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IT ist kurios!

Archive for the ‘gadgets’ Category

Apples Problem ist die Kundenzufriedenheit und das ist auch gut so.

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Die letzten Apple-Zahlen haben offensichtlich wieder einmal Analysten verunsicherten. Zwar hat Apple deren Erwartungen übertroffen, aber nur was den Ertrag angeht. Bauchschmerzen macht ihnen die Tatsache, dass Apple so viele alte Geräte verkauft. Mit dem iPhone 4 und 4S hat Apple zwei Geräte im Regal, die auch nach zwei und drei Jahren noch in erheblichen Stückzahlen verkauft werden. Aus Sicht der Analysten ist das ein unhaltbarer Zustand. Denn: Apple ist eine starke Marke und solche Marken sollten in einer Branche wie der von Apple Verbrauchsgüter verkaufen und den Markt künstlich verknappen, um den Preis künstlich hochzuhalten.

Apple verhält sich an dieser Stelle jedoch anders als alle Wettbewerber. Für diese ist ein verkauftes Gerät ein Ärgernis. Es gibt keine Updates, keine Reparatursets und kaum Garantieleistungen. Für HTC, Samsung und ZTE sind Bestandskunden ein Problem. Sie verdienen ihr Geld nicht mit Wiederholungstätern sondern mit Neukunden, die sich enttäuscht von Konkurrenzerzeugnissen abwenden. Vom Regen in die Traufe.

Mein iPhone 4S würde ich erst ersetzen, wenn es das gleiche Modell mit LTE gäbe oder vielleicht mit erheblich längerer Batterielaufzeit. Da beides sicher nicht passiert, werde ich das Gerät wohl so lange benutzen, wie es funktioniert und/oder die Netzbetreiber 3G abschalten.

 

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April 28th, 2013 at 12:19 am

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Apples Pläne mit dem Ex-Adobe-CTO Kevin Lynch

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Der Schock war groß bei den Apple-Kennern. Der Adobe-Manager, der am lautesten Apples Politik in Sachen Flash kritisiert und für falsch erklärt hat soll in Zukunft die technische Zukunft Apples mitbestimmen? Das kann doch nur ein schlechter Scherz sein. Vielleicht noch ein strategischer Zug, um Flash den endgültigen Todesstoß zu geben. Als ob es das noch bräuchte!

Worauf deutet die Personalie wirklich hin?

Apple hat wie immer wenig bis gar nichts zu den Motiven gesagt. Schaut man sich die bekannten Fakten an, ergeben sich jedoch neue Perspektiven.

Kevin Lynch (hier seine Vita) ist ein eingefleischter Mac-Fan. In seiner Vita finden sich etliche Berührungspunkte mit Apples Geschichte. So war er unter anderem an der Entwicklung und Portierung von FrameMaker für den Mac beteiligt. Bei Macromedia hatte er mit Phil Schiller zusammengearbeitet. Als Adobe-CTO war er maßgeblich verantwortlich für die Migration des Businessmodells von der Lizenz zur Cloud. Gerade die Cloud-Dienste sind bei Apple eine schwelende Wunde.

Die Hauptaufgabe von Lynch bestand jedoch darin, die Virtuelle Maschine namens Flash auf alle möglichen Geräte, CPUs und Betriebssysteme zu bringen. Adobe versprach sich von einer möglichst flächendeckenden Verbreitung sprudelnde Einnahmequellen in der Zukunft zum Beispiel von Lizenzgebühren aus dem Rechtemanagement von Filmen im Netz. Laut eigener Aussage hätte er allerdings gerne schon früher Flash durch HTML ersetzt, meinte jedoch, dass dies nicht gelänge.

Kevin Lynch wird zukünftig direkt an Bob Mansfield reporten. Dieser ist Chef einer nicht näher spezifizierten Abteilung für zukünftige Technologien. Und Bob Mansfield ist Apples Mann für die Hardware.

Könnte Apple eine JavaScript-VM-CPU planen?

