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telepolis spezial: kosmologie

Veröffentlicht in science von qrios am März 9, 2010

Nur eine kurze Empfehlung für das Telepolis spezial: Kosmologie. Verschiedene Artikel über die Fragen: Sind wir allein im Universum? Wenn ja, warum? Wenn nein, wo sind die anderen? u.s.w. Gut aufbreitet und sehr umfassend betrachtet. Die Geschichte mit den Dogons und Sirius wird zwar leider nur kurz angerissen und nicht aufgeklärt aber trotzdem [++].

@caveman (2.0)

Veröffentlicht in netzpolitik von qrios am Februar 25, 2010

@holadiho wollte eigentlich nicht mehr nach 18:00 bloggen. Was für mich irgendwie nach “da bin ich immer viel zu schludrig” klang. Am späten Abend sah er sich aber dann doch noch mal genötigt, das Thema Privatsphäre und Datenschutz aufzugreifen.

In dem Post “Post Privacy und Väterchen Datenschutz” legt er dar (und nach), warum er kein Problem mit dem Verstreuen von Daten hat und warum wir das in Zukunft immer öfter bewusst tun werden. Quasi als alltägliches Handwerkszeug beim Jonglieren mit multiplen Identitäten.

[Update]

Ab hier beginnt die 2. Version meines Posts. Die erste Version war leider – wie @holadiho richtig bemerkte – sehr undeutlich.

Die Kernthese von @holadiho besteht in folgender Aussage:

Freunde – will ernsthaft noch einer mit den Konzepten des klassischen Datenschutzes operieren in diesem Umfeld? Also mit Datensparsamkeit, Datenvermeidung usw.?

und weiter:

Wir wollen unsere Daten zur Verfügung stellen, speichern lassen, öffentlich zugänglich machen, zu Werbezwecken auswerten lassen usw. – w i r  w o l l e n  e s!

Diese These wird flankiert von einem fadenscheinigen Szenario in dem ein Geheimdienstmitarbeiter auf der Basis von @holadihos Verkehrsdaten ein Profil erstellen möchte. Er führt aus, dass es doch viel sinnvoller wäre gleich seine Twitter-Timeline als Quelle zu nutzen immerhin würde er ja in jedem Tweet die GPS-Daten mitloggen.

O.k. dann schauen wir uns doch mal seine Timeline und die dazugehörigen GPS-Informationen an. Eine Abfrage der Twitter-API zeigt als erstes, dass @holadiho verschiedene Clients zum twittern nutzt. Bei den letzten 200 Tweets hat allerdings keiner davon die dafür vorgesehene Methode der Geo-Locations verwendet. Bei dem untersuchten Zeitraum setzt offensichtlich nur ÜberTwitter die Koordinaten. Das tut es aber offensichtlich nur sehr sporadisch oder kann @holadiho über einen Hubschrauber-Shuttle-Service verfügen? Denn am 18.2. schrieb er um 23:00:28 von der Prenzlauer Allee Ecke Danziger und 74 Sekunden später aber von der Warschauer Brücke. Laut Google benötigt man mit dem Auto 11 Minuten. Er scheint sich auch nur kurz in der Nacht an seiner Arbeitsstelle eingefunden zu haben, denn ca. 13 Minuten später war er bereits wieder an der Prenzlauer Allee.

Wie verlässlich die Daten sind, die er der ganzen Welt mitteilen möchte sieht man sehr schön an diesem Tweet:

I’m at Bonsoir Clara (Rue Antoine Dansaert 22-26, Brussels). http://4sq.com/9Pb0EX

Auch hier findet sich in den Daten der Twitter-API keine Geo-Location. Wieder gibt es nur die Location-Information in der User-Section, die eigentlich dafür gedacht ist, die Homebase eines Nutzers zu beschreiben. Insbesondere für Vielflieger eine sinnvolle Einrichtung. @holadiho befindet sich laut Tweet also grade in Brüssel – dort geht es nebenbei um Datenschutz in der EU – laut Twitter ist er aber hier: 52.50537,13.450062 in seiner Firma an der Warschauer Brücke in Berlin.

Warum mache ich mir die Mühe? Ich möchte darauf hinweisen, dass schon heute die deutsche Exhibitionistenelite keinerlei Kontrolle über die Daten hat, die sie preisgeben. Er behauptet und ist bisher sicher davon überzeugt, dass er mit jedem Tweet seine GPS-Position veröffentlichen würde. In meiner Timeline tut dies allerdings nur @343max.

