adobe: wir lieben euch doch alle!
If HTML could reliably do everything Flash does that would certainly save us a lot of effort, but that does not appear to be coming to pass.
“Wenn HTML Flash ersetzen könnte würde uns viel Ärger erspart werden, aber es sieht nicht so aus als ob passieren wird.” So schreibt Kevin Lynch – seines Zeichens CTO von Adobe – auf dem offiziellen Firmenblog.
Nach dem Frontalangriff auf Flash durch die despektierlichen Ausführungen von Steve Jobs musste Adobe antworten. Denn wenn der innovativste Firmenchef den wesentlichen Baustein des eigenen Portfolios als überflüssig darstellt, hätte jedes Unternehmen ein Problem.
Aber Lynch hat nicht wirklich ein neues Argument, warum Flash eine Zukunft haben sollte. Eher weinerlich weist er darauf hin, dass doch alle beim Open Screen Projekt mitmachen.
Wenn Apple sich dem entzieht – und hier macht er einen schönen Hattrick – verhält sich die Firma nicht netzneutral. Es wäre doch allgemeiner Konsens, dass die Nutzer die freie Wahl beim Zugriff auf die Inhalte haben müssten. Wenn Apple aber den Flash-Player auf den eigenen Geräten verbietet würden die Nutzer bevormundet. Neben der direkten Aussage, dass Apple marktfeindlich agiert impliziert er damit, dass ‘Flash’ und ‘Inhalte’ identisch sind und somit eine Unterdrückung von Flash einer Unterdrückung von Inhalten gleichkommt. Ausserdem verheimlicht er, dass Flash eine proprietäre Technik ist, die im Gegensatz zu HTML den Nutzern nicht die Möglichkeit gibt, zu erkennen, wie etwas gemacht wurde.
Aber damit hat er noch nicht genug Sand in unsere Augen gestreut. Mit einer kleinen aber feinen Ungenauigkeit behauptet er auch noch, dass Flash ja auf Apples Geräten laufen würde:
We have shown that Flash technology is starting to work on these devices today by enabling standalone applications for the iPhone to be built on Flash.
Flash läuft nicht auf dem iPhone oder dem iPad. Es läuft noch nicht mal etwas ähnliches. Mit dem neuen CS5 kann man lediglich Flash auf das iPhone portieren. Dazu wird im Prinzip mit einem Crosscompiler Binärcode für das iPhoneOS erstellt. Dass es sich dabei um etliches an Arbeit gehandelt haben muss verschleiert er durch ‘by enabling standalone applications’ und ‘built on Flash’. Einfach nur eingeschaltet? Wohl kaum. Gebaut auf Flash? Wohl eher ‘gebaut mit Flash’.
google vs. apple – die schlacht beginnt
Gestern saß ich noch mit @mspro und @343max im Oberholz und sprach unter anderem über das iPad, Google und den ganzen Rest. Kurz zuvor hatte ich den letzten Artikel von mspro über Google gelesen und interessiert die Diskussion über den klassischen Herrschaftsbegriff verfolgt. Auf dem Weg zum Oberholz hörte ich mir die erste halbe Stunde der letzten Ausgabe Lieblingspodcasts (unter anderem mit Max) an, in dem es eigentlich nur um das iPad, dessen Erfolgsaussichten und die mögliche Zeitenwende der IT ging.
Dabei fiel mir ein Punkt ein, der noch vor einem Jahr nur für sehr wenige überhaupt auch nur denkbar war: Microsoft spielt keine Rolle mehr. Ich erinnere mich dunkel, dass Tim Pritlove vor einem halben Jahr in Bezug auf Windows Mobile meinte, Microsoft sei out. Es würde in Zukunft keine Rolle mehr in diesem Sektor spielen. Nun sagt Tim das auch schon eine ganze Weile von Nokia und manchmal denkt man, er würde – trotz all seiner Kritik an Apple – in seinen Prophezeiungen lediglich seinen Wünschen Ausdruck verleihen.
