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IT ist kurios!

warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird

70 Kommentare

Für einen Augenblick sah es nach der Demo “Freiheit statt Angst” 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (‘A-Blogger‘) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die Massenmedien gebracht.

Schon weniger als eine Woche später gibt es nur noch Gülle und Giftspritzen. Der Anlass ist ein Interview  den der stellvertretende Vorsitzende der Partei der ‘Jungen Freiheit’ gegeben hat. Ein Blatt, dass mir auch schon mal im Zusammenhang mit irgendeinem Skandal über den Weg gelaufen war, dessen Namen ich gleich wieder vergessen hatte. Vielleicht weil er mich zu sehr an die Junge Welt erinnerte. Der Inhalt des Interviews, ist ungetadelt und spielt bei der gesamten Diskussion offensichtlich keine Rolle.

Kern der Kritik von allen Seiten ist die Tatsache, dass ein Pirat in Verantwortung politisch so naiv sei, dass er nicht wüsste, wer die Junge Freiheit ist und sich erst im Nachhinein informiert.

Leimspur

Frédéric Valin surft sich bei Spreeblick – geschmiert mit Kampagnengleitgel mit Moralingeschmack – auf einer Welle von Kommentaren zu der These, die Piraten hätten keine Werte. Und mit dieser Einstellung würden sie – politisch blind – in die Fußstapfen von von Papen treten. Ihre Wertelosigkeit ebnet nach seiner Meinung den Rechten den Weg in die Parlamente. Starker Tobak. Klar, dass die Piraten darauf empfindlich reagieren.

In einem Kommentar fordert Frédéric daher auch eine Wertedebatte (hierzu: warum werte wertlos sind) in der Partei, da sie ansonsten ein “digitaler Kleingärtnerverein oder eine FDP für Mac-Besitzer” bleiben würden (was nicht einer gewissen Komik entbehrt, da die Blogosphäre für ihre Mac-Affinität bekannt ist).

Es handelt sich nicht um den ersten Ausfall des Spreeblicks gegen die Piraten. Schon bei der Frage ob vermeintliche Holocaustleugner aus der Partei ausgeschlossen werden sollten, führte Spreeblick die Debatte an. Mit väterlichem Timbre schreibt Johnny Haeusler unter dem despektierlichem Titel ‘Meinungsfreibeuter’: “… ich verstehe, wie schwer es ist, sich mit etwas komplizierteren Geschichten auseinanderzusetzen …”.

Aber auch andere Gallionsfiguren des deutschen Webs erklären gefragt oder ungefragt ihre ablehnende Position zu den Piraten. Zuletzt geschehen durch Sascha Lobo bei N24, der zuvor als Internet-Guru tituliert wurde (wogegen er sich zu recht gewehrt hat). Miss Sophie führt auch die Sippenhaftung ein, indem sie betont, dass individuelle Meinungen von Parteimitgliedern nicht zu trennen seien von der Parteimeinung selbst. Von der Twitteuse Julia Seeliger mal ganz abgesehen, die nun als Undercover-Grüne für die taz schreibt und dabei wieder beweist, dass sie aus berechtigten Gründen nicht zur Riege der A-Blogger gehört.

Was treibt also die Speerspitze des deutschen Internets?

Um diese Frage zu beantworten muss man sich eines klar machen: die oberste Liga der deutschen Blogosphäre sind keine Nerds! Denn nach Wiki ist die Definition eines Nerds:

Nerd [nɜːd] (engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt.

Die A-Blogger sind mehrheitlich verwurzelt im Medienbereich, in der Werbung und in der Kunst. Sie verdienen ihr Geld in den meisten Fällen mit dem Schreiben von Texten für On- und Offline. Ihr Geschäft ist es, sich selbst zu vermarkten. Alle Eigenschaften eines Nerds – bis hin zu dem IQ – sind dabei nur hinderlich. Das ist auch der Grund, warum sich ihr Internet-Manifest nur um ihre Welt dreht. Es tauchen darin weder Games auf, noch Software oder Open Source.