Von einer bewussten Steuerung der Datenfreigabe kann also keine Rede sein. Wenn @saschalobo erst in einem Buzz fragen muss, wer der Verursacher von irgendwelchen Weiterleitungen eines Dienstes in einen anderen sein kann, dann bedarf es keiner großen Phantasie sich vorzustellen, welche Probleme Otto Normalverbraucher damit heute und erst recht in Zukunft haben wird.

Die Exhibitionistenelite kennt den Wert ihrer Daten. Es geht in jedem Fall um Selbstvermarktung. Und jeder gelesene Tweet ist ein potentiell wertvoller Kontakt, der in der Zukunft zu einer Conversion führen könnte. @holadiho subsumiert diese Gruppe mit einem ‘wir’. Ich stimme @tristessedeluxe zu, wenn er dies moniert. Für den weitaus größten Teil der Netzuser dürften die Ängste vor dem Kontrollverlust wesentlich evidenter sein als der spielerische Umgang mit der Selbstvermarktung.

@holadiho glaubt an eine Entwicklung, die er post-privacy nennt und die im Kern in einem bewussten und spielerischen Umgang der Nutzer mit ihren Daten besteht. Aber woher soll diese Fähigkeit kommen, wenn nicht dadurch, dass wir permanenten Zugriff auf alle persönlichen Daten haben und zum Beispiel mit einem Klick ein whipe out durchführen können. Eine solche Tabula Rasa müsste nämlich nicht nur meinen facebook-Account löschen können sondern auch Zugriff auf alle Datenbanken haben in denen Kopien (und Kopien der Kopien …) dieser Account-Informationen stecken.

Der spielerische und kreative Umgang mit den eigenen Identitäten wird erst möglich sein, wenn wir die wirkliche Hoheit über unsere Daten haben.

[/Update]

pssst! gib mir eine 3, eine mp3, pssst!

Veröffentlicht in web von qrios am Februar 24, 2010

Ich habe last.fm eigentlich nicht benutzt, weil die Songs die ich gerne höre lange Zeit nicht zu finden waren. Aber letzte Woche stellte ich fest, dass inzwischen z.B. Manfred Krug mit ‘Der Tag beginnt‘ zu finden ist. Und auch mein derzeit absolutes Lieblingstück ‘Behind The Bushes‘ von The Knife findet sich.

Ich hasse es allerdings, wenn sich Daten – insbesondere Musik – vollkommen unorganisiert in meinem Arbeitsspeicher rumtreibt. Es gehört in meine iTunes-Bibliothek. Die Frage war also, wie ich es aus meinem Speicher als MP3 auf meine Festplatte bekomme. Nach einigen Suchattacken habe ich mein Hirn eingeschaltet und bin auf den Firefox im Zusammenspiel mit Firebug darauf gekommen:

  1. last.fm-Seite aufrufen
  2. Firebug->Netzwerk aufrufen
  3. Song starten
  4. rechter Mausklick auf ‘128.mp3′ -> im neuen Tab aufrufen

Jetzt wird in dem neuen Tab solange nichts geschehen bis der Song durchgelaufen ist. Danach wird allerdings das MP3 in dem neuen Tab laden und dort kann man es dann ganz einfach lokal speichern.

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privacy – habt euch nicht so, oder wie?

Veröffentlicht in netzpolitik von qrios am Februar 21, 2010

Mitten im Netz tun sich tiefe Gräben auf. Auf der einen Seite steht der CCC mit Frank Rieger und Constanze Kurz und auf der anderen Seite Blogger wie mspro und holadiho. Ihr Schlachtfeld ist die FAZ. Gekämpft wird um die Hoheit über den Datenluftraum.

Es sah nach dem letzten Buch (Payback) vom Mitherausgeber der FAZ Frank Schirrmacher noch so aus, als ob die Fronten deutlich zwischen Offline und Online verlaufen müssten. Nun wird deutlich, dass dieser Diskurs auch die Netzgemeinde spaltet. Die grundsätzliche Frage steht im Raum: Sind unsere Daten ein schützenswertes Gut?

Die Position des CCC ist in dieser Frage eindeutig: die Hoheit über die Daten muss in jedem Fall der Verursacher haben. Staat und Wirtschaft sollten darauf nur mit expliziter Genehmigung und nur für eindeutige Zwecke Zugriff haben. Der CCC-Standpunkt hat sich über die Jahrzehnte seines Bestehens nicht verändert.

mspro: Die Daten sind nicht schützbar, wir sollten das akzeptieren.