Schaut man sich die Ereignisse des letzten Monats an fällt aber auf, dass Microsoft tatsächlich nicht mehr auftaucht. Nur ein überdurchschnittliches Quartalsergebnis sticht heraus. Und obwohl das Ergebnis noch mal wesentlich besser ist als Apples überdurchschnittlicher Umsatz und Gewinn bleibt dieser Fakt in den Medien blass im Vergleich zum Erstaunen der Branche über Apple. Jobs findet es sogar berechtigt, seine Firma als weltweit größte Mobile Company zu bezeichnen. Im Vergleich zu Nokia und Sony zum Beispiel. Nicht zu Microsoft.
und täglich grüßt das murmeltier: flash auf dem ipad
John Gruber schreibt in einem tollen Artikel “Apple, Adobe, and Flash” warum er Apples Strategie in Bezug auf Flash auf dem iPhone-OS unterstützt. Einerseits stellt er dar, dass es für Apple wesentlich einfacher ist, das Betriebssystem zu warten und weiterzuentwickeln, wenn alle Komponenten von Apple selbst kommen. Andererseits glaubt Gruber, Apple hätte ein idealistisches – neben dem wirtschaftlichen – Interesse, die Verbreitung der proprietären Technik Flash einzudämmen.
In der Präsentation des iPads rief Steve Jobs unter anderem die NYT auf. Auf der Seite war offensichtlich eine Werbung, die Flash verwendete. Statt der Anzeige erschien nur das Zeichen für ein nicht unterstützes Plug-In. Engadget veröffentlichte das Bild und prompt entspann sich eine Diskussion im Netz über das alte Thema, warum Apple sich standhaft weigert, Adobe zu gestatten und zu unterstützen, Flash zu portieren.
ipad-vorstellung: sonnenaufgang und -untergang für die verlagsbranche
Das iPad ist raus – nach all dem “Wetten, dass …!”. Für mich persönlich ist es eher enttäuschend, da ich insgeheim gehofft hatte, Apple würde eine Technik ausgraben, die zwischen einem L(C|E)D- und einem epaper-Modus umschalten kann. Denn ich lese Bücher auf dem Sofa oder im Bett lieber mit Umgebungslicht als mit Hintergrundbeleuchtung. Auch andere finden viel Kritik. Im Heise-Forum hat sich jemand – die nicht ganz ernst gemeinte – Mühe gemacht, die Inhalte der Kommentare statistisch aufzubereiten.
Alle Kritik lässt sich mit dem Begriff “geschlossenes System” zusammenfassen. Nicht nur, dass es über keinerlei physikalische Anschlussmöglichkeiten verfügt, über die man Programme oder Inhalte auf das Gerät schieben kann, es könnte mit solchen Inhalten auf Softwareseite auch nichts anfangen. Programme kann man nur über den App-Store installieren, Flash ist nach wie vor verfügbar, Musik und Filme müssen auf einem separaten PC/Mac in der iTunes-Bibliothek sein und Bücher kann man (offensichtlich) nur über den neuen Buchshop iBooks laden.
ipad mit tv-tuner? niemals!
Mitten in der Nacht twittert @jason plötzlich über das iPad. Insgesamt kommen zu dem Thema mehr als zehn Tweets. Wirklich interessant sind aber nur drei Tweets. In denen nennt er Preise und Features. Allerdings wirkt insbesondere ein Feature so unglaubwürdig, dass man sich Gedanken machen muss, ob die Aussagen überhaupt von ihm selbst kommen. Denn das Tablet soll einen HDTV-Tuner enthalten und einen Monitoranschluss.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass das iPad einen Standard-iPod-Connector hat. Damit kann man es auch an jedem Monitor mit S-Video-Anschluss als Video-Quelle betreiben. Aber, das ist kein Monitoranschluss.
Ein HDTV-Tuner scheint allerdings vollkommen blödsinnig. Zumal es auch noch über die Fähigkeit verfügen, Sendungen aufzunehmen. Eine solche Funktion würde alle Bestrebungen, Filme in den Store zu bekommen und zu verkaufen unterlaufen. (Man möge mich nicht falsch verstehen: ich würde eine solche Funktion begrüßen, weil ich schon seit Jahren mein Mediencenter mit Apple-Rechnern und EyeTV betreibe.)
Da speziell die drei Tweets von einem Dienst aus verschickt wurden, der es ermöglicht, Meldungen zeitversetzt zu verschicken, gehe ich davon aus, dass der Account von jason gehackt wurde und der ärmste, das noch gar nicht mitbekommen hat.
Alles andere würde mich überraschen.