Die Piratenpartei wird demgegenüber zu einem großen Teil von echten Nerds getragen. Leuten, die an ihrem Webserver rumschrauben, weil es ihnen Spass macht. Leuten, die lieber vi benutzen als Keynote. Leuten, die ihr Handy hacken weil sie dabei etwas lernen, nicht weil es cool ist. Es gibt selbstverständlich auch Journalisten, die Piraten sind. Die Parteibasis wird aber von technikaffinen Menschen getragen. (Alles natürlich nur meine Vermutung, da ich noch keine Analyse der Mitgliederstruktur gesehen habe.)

Die Infrastruktur wird also von den Piraten bereitgestellt und von den A-Bloggern genutzt. Für die Nerds besteht der Wert des Netzes im Netz selbst. Für die A-Blogger besteht der Wert des Netzes in ihnen selbst. Für einen A-Blogger ist das Netz an sich vollkommen wertlos. Erst durch sein Tun entsteht ein ideeller Wert. Er überlädt das Netz gewissermassen.

Selbstverständlich ist die Gruppe der A-Blogger keine homogene Gruppe. Sie ist auch untereinander extrem streitlustig. Sehr schön ist das zu sehen an der Diskussion um adnation oder um die Vodafone-Kampagne. Sie stehen natürlich permanent in Konkurrenz zueinander.

Die A-Blogger sind geschickt getarnte Trolle

In einem Internet-Medium wird ein Autor als Troll bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt, sondern der vor allem das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein.

Das ist die Wiki-Definition eines Trolls. Und genau das ist es, was die A-Blogger machen. Es geht ihnen nicht darum, die Piratenpartei zu schädigen oder sie – in ihrem Sinne – zu verbessern. Es geht lediglich darum, möglichst viele User auf ihre Seiten zu locken und möglichst viele Kommentare und Backlinks zu bekommen.

A-Blogger sind das Pendent zu dem rechten Radiomoderator in den Staaten. Das klingt vielleicht etwas seltsam, da man den deutschen A-Bloggern ja nicht vorwerfen könnte, sie wären rechts. Insbesondere, da ja ein permanenter Entzündungsherd eben der Umgang der Piratenpartei mit der Positionsbestimmung in der politischen Topologie ist.

Einer von den 16 reichweitenstärksten Radio-Moderatoren (der 16.) in den USA ist links alle anderen muss man als (ultra)konservativ bezeichnen (DLF). Vordergründig müsste man also meinen, dass – zumindest bei der radiohörenden – amerikanischen Bevölkerung 15 von 16 erzkonservativem Gedankengut anhängen. Die Wahlen zeigen, dass dem nicht so sein kann. Warum also dieses Ungleichgewicht? Ein liberaler Zuhörer wird einfach durch rechte Thesen viel mehr provoziert. Der Moderator bringt sich so ins Gespräch. Immer nach dem Motto: Hast Du gehört, was XY wieder gesagt hat?

Wie lässt sich eine möglichst große Leserschaft im Netz momentan mehr motivieren, als durch Piratenbeschimpfung? Gar nicht. Jeder Artikel mit dem Tenor “Piraten sind $verunglimpfende_Beschreibung, deswegen unwählbar” verspricht einen Sturm der Entrüstung. Dabei zeigt sich, dass die eher liberalen Piraten und Sympathisanten auf  $verunglimpfende_Beschreibung = (‘rechtsblind’, ‘rechtslastig’, ‘rechts’) signifikant stärker reagieren als auf $verunglimpfende_Beschreibung = (‘frauenfeindlich’, ‘chauvinistisch’, ‘gegen Abtreibung’) oder $verunglimpfende_Beschreibung = (‘die neuen Grünen’).

Und nun?

Zuerst muss man sich vor Augen halten, dass die A-Blogger kaum verankert sind in dem was man eigentlich als engagierte deutsche Netz-Community bezeichnen kann. Die Verbindungen zum CCC sind marginal. Im AK-Vorrat ist offensichtlich niemand von ihnen aktiv. Die Petition gegen die Internet-Sperren wurde von anderen eingereicht. Dann muss man beachten, dass der Radius der Blogosphäre im Vergleich zu dem des Gesamtangebotes an Online-Inhalten um Dimensionen kleiner ist. Der typische Surfer geht auf GZSZ, Bild, Spiegel-Online und Kicker. Spreeblick kennt er nicht und Sascha Lobo ist für ihn ein Kunstprodukt, da ist er sich sicher (bei Horst Schlämmer ist er sich da nicht mehr so sicher).