Die Position von mspro ist (wie immer) radikal: ein umfassender Schutz ist nicht möglich und das ist auch gut so. Jedes Datum wird früher oder später mit anderen Daten verknüpft werden. Und wir haben keine Ahnung welche Methoden in Zukunft verwendet werden können jede vorhandene Information aus einem Datum zu extrahieren. Wir sollten uns damit abfinden und die dadurch stattfindende Änderung der Gesellschaft aktiv betreiben. (Er sagt das etwas verschwurbelter, aber das ist glaube ich der Kern. Und prompt watscht ihn Donald von Soundso mit dem Hinweis ab, dass es einen Unterschied zwischen Tonscherben in einem verschütteten Herd und Tonscherben in einer verschütteten Müllgrube gäbe – oder so.)

holadiho: So viel findet man in den Daten gar nicht.

Eine etwas andere Richtung schlägt Stefan Noller in seinem Blog beimnoller ein. Und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn er die Algorithmen entmystifizieren will, die für die ‘Anreicherung’ von Daten verwendet werden. Denn sein job ist es, Kunden davon zu überzeugen, dass mittels dieser Algorithmen eine höhere Wertschöpfung (‘Conversion’) mit Online-Werbung erzielt werden kann. Er ist immerhin Chef einer Firma, die als eine der erfolgreichsten im Bereich Behavioral Targeting gilt. Dafür fängt er sich postwendend eine Watsche von Hal Faber ein.
Ihre Standpunkte unterscheiden sich wesentlich bei der Frage, welch Zauberwerk Algorithmen verbringen können.

Um es ganz klar zu sagen, mspro hat recht. Denn jede Information, die in einem Datensatz vorhanden ist, kann extrahiert werden. Letztlich ist es nur eine Frage, der eingesetzten Energie. Da die Energiekosten pro Transaktion permanent sinken, werden in Zukunft Transformationen wirtschaftlich sinnvoll sein, die es momentan nicht sind (siehe).

Ich muss holadiho zustimmen, dass viele Nerds bei ihrer Argumentation ein eher mechanistisches Weltbild an den Tag legen. Allerdings gehe ich davon aus, dass wir bald Software für die Analyse von Daten verwenden werden, die sich nicht oder nicht nur auf statistische Algorithmen stützen sondern die auf selbstorganisierenden Systemen basiert. Ob ein Gesichtserkennungssystem mit einem Bild von mir trainiert wird, oder mit meinen Bewegungsmustern im Netz ist vollkommen egal. Es wird mich mit hoher Wahrscheinlichkeit erkennen, wenn ich wieder auf der Site bin.

Die Situation ist vergleichbar mit den Ölsanden. Es gibt sie schon lange, aber erst seit kurzem lohnt es sich, sie auch zu fördern und in den Rohstoff umzuwandeln, den die chemische Industrie für Tupper-Dosen benötigt.

Zwei kleine Einschränkungen bezüglich der Möglichkeiten der Informationsgewinnung aus Daten gibt es allerdings. Erstens altern Daten. D.h. Daten die das Verhalten einer Person vor einem Jahr beschreiben sind hochwertiger als entsprechende Daten von vor zehn Jahren. Diese Tatsache lässt sich in Modellen berücksichtigen.

Zweitens bewirkt jede Transformation mit gleichzeitigem Transport von Daten einen Datenverlust. Konkret: wenn ich die Daten aus einem System mit Daten in einem anderen System verknüpfen will, werde ich dies nur tun können, wenn ich eine gewisse Unschärfe hinnehme. Dieser kann darin bestehen, dass die Schemata der beiden Datensätze nicht vollkommen transformierbar sind oder dass es für manche Datensätze keine Referenz gibt. Die Anreicherung von Daten durch Verknüpfung verschiedener Datenquellen führt also nicht nur zu einer höhern Qualität der Daten sondern gleichzeitg zu einem Verwischungseffekt.