[Update] @jason hatte sich nur einen Spass daraus gemacht, den Hype zu verarschen: @brandonweir oh come on…. it was so obvious that I was joking! did you read the specs I put out there? [/Update]
leid ist schön
Wer schön sein will muss leiden, wissen wir. Und wir wissen, dass Kunst brotlos ist. Wir wissen allerdings nicht, woher dieses Zwillingspaar kommt. Aristoteles können wir offensichtlich – zumindest dafür – nicht verantwortlich machen. Da Schönheit nach seiner Meinung in der Symmetrie liegt, kann sie nicht im Leid begründet sein. Leid ist unique. Nur ein Individuum kann wirklich leiden. Und ein Individuum ist immer unteilbar und nie symmetrisch.
Worüber rede ich?
Ich rede über Kulturpessimismus an der Spitze der Netzavantgarde. Wenn Mspro sich über die Süddeutsche echauffiert, ist er zutiefst konservativ. Denn was er voraussetzt ist eine unschuldige Presse. Diese müsse es mal gegeben haben. Denn – so impliziert er – Journalismus ist Idealismus. Und somit wäre dieser die Hauptantriebskraft dessen, was wir als Presse kennen. Aber schon der Name der Branche ist doch eindeutig.
Die Presse versucht zu extrahieren, was möglichst viele Konsumenten bewegt. Schon immer. Noch bevor es eine Presse in Form einer Druckerpresse gegeben hat, gab es das Bedürfnis sich am Leid anderer zu ergötzen. Der Schauder ist bestimmendes Element aller Nachrichten. Je schlimmer, desto besser.
Die A-Blogger beschwören den Sündenfall herauf: die Sueddeutsche.de kauft sich positive Bewertungen in der Blogosphäre und verlässt damit den Pfad der Tugend. (Die beteiligten B-/C-/D-Blogger selbst sind nicht weiter der Erwähnung wert.) Was der Verlag damit versucht, ist potentielle Konsumenten wohlgesonnen zu machen. Menschen reagieren offener auf Großzügigkeit als auf Geiz.
Gleichzeitig wird bemängelt, dass die Verlage zu Methoden wie Klickstrecken greifen, sich immer stärker SEO widmen und viel Geld für SEM ausgeben. Sie nutzen eben ihre wirtschaftliche Potenz zur Aufrechterhaltung dieser Potenz. Und sie scheitern. Immer öfter, immer deutlicher.
Ihnen aber vorzuwerfen, sie würden mit unlauteren Mitteln spielen, ist zumindest merkwürdig. Denn eigentlich müsste man ihnen sagen: Schliesse Deinen Laden, nimm alles Geld und kaufe Apple-Aktien oder Versicherungspapiere, denn Verlage braucht in Zukunft niemand mehr.
apples tablet, der letzte baustein einer umfassenden strategie
Irgendwann kurz vor dem Ende des letzten Jahrtausends muss Steve Jobs eine Eingebung gehabt haben. Es war die Zeit als die Musik den Wechsel von der analogen Schallplatte und Kassette zu ihrem heutigen digitalen Dasein auf CDs und gleich darauf auf Festplatten geschafft hatte. Für die meisten Leute war klar, dass Fotos und Filme früher oder später den gleichen Weg gehen werden. Mit ein wenig Phantasie war ebenfalls schon damals klar, dass selbst Texte den Sprung vom Papier auf den Bildschirm schaffen werden.
Allerdings steht hinter jeder Industrie, die uns Inhalte verkaufen möchte immer sowohl ein etabliertes Abrechnungsmodell UND eine Technik für den Konsum durch den Konsumenten. Häufig gibt es einen Mix verschiedener Vertriebsmodelle und Empfangstechniken. Musik wird – bezahlt durch Werbung – ausgestrahlt und sie wird als Medium verkauft. Filme werden – bezahlt – im Kino und – werbefinanziert – im TV ausgestrahlt. Bücher werden gedruckt. Tageszeitungen gedruckt und verschenkt oder verkauft, jeweils werbefinanziert.
Schaut man sich die Entwicklung der Apple-Produkte der letzten zehn Jahre an fällt ein interessanter Aspekt auf: mit der Entwicklung des iTunes-Stores kann Apple beliebige Geräte durch ein und den gleichen Kanal mit digitalen Inhalten befüllen. Apple hat schon heute drei verschiedene Arten von Inhalten in den beiden Stores: Audio, Filme und Programme. Demgegenüber stehen drei verschiedene Klassen von ‘Empfangsgeräten’ mit denen die Käufer diese Inhalte konsumieren können: Mac, iPhone/iPod und AppleTV.