Solange die Blogosphäre in der Nische existiert, wird sich auch an der Beschimpfung der Piratenpartei nichts ändern. Konstruktive Kritik oder gar Mitarbeit bringen eben viel weniger Traffic auf die Site. Es würde sich auch nichts ändern, wenn die Piratenpartei in die Parlamente einzieht. Selbst ein Gremium in der Piratenpartei, dass alle Aussagen und Handlungen unterbinden würde, die möglicherweise kritisiert werden könnten, würde nichts daran ändern.

Nur die Piraten selbst und ihre Anhänger könnten daran was ändern:

sudo echo “127.0.0.1 $A_Blogger_Domain” >> /etc/hosts

ps: mspro hat es aus einer anderen Sicht betrachtet. Das kann er und macht es sehr gut, aber das ist auch kein Wunder, da er sich schon des öfteren mit seiner Stimme sehr differenziert und radikal von dem Chor abgehoben hat.

[Update] Ich bin kein Pirat! [/Update]

[Update] Unter dem Titel “Piratenabenteuer: Die Durchwatung des braunen Sumpfes” schreibt die ennomane “… Man sollte den Shitstorm, der gerade läuft, als das sehen, was er ist: Als Kampagne der politischen Gegner unter Ausnutzung eines Verstoßes gegen die Political Correctness.” [/Update]

[Update] Das geschätzte law blog verkürzt diesen Artikel auf die Aussage, er würde A-Bloggern einen mangelnden IQ unterstellen. Was merkwürdig ist, da der Intelligenzquotient ja eine relative Größe ist und die Definition eines Nerds, diesem einen überdurchschnittlichen IQ zuschreibt. In der Wiki-Definition für A-Blogger konnte ich diese Zuschreibung nicht finden. [/Update]

[Update] Fefe meint: “Es ist eine Schande, dass das (Fragen, die mal gestellt werden mußten) vor der Jungen Freiheit kein Journalist getan hat.” [/Update]


Written by qrios

September 17th, 2009 at 2:26 pm

Posted in netzpolitik

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70 Responses to 'warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird'

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  1. Strike!

    pirate of the bay

    17 Sep 09 at 4:18 pm

  2. Aus Dir Spricht doch der pure Neid. Als C-Blogger pisst Du doch auch nur uns A-Blogger an damit Du Klicks bekommst. Die Piraten sind nun mal Müll und das kann man auch beweisen: lies Dir einfach unsere Artikel durch. Da steht es schwarz auf weiss!

    A-BLOGGER

    17 Sep 09 at 4:23 pm

  3. ^^ Selbstverliebt trifft es ganz gut.

    Was ich auf vielen A-Blogs finde ist kaum mehr wie der persönliche geistige Dünnschiss linksradikaler Selbstdarsteller, denen sich ihr Web-Ruhm zu Kopfe gestiegen ist.
    Echt doof das die PIRATEN hier den Rang ablaufen.

    C-Blogger

    17 Sep 09 at 6:34 pm

  4. > Die Piraten sind nun mal Müll

    Andere ‘A-Blogger’ koennen das bestimmt auch fuer Neger und Juden ‘beweisen’?!

    Setzen, sechs!

    keinblogger

    17 Sep 09 at 10:23 pm

  5. Zum Kommentar von A-BLOGGER kann ich nur folgendes sagen. Dazu zitiere ich das Wiki.

    Im deutschsprachigen Raum sind derzeit keine Blogs bekannt, deren Zugriffszahlen traditionelle Massenmedien in den Schatten stellen würden. Daher gibt es derzeit keine deutschsprachigen A-Blogger.

    Zum Artikel selbst. Gut auf den Punkt getroffen.

    Mirko

    18 Sep 09 at 10:08 am

  6. Komisch, beim Begriff A-Blogger kommt mir immer sofort der Begriff “Selbstverliebtheit” in den Sinn.
    Ich stimme dir zu, auch die “A-Blogger” benutzen die Piratenpartei. Da sie jedoch größtenteils keinerlei Substanz haben, bleibt davon zum Glück nur ein Echo übrig, das man bald gar nicht mehr hören wird.

    Andreas

    17 Sep 09 at 5:23 pm

  7. “geschmiert mit Kampagnengleitgel mit Moralingeschmack” herrlich!