Letztendlich bleibt aber die Tatsache, dass sich Daten durch immer leistungsfähigere Maschinen und größere Datenspeicher in Zukunft reproduzieren und die enthaltenen Informationen immer leichter extrahieren lassen. In der Gesellschaft in der wir heute leben hat das Bewustsein darüber einen einfachen Effekt: eine Person, die sich dieser Tatsache bewusst ist, wird sich anders verhalten als eine Person, der dies nicht bewusst ist. Der offene Diskurs im Netz kann unter diesen Umständen schon heute nicht mehr so offen sein. Und wenn in Zukunft immer öfter im realen Leben Aufzeichnungen selbst von privaten Zusammenkünften gemacht werden (z.B. mittels Videobrillen) muss sich auch dort das Verhalten ändern.

Natürlich wird es Menschen geben, die sich – wie mspro es fordert – dem Kontrollverlust hingeben. Es würde mich jedoch wundern, wenn dies eine größere Gruppe wäre. Und ich vermute sogar, dass mir die Handlungen der Mehrheit dieser Gruppe ganz und gar nicht gefallen wird (Stichwort Rape-Videos).

abofallen in app-werbung

Veröffentlicht in analytics, gadgets, netzpolitik von qrios am Februar 18, 2010

Iphone-Ticker berichtet über gehäuft auftretende Abofallen durch Werbung in iPhone-Apps und Bannern. Dabei wird offensichtlich durch einen Klick auf eine solche Werbung die Telefonnummer an den Anbieter übertragen, damit dieser dem Provider gegenüber von einem gültigen Vertrag sprechen kann und die Abo-Gebühren durch diesen einziehen kann.

Die Frage, die sich alle stellen: Wie kommen die Abzocker an die Telefonnummer?

Die Sache ist mitnichten so, dass das Banner diese Information durch das iPhone, die App oder gar durch den Mobile Safari erfährt. Die Schwachstelle ist der Mobilfunkbetreiber. Dieser hat z.B. mit dem Werbetreibenden einen Vertrag. Teil dieses Vertrages ist in etlichen Fällen die Übermittlung der Mobilfunknummer.

Solche Verträge finden sich zum Beispiel sehr häufig bei MBOs. Wenn also eine Firma (Verlag, Mode) selbst als Wiederverkäufer für ein Mobilfunknetz auftritt und für die eigenen Seiten ein kostenlosen Aufruf garantiert, wird dies über die Übermittlung der Mobilfunknummer kontrolliert.

Der hohe Anteil der iPhone-User beim Aufruf von mobilen Bannern und die ebenfalls relativ hohe Klickrate führt offensichtlich dazu, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit oft im Zusammenhang mit dem iPhone auftaucht.

targeting-binsenweisheiten

Veröffentlicht in netzpolitik, web von qrios am Februar 18, 2010

Mitten in der Keynote von Eric Schmidt postet @ulihegge folgenden Tweet:

Und es sieht eigentlich aus, wie die Tweets davor in denen er Schmidt zitierte. Wenn da nicht die Quelle fehlen würde, die er bis dahin immer genannt hat und nicht diese kleine Einschränkung ‘eventually’ gewesen wäre. Denn Eric Schmidt ist davon überzeugt, dass Werbung auf Handys ein noch größerer Markt wird als Online-Werbung bisher.

Und damit ist Schmidt auch nicht alleine. Es ist vollkommen logisch, dass Mobile-Advertising “the next big thing” ist. Und Targeting ist damit noch besser möglich als mit jedem Browser.

Denn kein Firmen-Proxy verwischt die Daten, der User wechselt nie zwischen Tag und Abend den Rechner. Selbst wenn er nach einem oder zwei Jahren das Handy wechselt wird er sein Profil und damit seine Cookies und seine anderen User-Daten mitnehmen. Ja, selbst die Wahrscheinlichkeit, dass an einem Gerät verschiedene Menschen sitzen tangiert gegen null.

Es ist darüber hinaus schon heute absehbar, dass Handys in wenigen Jahren der Hort unserer Profile sein werden. Browsereinstellungen, Mailkonten, Twitter, Facebook, Koordinaten, Autoschlüssel, alles werden wir auf unseren mobilen Geräten vorhalten. Wenn wir uns einem autorisierten Rechner nähern werden die Daten automatisch synchronisiert.