Als SoC liesse sich ein JavaScript-Core platz- und energiesparend umsetzen.
/cc by @in_aha

Apple hat in den letzten Jahren mehrere CPU-Schmieden eingekauft. Inzwischen entwickeln sie ihre eigenen ARM-Layouts als SoC für iPhone und iPad. Laut etlicher Quellen gibt es schon länger Referenzdesigns für ein MacBook Air mit einem ARM-Prozessor.

Dieses Know How über Prozessor-Design und Produktion zusammen mit dem Wissen von Lynch über Virtuelle Maschinen für Flash würde es Apple ermöglichen einen neuen Co-Prozessor zu entwickeln: eine JavaScript-CPU.

Der Computer eines Normalanwenders verbringt heute einen großen Teil seiner Zeit mit dem Verarbeiten von JavaScript. Zukünftig wird dieser Anteil noch höher werden. Dies allein schon dadurch, dass eher mehr als weniger verschiedene Plattformen bei Smartphones, Tablets, Fernsehern und Computern zu erwarten sind.

Die Versuche, JavaScript zu beschleunigen sind mit der aktuellen Entwicklung von asm.js jetzt an ihr natürliches Ende gelangt. Das gilt allerdings nur, wenn man sich die Möglichkeiten von Software ansieht. Der nächste logische Schritt ist eine Hardwareunterstützung der VM.

JavaScript ist auf Grund seiner extrem einfachen Struktur hervorragend geeignet, in Hardware gegossen zu werden. Wenige Typen, eine simple Statemaschine, Single Threads und Sandboxing sind ideale Voraussetzungen für einen kleinen Core mit Anbindung an den Haupt- und Grafikspeicher.

Sprachspezifische CPUs gab und gibt es immer wieder. Nicht zuletzt lässt sich ein solches Projekt sogar mit herkömmlicher FPGA-Technik umsetzen. Für Java gab es beispielsweise Ansätze von Sun selbst oder die Open-Source-Variante JOP, ein optimiertes Java auf einem FPGA-Chip.

Chancen am Markt

Für Apple hätte ein solcher Schritt viel Charme. Auf drei wichtigen Geräteklassen (iPhone, iPad und ARM-MacBook) würde JavaScript ohne Anpassung durch die Entwickler plötzlich Dimensionen schneller laufen. Und zwar auch erheblich schneller als auf vergleichbaren Geräten der Android und Chromebook-Konkurrenz. App-Entwickler würden noch häufiger lieber zu Webkit und JavaScript greifen als zu nativer Programmierung.

Viel wichtiger als die Performance wäre jedoch der Gewinn bei der Batterielaufzeit der Geräte. Zwei Tage bei einem iPhone und 12h bei einem MacBook wären durchaus im Rahmen des Möglichen.

Damit hätte Apple zwei Verkaufsargumente, die in einem engen Markt wichtig sind. Zumal die Konkurrenz Jahre bräuchte, um auf den gleichen Stand zu kommen, wenn sie es denn – ob restriktiver Patentauslegung – überhaupt könnte.

Written by qrios

March 31st, 2013 at 8:20 pm

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eBook-DRM: Usability-Hürden und Sicherheitslöcher

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Vor wenigen Tagen kam die Agenturmeldung, dass die beste Zeit für eBook-Reader mit ePaper bereits vorbei sei und sie ihren Platz an billige Tablets auf der Basis von Android abtreten müssen. Also höchste Zeit, sich ein Exemplar dieser aussterbenden Gattung zu besorgen und sich genauer anzusehen.

Cybook Odyssey von Bookeen (Thalia)

Die Firma Bookeen bietet mehrere Cybook-Varianten an. Die Version mit Beleuchtung gab es in dem Thalia-Laden grade nicht daher wurde es die einfachere Cybook Odyssey Ausführung. Sie verfügt über einen Touch-Screen und ist mit 2GByte internem Speicher ausgestattet. Ein Mirco-SD-Kartenslot und ein Micro-USB-Anschluss dient dem Transfer der Daten.