    Das trifft es nach meiner Meinung ausgezeichnet. Wobei bei Fred ja offensichtlich noch eine radikal linke Einstellung hinzu kommt. Seit dem Malte beim Spreeblick weg ist und Fred lauter Artikel über Fussball und seine Gesinnung schreibt macht mir der Spreeblick keinen Spass mehr. Aber er hinterlässt irgendwie eine Lücke.

    b.hende

    17 Sep 09 at 5:24 pm

  8. Das ist – sorry für die harten Worte – pseudo-wissenschaftliches Gequatsche.
    Ich bin schon länger Piraten-Mitglied, nach deiner Definition wohl B-Blogger (obwohl als Händler berufstätig) und außerdem: Anti-Faschist! Ich habe mich – anders als viele Piraten – intensiv mit der Taktik der Neuen Rechten beschäftigt, weiß, wie deren Mimikry funktioniert und was deren Ziel ist (über die Hintertür gesellschaftsfähig zu werden). Wenn führende Piraten (eine Partei mit angeblicher Medien-Kompetenz!) a) diesen Leuten auf dem Leim gehen und b) danach rumlavieren, es sei alles irgendwie ein Missverständnis, dann ist dies einer breiten Bürgerrechts-Bewegung nicht würdig. (Kurze Erinnerung: Die Rechten sind FÜR Zensur, gegen freie Meinungsäußerung und gegen Demokratie). So einfach ist das.

    BohemianBerlin

    17 Sep 09 at 5:44 pm

  9. Das hier ist ein Blog und keine wissenschaftliche Publikation. Insofern erhebt es nicht den Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit.

    Was Du über die Methoden der Rechten beschreibst trifft so mit Sicherheit auch auf andere politische Gruppen zu. Sie bedienen sich an der Stelle bestimmt keiner geheimen Zauberformeln.

    Ich habe einfach versucht zu ergründen, warum es dieses beschriebene Phänomen gibt. Es gibt sicher noch andere Erklärungen.

    Nur eine Erklärung scheint mir nicht schlüssig: “Uns A-Bloggern liegt so viel an dem Thema, dass wir da besonders aufmerksam sind.” Dafür engagieren die sich einfach viel zu wenig für diese Themen.

    qrios

    17 Sep 09 at 11:36 pm

  10. Strike 2 🙂

    Herrlicher Rant , schade ist nur das das Feindbild eben nicht die A-Blogger, C-Blogger, Gamer oder die Piratenpartei untereinander sind, sondern Politiker die weder A-Blogger noch das hier jemals lesen werden !

    Boomel

    17 Sep 09 at 5:49 pm

  11. […] warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird « qrios qrios.wordpress.com/2009/09/17/a-blogger-sind-auch-nur-trolle – view page – cached Für einen Augenblick sah es nach der Demo „Freiheit statt Angst“ 2009 so aus, als wäre alles wieder gut zwischen der obersten Liga der deutschen Blogger-Szene (’A-Blogger‘) und der Piratenpartei. Verbunden durch die unglaublichen Vorfälle am Rande der Demo gab es gemeinsame Forderungen nach einer eindeutigen Kennzeichnung von Polizisten, gemeinsam wurde das Thema in die Massenmedien gebracht. — From the page […]

  12. […] sehr interessanten Artikel über den Konflikt zwischen der Piratenpartei und den sogenannten A-Bloggern aber auch zur […]

  13. […] sehr interessanten Artikel über den Konflikt zwischen der Piratenpartei und den sogenannten A-Bloggern aber auch zur […]

  14. Das ist genau mein Ding. Entertaint mich total.

    Spitzen Artikel. STRIKE!

    Gerrit

    17 Sep 09 at 6:35 pm

  15. Das erklärt dann meinen Eindruck, dass diese Blogger eigenltich nur bashen können. Wo gebasht wird, da gucken auch mehr Leute vorbei.

    Dann frage ich mich nur, warum sie sich so drüber aufregen, wenn zurück gebasht wird?

    acid

    17 Sep 09 at 6:51 pm

  16. A-Blogger erinnert mich immer an Alpha-Tier http://de.wikipedia.org/wiki/Alpha-Tier .

    Ja wieso wohl! Nur das die Herde, die den Bloggern folgt, eben nicht die klassischen Piraten sind. Und das ärgert die dann doch die Alphas – verständlich.