Lediglich eine Klasse von Inhalten ist für den Konsum auf allen dieser Geräte vollkommen ungeeignet: Text. Kaum jemand kann und möchte auf seinem iPhone längere Texte lesen. Sehr selten holen Fahrgäste in den Nahverkehrsmitteln das Notebook raus und lesen darauf Ulysses, Wallander oder die mare. Und obwohl es inzwischen etliche Lesegeräte gibt wartet die Medienwelt auf Apple.
Apple muss also zwingend ein Tablet auf den Markt bringen (schon weil sonst der Weltfrieden gefährdet wäre). Aber warum so spät. iSlate – der Name ist Programm, den es nie und nimmer haben wird. Ähnlich wie beim iPod hat Apple gewartet bis die Technik soweit ist. Unter anderem um dem eigenen Gerät einen wesentlichen Vorteil vor allen anderen Wettbewerbern zu geben. Es soll eben nicht nur ein Lesegerät sein, sondern auch Filme abspielen können und ein Surfpad sein und Spiele ausführen können. Es wird sich zwar im Design deutlich von allen Tablet-PCs unterscheiden. Letztendlich ist es aber genau dies. Mit allen Einschränkungen, die man von Apple so kennt (no USB, no SD-Card, no Video-Out …).
Und dann hat Apple alle Geräteklassen, die man braucht, um digitale Medien zu konsumieren und die Empfänger-Software und die notwendige Infrastruktur um all diese Medien zu verkaufen. Danach wird es leider sehr lange dauern bis die Gerüchteküche wieder so hochkochen kann, wie momentan. Dann in zehn Jahren beim Apple-3D-Drucker: iBuild.
googles spagat zwischen tiananmen und chinesischer mauer
Am Montag habe ich meinen obligatorischen einmal-im-Jahr-Spiegel gekauft. Nicht weil ich davon ausgehen konnte, daß mir der Google-Titel Neues bringen würde, sondern weil ich durch ihn einen sehr klaren Blick auf den Tenor der Stammtischdiskussion “Google ist böse” bekäme.
Und tatsächlich ist dieser Artikel sehr dünn unterfüttert und dient einzig dazu, Ängste vor der Datenkrake mit knackigen Fallbeispielen aus dem Fundus von “1984″, “Fahrenheit 451″ und “Brazil” zu befeuern. Abgesehen davon, dass sich der Spiegel zum Büttel im Kampf “Medienunternehmen vs. Google” macht (sic!), spiegelt er damit sehr deutlich Googles Dilemma.
Die Google-Strategen stehen jeden Tag vor folgenden zwei Aufgaben: Wie bekomme ich mehr Daten? und Wie kann ich aus den bestehenden Daten mehr Umsatz erwirtschaften?
Dabei stellt sich heraus, dass die beiden Aufgaben offensichtlich im Widerspruch zueinander stehen: Je mehr Vertrauen ich bei meinen Usern geniesse, desto mehr Daten werde ich von ihnen erhalten. Aber je mehr Daten ich in Profit umwandle, desto weniger werden mir meine User vertrauen.
Der letzte Punkt ist nicht so offensichtlich. Aber man sollte ich fragen, was eine Versicherung für ein schön aufbereitetes Protokoll meiner Netzaktivitäten zahlen würde. Irgendeiner Versicherung wäre dieses Profil zu Werbezwecken und Marktforschung mindestens 5€ Wert. Meiner zukünftigen Versicherung wäre dieses Profil jedoch schon 10€ wert. Meiner eigenen Versicherung wäre dieses Profil im Schadensfall sogar noch etliches mehr Wert. Und Google könnte dieses Protokoll nicht nur entweder oder verkaufen, sondern an alle zusammen. Und Google könnte es immer wieder verkaufen, da ich ja weiterhin im Netz unterwegs bin.
Welche Werte in Googles Datenbanken schlummern kann man sich selbst leicht ausrechnen. Ein Versuch mit konservativen Annahmen: verwertbare Protokolle von 500 Mio Usern à 5€ zu verkaufen an 50 Abnehmer pro Jahr, ergibt bereits ein Jahresumsatz von 125 Mrd. Euro und damit das fünffache des aktuellen Jahresumsatzes.