Trotz fehlender Beleuchtung ist Text gut zu lesen. Allerdings sollte man beim Kauf im Laden bedenken, dass es dort meistens eine wesentlich heller ist. In schummrigen Ecken geht es ohne zusätzliche Beleuchtung nicht mehr.

Das System ist nur minimal auf Thalia gebrandet. Bis auf den voreingestellten Web-Shop findet sich kein Hinweis – selbst in den Hilfedokumenten – auf den Buchhändler. Für die Einrichtung des Gerätes und das Lesen gekaufter Bücher ist entweder ein WLAN-Zugang oder ein Windows-/Mac-PC notwendig. Andernfalls kann man nur eBooks und PDFs lesen, die von DRM befreit sind.

Nightmare DRM

Damit gekaufte Bücher auf dem Gerät gelesen werden können, muss das Gerät autorisiert werden. Bei dem Thalia-Einrichtungsprozess funktioniert das eigentlich relativ reibungslos. Es sei denn, man hat mit der angegebenen EMail-Adresse bereits eine Adobe-ID oder man hat ein Passwort gewählt, das Adobe nicht gefällt. Spätestens hier dürften die meisten Nutzer verunsichert aussteigen.

<ironie>Falls man sein Passwort für die Adobe-ID vergessen hat, empfiehlt es sich, das Gerät in den Werkszustand zurückzusetzen. Dann kann man in den Online-Store gehen und gibt sein Thalia-Login ein. Danach nämlich ist die Anmeldungssoftware so nett, einem das Passwort der Adobe-ID im Klartext anzuzeigen.</ironie>

Irgendein Server zwischen Gerät und Adobe speichert das Passwort für die Adobe-ID im Klartext. (Übrigens die gleiche ID, die für die Adobe-Cloud verwendet wird.)

D.h. an mindestens einer Stelle ist das Passwort als Plaintext gespeichert. Es dürfte sehr unwahrscheinlich sein, dass der Fehler auf Adobes Seiten liegt. Tatsächlich dürfte Thalia oder der DRM-Provider bei Bookeen Schuld sein und das Passwort in Kombination mit der ID speichern. Abgesehen von den dadurch entstehenden unvorhersehbaren Sicherheitslöchern – groß wie Scheunentore™ – dürfte dieses Vorgehen weder im Interesse von Adobe noch der Nutzer sein.

Mit Hilfe des Thalia-Shops kann jeder Angreifer mit einem Cookie-Klau – etwa über ein kompromittiertes WLAN – auch gleich an die Daten bei Adobe kommen. Denn bei dem Shop kann man mit einem eingeloggten Browser (natürlich funktioniert der Cookie auch ohne https … ) nicht nur ein neues Passwort setzen, sondern im gleichen Schritt auch die EMail-Adresse ändern. Mit einem simplen Script liesse sich so Einblick in die persönliche Bibliothek gewinnen. Abgesehen davon, dass diese auch gleich gelöscht werden könnte oder sämtliche autorisierte Geräte gelöscht werden können.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass sich hier zwei Partner – Thalia und Bookeen – gefunden haben, von denen mindestens einer nicht weiß, was er tut. Und Adobe hat offensichtlich keine Ahnung, was seine Kunden da treiben. Deren AGBs sollten sie jedoch nicht von der nötigen Aufsichtspflicht entbinden. Letztlich fallen solche Sicherheitslücken auf Adobe selbst zurück.

Fazit

Wäre man in der Lage über die Sicherheitslöcher hinwegzusehen, bleibt als Fazit dennoch, dass sich eBook-Reader auf der Basis von Adobe-DRM nicht durchsetzen können. Sie sind für den DAU schlicht nicht zu verwenden. Woher soll er beispielsweise wissen, wie man ein in einem anderen Shop gekauftes Buch auf seinen Reader bekommt. Denn beim Kauf bekommt man lediglich eine ACSM-Datei zum Download angeboten. Diese “Adobe Content Server Message” ist nur ein Token, das man danach mit einem Programm mit dem sprechenden Namen “Adobe Digital Editions” aktivieren muss. Erst dann wird das Buch geladen. Dort kann man es dann auf den mit USB angeschlossenen Reader schieben.