    Piraten wollen an sich niemanden Alpha-X haben. Da das aber nicht ordentlich funktioniert wählen sie einen Kapitän.

    yenzenz

    17 Sep 09 at 7:07 pm

  17. Und das ist jetzt also eine differenzierte Auseinandersetzung?
    Aha.

    Und wieder bestätigt alles was mir schon seit geraumer Zeit negativ an den Piraten auffällt: Es geht bei vielen von Euch zu wie bei George W. Bush: “Wer nicht für uns ist, ist gegen uns”.

    Schade. Dabei wäre es so gut, diese Gesellschaft und das verkrustete Parteiensystem mal aufzumischen. Derzeit sind die Piraten dazu nicht in der Lage. Und wenn sie so weiter machen, verlieren sie das, was eigentlich ihre Basis ist: Die Zustimmung der Heavy-Internet-Nutzer.

    Philipp

    17 Sep 09 at 7:30 pm

  18. Das ist keine differenzierte Auseinandersetzung. Das ist ein Artikel, der entstanden ist nachdem zum x-ten mal etliche Blogs, die ich gerne lese aus allen Rohren auf die Piraten schiessen.

    Es gibt überhaupt keinen Grund, warum die Piratenpartei (ich bin kein Mitglied) nach meiner Meinung mit den A-Bloggern eine differenzierte Auseinandersetzung führen sollten. Die Forderung daran erinnert mich an die Erpressung etlicher Prominenter durch die Bildzeitung.

    Welche Fragen werden denn gestellt? Arbeiten die Blogger zusammen mit der Piratenpartei an der strittigen Frage der Urheberrechte? Hab ich nicht bemerkt. Lieber bietet der Spreeblick dem Herrn Müller eine Plattform, Herr Lobo lässt sich zu Diskussionsrunden einladen zu Themen zu den er – zugegebenermassen – nichts zu sagen hat und alle zusammen verdienen Geld mit Yahoo!

    qrios

    17 Sep 09 at 11:52 pm

  19. Hihi, ist schon komisch, daß ich von diesen „A-Bloggern“ wie Sascha Lobo und Co. erst dieses Jahr gehört habe. Und ich treibe mich wirklich viel im Netz rum. War aber nie auf deren Webseiten und irgendwie haben die wohl nie irgendwas geschrieben, was mich interessiert hätte.

    Ich denke mal, diesen „A-Bloggern“ könnte reichlich Wind aus ihren (kleinen) Segeln genommen werden, wenn nicht bei jedem Artikelfurz über die Piratenpartei gleich alle Piraten und Sympathisanten auf Twitter, auf anderen Webseiten, in Foren, auf Mailinglisten, in Chats auf diesen Stich ins Wespennest reagieren.

    Weirdo Wisp

    17 Sep 09 at 7:48 pm

  20. Von Lobo habe ich vorher auch nichts gehört, und Spreeblick lese ich schon seit über nem Jahr nicht mehr …

    Jens

    18 Sep 09 at 12:24 am

  21. Das Interview ist die Dienstwagen-Affäre der Piratenpartei.

    Argumentationen laufen auf ähnlicher Ebene – nachdem man inhaltlich nicht groß meckern kann, wird auf ein “tut man nicht”, “muß man doch wissen”, etc, etc … Pseudo-Getue abgehoben.

    Wie stellen sich denn eigentlich die Kritiker eine Auseinandersetzung mit “politisch weniger korrekten” Medien vor ? (diese Frage jetzt mal unabhängig, ob das bewußt war oder nicht) – Igitt – mit denen darf ich bloß nix reden – könnte ja irgendjemand gegen mich verwenden. Wie soll man denn mit so einer Einstellung, jemals Leute aus ihrem Ghetto rausbringen ? Indem man sie als Aussätzige behandelt ?

    Für mich ist um Größenordnung schlimmer: ein Interview mit BILD – die Zeitung die für die Sensation skrupellos Menschenschicksale ruiniert !