Ohne Zweifel würde ein solches Angebot auf sehr viele Interessenten treffen. Allerdings würde diese Praxis von den Usern nicht tolleriert werden. Natürlich wäre dies der Mehrheit der Nutzer persönlich relativ egal, frei nach dem Motto “Wer nichts zu verbergen hat …” – eine Denkweise die sich ja inzwischen in der Führungsetage von Google durchgesetzt hat, wie Eric Schmid kürzlich bewies. Allerdings würde sich die öffentliche Meinung, gespeist von den Aussagen der Experten und als Seitenschauplatz des Krieges “Medienunternehmen vs. Google” sehr schnell gegen Google wenden.
Vor dem Hintergrund des Konflikts “Vertrauen vs. Profit” stellt sich Googles Rückzug aus China als ganz einfache Maßnahme zur Vertrauensbildung dar. Offensichtlich ist der zu erwartende Vertrauenszuwachs durch einen medienwirksamen Rückzug höher zu bewerten als die entgangenen Einnahmen durch den Rückzug aus dem chinesischen Markt.
Und tatsächlich stilisieren die Meinungsführer im Netz diesen Schritt zum großen Kampf “Google vs. Unterdrückung der Menschenrechte”. Selbst nerdcore bekommt Tränen in den Augen beim Anblick der Blumensträusse auf dem Firmenschild in China. Mspro sieht gar die Souveränität des Nationalstaats in Frage gestellt.
Dabei geht es nur um eine simple Kosten-/Nutzenrechnung. Viele Anleger bewerten denn auch den Rohstoff Nutzervertrauen geringer als die Chancen auf dem chinesischen Markt. Der Kurs hat nach der Veröffentlichung einen Dämpfer bekommen. Und letztendlich werden diese Anleger dafür sorgen, dass der ungehobene Schatz der qualifizierten Protokolle irgendwann gehoben wird. Auch wenn dies langfristig zu einem Vertrauensverlust führen sollte.

Aber Google wird nicht helfen, die Schweinegrippe einzudämmen oder den Weltfrieden herzustellen. So sehr ich mir dies auch wünschen würde.
[Update] Zum Vergleich noch das Chart von Baidu:

[/Update]
Einen guten Rutsch!
Es sei Euch ein guter Rutsch gewünscht. Und damit möchte ich meinen Lesern nicht wünschen, dass sie ausrutschen mögen sondern verwende den Wunsch in Erinnerung an das jiddische rosh, was soviel heißt, wie Kopf oder Anfang. Also einen guten Start ins neue Jahr!
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gsm hack – 64 bit sind nicht genug
Auf dem 26. Chaos Communication Congress unter dem Motto “Here Be Dragons” hat Karsten Nohl einen Hack für die Verschlüsselung von GSM-Netzen präsentiert. Die technischen Details wurden als Torrent veröffentlicht und sind somit unwiederbringlich in die weite Welt entfleucht. Dass, die Technik unsicher ist, war vorher bekannt und es wurde vielfach vermutet, dass interessierte öffentliche und private Stellen diese Unsicherheit seit Jahren ausnutzte. Im Kern geht es dabei um das Verfahren, wie sich Geräte mittel 64 bit A5/1-Algorithmus gegenüber dem Netz authentizieren. Auf der Basis der Veröffentlichung, kann ein Dritter sich in laufende Gespräche einhängen oder Geräten eine vertrauswürdige Stelle vorgaukeln.
Es gibt zwar seit Jahren auch die Spezifikationen für 128 bit, diese wurden aber bisher von den Netzbetreibern nicht eingesetzt.
Das Vortrags-PDF habe ich mal runtergeladen und stellt den Weg zu einem Mobilfunkmast in der eigenen WG sehr übersichtlich dar. Der Weg dorthin wurde übrigens im Chaos Radio Express Podcast #120 beschrieben.
Weitere Infos dazu gibt es hier:
- Communications Chaos ~ GSM Crypto-Cracked!
- GSM encryption code cracked wide open, leaked to the Internet
- Encryption Code for 80% of the World”s Mobile Calls Cracked
- GSM phone encryption cracked
- GSM Code Cracked & Released – Another Reason to Be Thankful for …
- The Algorithm Protecting GSM Calls Has Been Cracked | Gizmodo …
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