Dieser Aufwand ist vor allem deswegen nicht zu verstehen, weil man als Nutzer, der das geschafft hat auch in der Lage ist, sich Tools zum Befreien der eBooks von dem lästigen DRM laden kann. Für den Mac gibt es beispielsweise AdobeDrmRemoval. In einem schnellen Test befreite es erfolgreich Neal Stephensons “Error” (engl. “Readme”) vom DRM.

 

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December 21st, 2012 at 2:11 pm

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Extension für Chrome: Leistungsschützer ausblenden

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Die sehr lange Liste der Unterstützer des Leistungsschutzrechts umfasst inzwischen fast jeden großen und kleinen Verlag in Deutschland. Nun ist es jedoch sehr mühselig vor jedem Klick bei Google immer erst nachzusehen, ob Google die Snippets eines dieser Verlage raubmordkopiert hat. Daher habe ich eine kleine Chrome-Extension namens “Leistungsschutz” geschrieben gemacht, die die entsprechenden Fundstellen ausblendet.

Bei der Suche nach ‘hannover’ würde ich normalerweise mehrere Einträge der HAZ und der Neuen Presse bekommen. Die erscheinen nun nicht mehr. <ironie>Der Verlag kann sich also entspannt zurück lehnen denn Google wird bei mir zukünftig daran gehindert sich an der Arbeit anderer zu bereichern.</ironie>

Die Extension liegt nur als Source-Code vor und muss lokal vom eigenen Rechner geladen werden.

1. Zip Downloaden & uspacken,

2. Chrome -> Einstellungen -> Erweiterungen -> Entwicklermodus/Developer Häkchen setzen.

3. Entpackte Erweiterung laden.

 

Alles zur freien Verfügung und Veränderung und Weitergabe. Natürlich ohne jede Gewähr.

(Zu Hilfe kam ein kleines Tutorial, jQuery und diese Anleitung.)

[Update] @seiz hat sich etwas mehr Mühe gemacht und es als fertig installierbare Extension für Safari bereitgestellt. Vielen Dank! [/Update]

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November 30th, 2012 at 4:41 pm

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Parallella: Kickstarter-Projekt für preiswertes Parallel-Computing

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Parallel-Computing ist nach wie vor ein teures Unterfangen. Es gibt Evaluationboards die aber immer einen vierstelligen Betrag kosten. Der Grund dafür ist recht einfach, denn diese Form der Computer werden nicht in Massenprodukten verbaut. Noch nicht, meint zumindest die amerikanische Firma adapteva. Sie verspricht Boards Boards für unter $100 wenn sich genügend Leute finden um die Produktionskosten zu senken. Sie bieten den Unterstützern zwei verschiedene Setups. Das preiswerte hat einen 16-Core und falls genug Geld zusammenkommt kann man für mehr Geld auch ein Board mit 64 Kernen bekommen. Letzterer verspricht 100 GFlops bei nur bis zu 2 Watt Leistungsaufnahme.

Ich hab sicherheitshalber mal mitgemacht und hoffe, dass das Projekt ein Erfolg wird. Vielleicht findet sich ja dann auch mal jemand, der ein FPGA-Projekt startet.

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October 21st, 2012 at 3:01 pm

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iOS 6 Maps: Kollateralschäden im Kampf zwischen Apple und Google

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In einem großen Einkaufszentrum in UK findet sich weit und breit nur ein Shop.

 

Mit dem weltweiten Rollout von iOS 6 für die meisten iPhones, iPods und iPads am 19.9. hat sich Apple wahrscheinlich den größten Fehler in der Unternehmensgeschichte bisher geleistet. Die Firma hat sich zum Gespött der Apple-Anhänger gemacht.

iOS 6 Maps: nicht mehr als eine Fun-App

Stein des Anstoßes ist die neue Map-App. Statt der bisher verwendeten Google-Maps-Daten verwendet Apple nun die Karten und Bilder von TomTom und die Point-Of-Interests (POIs) von Yelp. Für die Suche verwendet Apple offensichtlich eine eigene Engine. Dies gilt möglicherweise auch für das Routing und den Tile-Map-Server, welcher dafür zuständig ist, Karten, Bilder und PIOs zum User zu bekommen.