Natürlich ist vor dem Hintergrund dieser Entwicklung, mobile Werbung ein wesentlich größeres Geschäft als klassische Online-Werbung heute. Aber warum muss Kolja Hebenstreit diese Binsenweisheit retweeten?

o2-stick – mobile partner crash und lösung

Veröffentlicht in gadgets, web von qrios am Februar 10, 2010

Es ist natürlich wenig hilfreich hier einen Artikel darüber zu schreiben, wie man mit dem O2-Stick online kommt, wenn man ja eben damit nicht online kommt und somit diesen Artikel gar nicht lesen kann. Aber egal …

Der UMTS-Stick, den man unter anderem bei tchibo für günstige 39€ bekommt hat leider einen kleinen Haken: Das Installationsprogramm für OSX crashed bei jedem Aufruf unweigerlich. Und das führt dazu, dass man ihn eigentlich am Mac nicht betreiben kann.

In dem Programm findet sich das Installationspaket von Mobile Partner

Die Lösung des Problems war allerdings sehr einfach: In dem Programm auf dem Stick findet man ein Installationspaket: rechter Mausklick auf ‘Mobile Partner.app’ auf dem Stick und dann ‘Paketinhalt anzeigen’, unter Content/Resources liegt das Installationspaket ‘MobilePartner.mpkg’. Dieses lässt sich tatsächlich installieren. Nach der Installation und einem Neustart funktioniert dann erstaunlicherweise das gleichnamige Programm, das sich dann im Programme-Ordner findet und die Treiber arbeiten auch problemlos.

Funktioniert obwohl es extrem hässlich ist …

[Nachtrag] Diese Software ist echt der Hit. Wenn man verbunden ist, benötigt sie im Durchschnitt 10% der Prozessorzeit auf meinem Core 2 Duo mit 2,3 GHz. Und ein großer Teil davon läuft im System-Space und hat damit Vorrang vor den Benutzer-Prozessen.

Wirklich katastrophal ist jedoch die Auskunftsfreudigkeit der Software. Damit ist nicht gemeint, dass man besonders viele und aussagekräftige Informationen erhält sondern. Vielmehr müllt Mobile Partner mehrere Logfiles mit allen möglichen AT-Kommandos und anderen Informationen zu.

Bei mir hat das dazu geführt, dass mein Time Machine es nicht schaffte innerhalb eines Tages ein Backup von knapp 100GByte durchzuführen. Denn jedes mal, wenn Mobile Partner in eines der Logfiles eine oder mehrere Zeilen schrieb schloss es danach die Datei, woraufhin erstmal der Spotlight-Index die Datei gelesen und indiziert hat. Erst danach kam der backup-daemon wieder an die Arbeit. Inzwischen hatte aber Mobile Partner eins der Logfiles wieder geöffnet u.s.w.

Als vorläufige Hilfe habe ich und /Applications/Mobile Partner/config/log die beiden Properties-Dateien für den Java-Logger ‘log4j’ modifiziert. Jetzt ist es merklich stiller geworden. [/Nachtrag]

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adobe: wir lieben euch doch alle!

Veröffentlicht in gadgets, netzpolitik von qrios am Februar 4, 2010

If HTML could reliably do everything Flash does that would certainly save us a lot of effort, but that does not appear to be coming to pass.

“Wenn HTML Flash ersetzen könnte würde uns viel Ärger erspart werden, aber es sieht nicht so aus als ob passieren wird.” So schreibt Kevin Lynch – seines Zeichens CTO von Adobe – auf dem offiziellen Firmenblog.

Nach dem Frontalangriff auf Flash durch die despektierlichen Ausführungen von Steve Jobs musste Adobe antworten. Denn wenn der innovativste Firmenchef den wesentlichen Baustein des eigenen Portfolios als überflüssig darstellt, hätte jedes Unternehmen ein Problem.

Aber Lynch hat nicht wirklich ein neues Argument, warum Flash eine Zukunft haben sollte. Eher weinerlich weist er darauf hin, dass doch alle beim Open Screen Projekt mitmachen.

Wenn Apple sich dem entzieht – und hier macht er einen schönen Hattrick – verhält sich die Firma nicht netzneutral. Es wäre doch allgemeiner Konsens, dass die Nutzer die freie Wahl beim Zugriff auf die Inhalte haben müssten. Wenn Apple aber den Flash-Player auf den eigenen Geräten verbietet würden die Nutzer bevormundet. Neben der direkten Aussage, dass Apple marktfeindlich agiert impliziert er damit, dass ‘Flash’ und ‘Inhalte’ identisch sind und somit eine Unterdrückung von Flash einer Unterdrückung von Inhalten gleichkommt. Ausserdem verheimlicht er, dass Flash eine proprietäre Technik ist, die im Gegensatz zu HTML den Nutzern nicht die Möglichkeit gibt, zu erkennen, wie etwas gemacht wurde.

