-Datei herunter. Manchmal wird die Umsetzung eleganter sein: Testen sie dieses Programm jetzt eine Stunde. Und sicher wird in zehn Jahren ein großer Teil des Umsatzes in der Softwareindustrie über AppStores als Vertriebsweg erwirtschaftet.</p>
<p>Aber der eigentliche Punkt ist, dass ein AppStore eigentlich eine viel weitreichendere Möglichkeit bietet: systemübergreifender Vertrieb von Software.</p>
<p>Mit dem Aufkommen von WebKit und Air besteht die Chance, dass echte Plattformübergreifende Applikationen vertrieben werden können. Eine WebKit-Engine, die den Rahmen für JavaScript-basierte Programme darstellt und über zusätzliche Frameworks wie <a href="http://ajaxian.com/archives/phonegap-air-for-the-iphone" target="_new">PhoneGap</a> native Systemresourcen anspricht kann im Prinzip jedes Programm erstellt, werden, das auch über ein SDK möglich ist.</p>
<p>Ein AppStore im Jahr 2015 wird also keine binären Pakete bereitstellen sondern Pakete auf XHTML/CSS/JS auf der Basis verschiedener Frameworks. Diese Frameworks werden direkt von dem AppStore verwaltet. Eine WebKit-Anwendung kann dadurch auf die Geo- oder Adressbuch-Funktionen zugreifen und wird sich nur durch das CSS auf den verschiedenen Geräten unterscheiden: Touch oder Tasten oder Maus ist dann vollkommen egal. Symbian, RIM oder Apple ebenso.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://qrios.de/2008/10/kleiner-ausblick-appstore-2015-aus-dem-google-cache/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