Und alle diese Daten und Backends erreichen nicht annähernd die Qualität von Google Maps. Die Differenzen sind so groß, dass es nach wenigen Stunden schon diverse Twitter-Accounts und Blogs gab, die sich mit den Fehlern beschäftigen. Prominentestes Beispiel ist der tumblr-Blog “The Amazing iOS 6 Maps“. Hier werden verschiedenste Beispiele für teilweise haarsträubende Fehler protokolliert.

Apple hatte sich nach früherer Eintracht von Google abgewendet, weil es Android als zu große Gefahr für seine Produkte ansieht. Allerdings hat es dann noch mal drei Jahre gedauert bis Apple sich traute, mit einer eigenen Map-Applikation auf den Markt zu kommen. Offensichtlich hätte man jedoch noch einige Jahre ins Land gehen lassen sollen. Der erste Wurf ist offensichtlich eine Katastrophe.

Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. Hinweis für iOS6-Benutzer in der Londoner U-Bahn.

Vor 8 Jahren kaufte Google die Firma Keyhole. Diese war unter anderem ein Spin Off der CIA und Nvidia. Dieser Kauf war an sich schon ein politischer Akt im Spiel um die Märkte der Zukunft. Microsoft hatte kurz zuvor erste Vista-Anmutungen (alias Longhorn) gezeigt. Eines der Beispiele war eine Aero-Applikation für Makler auf der Basis von Keyhole.

Keyhole hatte zu diesem Zeitpunkt drei Jahre Erfahrungen mit Satellitenbildern und Routing. Auf der Basis dieses Know Hows hat Google inzwischen einen schier uneinholbaren Vorsprung im Segment der Map-Anwendungen. Gespeist wird dieser Vorsprung aus mehreren Quellen, die sich gegenseitig befruchten: Map-Daten (Karten, Sat-Images, POIs, …), Suchmaschinendaten (WebSite-Daten), Suchalgorithmen und Nutzerverhalten (Suchen, Live-Traffic, …).

Apple hat in jedem dieser Bereiche weder die gleiche Qualität der Daten und Algorithmen noch die entsprechenden Erfahrungen. Tatsächlich haben sie nun nicht mal mehr die Daten der Android-User. D.h. Google hat nicht nur eine bessere Startposition sondern auch eine wesentlich bessere Sprungposition.

Apple sucht noch immer Map-Developer. Vielleicht lassen sich ja bei Google welche abwerben.

Vor diesem Hintergrund ist es sehr unwahrscheinlich, dass Apple zusammen mit TomTom in den nächsten Jahren auch nur in die Nähe der Qualität der Google Maps kommt. Vielleicht können Themen wie Performance noch gelöst werden. Die Erfahrung Apples mit großen Serversystemen lässt daran jedoch ernsthaft zweifeln. Die Qualität der POIs oder der Satelliten-Images wird sich nur sehr langsam verbessern lassen. Es würde nicht mal helfen, wenn die ganze Welt als “Fly Over” (interaktive 3D-Ansicht) abgebildet werden könnte, denn diese Funktion ist nicht mehr als ein nice-to-have. Im Alltag ist die korrekte Route, die nächste Tankstelle und die Stauvorhersage unverzichtbar.

Auf diese Funktionen müssen iOS-6-Nutzer jetzt verzichten. Unklar ist, ob Google eine separate Map-App für iOS rausbringen wird. Noch unklarer ist, ob Apple diese ohne weiteres in den Store lassen würde. Es wäre ein Schuldeingeständnis erster Klasse und für solche ist Apple nicht grade bekannt.