Aber damit hat er noch nicht genug Sand in unsere Augen gestreut. Mit einer kleinen aber feinen Ungenauigkeit behauptet er auch noch, dass Flash ja auf Apples Geräten laufen würde:

We have shown that Flash technology is starting to work on these devices today by enabling standalone applications for the iPhone to be built on Flash.

Flash läuft nicht auf dem iPhone oder dem iPad. Es läuft noch nicht mal etwas ähnliches. Mit dem neuen CS5 kann man lediglich Flash auf das iPhone portieren. Dazu wird im Prinzip mit einem Crosscompiler Binärcode für das iPhoneOS erstellt. Dass es sich dabei um etliches an Arbeit gehandelt haben muss verschleiert er durch ‘by enabling standalone applications’ und ‘built on Flash’. Einfach nur eingeschaltet? Wohl kaum. Gebaut auf Flash? Wohl eher ‘gebaut mit Flash’.

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google vs. apple – die schlacht beginnt

Veröffentlicht in analytics, gadgets, netzpolitik von qrios am Februar 2, 2010

Gestern saß ich noch mit @mspro und @343max im Oberholz und sprach unter anderem über das iPad, Google und den ganzen Rest. Kurz zuvor hatte ich den letzten Artikel von mspro über Google gelesen und interessiert die Diskussion über den klassischen Herrschaftsbegriff verfolgt. Auf dem Weg zum Oberholz hörte ich mir die erste halbe Stunde der letzten Ausgabe Lieblingspodcasts (unter anderem mit Max) an, in dem es eigentlich nur um das iPad, dessen Erfolgsaussichten und die mögliche Zeitenwende der IT ging.

Dabei fiel mir ein Punkt ein, der noch vor einem Jahr nur für sehr wenige überhaupt auch nur denkbar war: Microsoft spielt keine Rolle mehr. Ich erinnere mich dunkel, dass Tim Pritlove vor einem halben Jahr in Bezug auf Windows Mobile meinte, Microsoft sei out. Es würde in Zukunft keine Rolle mehr in diesem Sektor spielen. Nun sagt Tim das auch schon eine ganze Weile von Nokia und manchmal denkt man, er würde – trotz all seiner Kritik an Apple – in seinen Prophezeiungen lediglich seinen Wünschen Ausdruck verleihen.

Schaut man sich die Ereignisse des letzten Monats an fällt aber auf, dass Microsoft tatsächlich nicht mehr auftaucht. Nur ein überdurchschnittliches Quartalsergebnis sticht heraus. Und obwohl das Ergebnis noch mal wesentlich besser ist als Apples überdurchschnittlicher Umsatz und Gewinn bleibt dieser Fakt in den Medien blass im Vergleich zum Erstaunen der Branche über Apple. Jobs findet es sogar berechtigt, seine Firma als weltweit größte Mobile Company zu bezeichnen. Im Vergleich zu Nokia und Sony zum Beispiel. Nicht zu Microsoft.

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und täglich grüßt das murmeltier: flash auf dem ipad

Veröffentlicht in gadgets, netzpolitik von qrios am Januar 29, 2010

John Gruber schreibt in einem tollen Artikel “Apple, Adobe, and Flash” warum er Apples Strategie in Bezug auf Flash auf dem iPhone-OS unterstützt. Einerseits stellt er dar, dass es für Apple wesentlich einfacher ist, das Betriebssystem zu warten und weiterzuentwickeln, wenn alle Komponenten von Apple selbst kommen. Andererseits glaubt Gruber, Apple hätte ein idealistisches – neben dem wirtschaftlichen – Interesse, die Verbreitung der proprietären Technik Flash einzudämmen.

In Süddeutschland würde man das wohl hinterfotzig nennen. Aber nur, wenn man denkt wie Steve Jobs.

In der Präsentation des iPads rief Steve Jobs unter anderem die NYT auf. Auf der Seite war offensichtlich eine Werbung, die Flash verwendete. Statt der Anzeige erschien nur das Zeichen für ein nicht unterstützes Plug-In. Engadget veröffentlichte das Bild und prompt entspann sich eine Diskussion im Netz über das alte Thema, warum Apple sich standhaft weigert, Adobe zu gestatten und zu unterstützen, Flash zu portieren.

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