Bei Google ist der zweite Vorschlag bei der Suche nach “ios6 do” bereits “ios6 downgrade”. Bisher geht dies nur bei älteren Geräten und auch dann nur mit einem Jailbreak. Man darf also gespannt sein, wie groß der Druck der Nutzer auf Apple noch wird und wie die Firma darauf reagiert.

 

Written by qrios

September 21st, 2012 at 12:32 pm

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iOS6 mit Targeting-Schutz

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Mit der seit gestern verfügbaren Verion 6 von Apples Mobile-Betriebssystem iOS wurde eine neue Funktion zum Schutz der Privatsphäre eingeführt.  An der sehr, sehr versteckten Stelle “Einstellungen > Allgemein > Info > Werbung > Ad-Tracking beschränken” kann der Nutzer zusätzlichen Schutz aktivieren. Dabei geht es um die Verwendung von eindeutigen IDs für das Targeting in In-App-Werbung.

Bis zum letzten Jahr konnten die Entwickler und damit auch die Werbenetzwerke (die von den Entwicklern benutzt wurden) uneingeschränkt auf die sogenannte UDID zugreifen. Dies ist eine einheitliche ID, die bei jedem Gerät unterschiedlich ist. Danach hat eine Systemfunktion für jede App eine separate ID generiert, die sich bis zum Löschen der App nicht geändert hat. Werbetreibende konnten mit dieser Lösung gut leben, obwohl ihnen die App-übergreifende Verknüpfung der Profile verwehrt war.

iOS 6 mit besserem aber sehr verstecktem Schutz der Privatsphäre.

Mit der aktivierten Einstellung wird nun bei jedem Aufruf der App eine neue ID generiert. Diesen Daten können die Werbenetzwerke nun sehr schwer ein qualifiziertes Profil zuordnen. Ausgeschlossen ist dies jedoch nicht, erfordert jedoch auch die aktive Unterstützung des Entwicklers. Der läuft damit aber auch Gefahr, dass Apple dann die App aus dem Store nimmt.

Mit Do-Not-Track oder einem Tracking-Opt-Out bei den großen Werbenetzwerken hat die Einstellung entgegen anderen Meldungen übrigens nichts zu tun. Weder das Verhalten des Safari selbst noch das des WebKit-View in Applikationen verändert sich durch das Setzen der Option.

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September 20th, 2012 at 4:15 pm

Frustration mit dem @Raspberry_Pi

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Nach mehreren Nächten mit dem Raspberry Pi stellt sich bei mir erhebliche Frustration ein. Einem schönen Stück Hardware fehlt ein konsistentes und konsequentes Software-Packaging. Das Ausmaß der Ziellosigkeit wird seit gestern für jeden deutlich. Auf der Downloadseite liest man seit neuestem unter “Raspbian ‘wheezy’“:

If you’re just starting out, this is the image we recommend you use.

Folgt man jedoch dem Link zu der Projektseite von Raspbian liest man dort als Antwort auf die erste Frage in den FAQ’s:

First of all, you need to know that Raspbian is under active development and is not suitable at this point for someone new to Linux or small ARM based systems such as the Raspberry Pi.

Das favorisierte System eines Lerncomputers für Menschen/Kinder, die an die Programmierung herangeführt werden sollen, ist nicht geeignet für Leute, die noch keine Erfahrungen mit Linux oder ARM-Systemen haben? WTF!

Das neue System ersetzt dabei eine Debian-Distribution, die nur marginal an das Board angepasst war. Von vielen Nutzern wurde kritisiert, dass die Distribution das Board einfach überfordert. Die Standardpakete installieren vollkommen unsinnige Abhängigkeiten. Möchte man beispielsweise Bluetooth installieren wird gleich mal das riesige Druckersystem CUPS mitinstalliert. Bei dem GPS-Deamon bekommt man dann auch noch die Lüfterkontrolle mit dazu. Buy one get 493 for free.

Dabei sollte eigentlich schon längst eine spezielle Fedora-Version verfügbar sein. Noch im März verkündete man, die Fedora-Distribution wäre fertig und könne verwendet werden. Aus der angekündigten Version Fedora 17 wurde bis jetzt nichts. Kein Wunder, dass Raspberry nun nervös geworden ist und eine angepasste Debian-Version zwischengeschoben hat.

Zusammen mit dem Arch Linux ARM und QtonPi gibt es damit derzeit fünf verschiedene OS-Alternativen (plus dutzende Branches). Davon sind oder waren drei von Rapsberry Pi selbst empfohlen. Hinzu kommt noch ein Firmware-Update. Dieses braucht man zum Beispiel, um Webcams oder TV-Tuner anzuschliessen.

Aus diesem OS-Zoo erwächst schon jetzt ein grundlegendes Problem: wo bekomme ich als Neuling Hilfe her? Eine große kenntnisreiche Community hat bereits alle möglichen Artikel über die Einrichtung das Systems veröffentlicht. Da sich aber das empfohlene System permanent ändert, haben selbst erfahrene Anwender erhebliche Probleme zu unterscheiden, welche die richtige Vorgehensweise ist.

Bei mir hat das Firmware-Update zwar dazu geführt, dass die Kamera inzwischen funktioniert, aber jetzt hängt das System beim Start wenn ein Bluetooth-Dongle angeschlossen ist. Sicher ein lösbares Problem – für mich. Aber für einen Anfänger? (Ja, ich glaube, dass viele mit einer Bluetooth-Maus und einer WebCam spielen wollen.)

Der Hype um das Projekt hat offensichtlich so viel Druck erzeugt, dass eine viellecht mal vorhandene Softwarestrategie über den Haufen geworfen wurde. Und dieser Fehlstart wird dem System wahrscheinlich lange anhängen. Viele Neulinge werden frustriert die Hände davon lassen. Schade.

Zum Verständnis: Ich würde dem Projekt für Idee und Initiative 100 Punkte für guten Stil geben. Und auch die Hardware kann nach meinem bescheidenen Verständnis in diesem Bereich 95 von 100 Punkten erhalten (Abzug für HDMI).

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July 18th, 2012 at 12:38 pm

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Street View mit Sencha Touch 2 auch unter WebKit Mobile

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Street View funktioniert relativ gut auf dem iPad 1G und 2G und dem iPhone 4 und 4S. Probleme gibt es mit dem neuen iPad. Offensichtlich ist die Datenmenge der Bilder hier der limitierende Faktor. (Link: qrios.de/sv)

Unter qrios.de/sv habe ich einen Test mit Street View unter WebKit Mobile laufen. Erstaunlicherweise bietet Google Maps seit einiger Zeit Street View auch für mobile Browser an. Das erste große Framework, das das jetzt eingebaut hat ist Sencha Touch 2. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Sencha respektive ExtJS. Allerdings lassen sich damit wirklich extrem schnell mobile Web-Applikationen erstellen. Diese sind inzwischen sogar relativ performant und z.B. schneller als vergleichbare Sachen mit jQuery Mobile.

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May 2nd, 2012 at 2:56 pm

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Windows 8 nicht für aktuelle Geräte?

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Man könnte (wie ich) sprachlos sein über die Meldungen heute zu Windows 8 und der fehlenden Upgrademöglichkeit für bisherige Windows-Phone-Phones. @web_martin trieb es jedoch die Zornesröte ins Gesicht und er verfasste einen Rant, der sich gewaschen hat. Ich stimme ihm zwar nicht zu, dass es für Nokia zu spät ist noch auf den Android-Zug aufzuspringen (es soll zumindest in Berlin einen Raum geben in dem verschiedene Geräte damit getestet werden und die Telcos sind ja sowieso der Meinung, dass sich Nokia-Geräte mit Android besser verkaufen würden) aber insgesamt teile ich seine Meinung. Eine solche Entscheidung wäre der Sargnagel für Windows Phone. Und hoffentlich auch das Ende von Ballmer und Elop.

Written by qrios

April 18th, 2012 at 12:29 pm

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