    Viele Grüße

    P.S.:http://4gang.wordpress.com/2009/09/15/gegen-die-spd-fur-die-spd/

    4gang

    17 Sep 09 at 9:24 pm

  22. Nur, falls es jemandem entgangen ist: @saschalobo auf Twitter:

    “Amtliche Neudefinition: A-Twitterer ab 5.000 Follower, B ab 2.500, C ab 1.000. Darunter: E (wie Egal)”

    (http://twitter.com/saschalobo/status/3907862791)

    Er kommt ja auch mit “sixtus” sehr gut aus. Ich habe von beiden noch nie etwas gelesen.

    lcBifi

    17 Sep 09 at 9:49 pm

  23. War Sascha Lobo nicht Mitglied der SPD? (kein Scherz!)
    Selbstvermarktung ist genau das Problem. Sie müssen in die Presse und sie brauchen klicks und da ist Zustimmung zu einer Partei, die eigentlich jeder gut findet, der die Ziele verstanden hat, alles andere als profitabel.

    Einzelmeinung

    17 Sep 09 at 9:56 pm

  24. Fakt ist das bereits zwei Piraten der Jugen Freiheit ein Interview gegeben, bzw. einen Fragebogen haben veröffentlichen lassen. Spätestens beim zweiten Kontakt mit besagter zeitung kann man ja nicht mehr von einem Versehen oder Nichtwissen sprechen.
    Davon ab ist es mehr als naiv, aus einem Schulterschluß wie bei dem Prügelpolizisten eine Art Bruderschaft für die Zukunft zu deuten. Die von Dir als A-Blogger eingestuften Personen sollten sich hingegen hoch anrechnen lassen das sie eben nicht festgelegt sind auf eine Schiene, sondern Sachverhalte größtenteils objektiv beurteilen und ihre Meinung entsprechend kundtun.
    Ihr Piraten seid doch immer für die Meinungsfreiheit und nun möchtet ihr Medien gewissermaßen gleichschalten und ein Abo auf eine piratenfreundliche Meinung einlösen? Sorry, aber da kommt mir schon ein wenig Magensaft hoch…
    Und von wegen in der Piratenpartei wären die “echten Nerds”: Wieso denn gleich so faschistisch? Bestimmen jetzt nur die “echten nerds” von den tighten Piraten wer sich so nennen darf? Gibt es da womöglich einen ganz geheimen Kodex der einem zum “echten Nerd” macht? Das wäre mir (zum Glück) neu.
    Und mal Hand aufs Herz: Bei den Piraten sammeln sich wie bei allen neuen Parteien und Trendbewegungen erstmal die ganzen Spinner die überall anders nicht mehr willkommen sind. Bis die sich im Laufe der Zeit rausfiltern sollte man von Seiten der Piraten lieber nicht groß über die vermeintlich qualitativ hoch angesiedelten Nerds in der eigenen Partei reden.
    KipO-Vorwürfe gegen ein exponiertes Mitglied, Versuche der Relativierung der KiPo durch die Basis, Holocaustleugung durch ein damaliges Mitglied, fragwürdige Praktiken zur Finanzierung des Wahlkampfes (Telefonanschluss im Bundestag) und nun noch zwei Auftritte in einer Zeitung am rechten Rand… Die Piraten sollten sich vielleicht mal neu orientieren, die Öffentlichkeitsarbeit straffen und fragwürdige (eventuell sogar kriminelle) Mitglieder aus der Partei entfernen. Wenn dann noch “echte Nerds” übrig bleiben, könnt ihr euch das ja als Marke eintragen lassen.
    “Piratenpartei – Die mit den echten(!) Nerds”… und alle so “Yeaah!” 😉

    Parkrocker

    17 Sep 09 at 10:01 pm

  25. Ich habe jetzt oben hinzugefügt, dass ich nicht Mitglied der Piratenpartei bin. Werde ich in Zukunft bei jedem Artikel tun, der sich um das Thema dreht.

    Was Du beschreibst wird ewig das Problem der Piraten bleiben. Denn es ist ihnen immanent. Wie beim Wiki wird es in einer solchen Partei immer Situationen geben, wo jemand etwas tut, was von aussen negativ ausgelegt werden kann.

    qrios

    18 Sep 09 at 12:09 am

  26. Danke, vielen vielen Dank für eben diese Beobachtung!

    Es ist schon stark auffällig, wie stark sich die A-Blogger oder Alpha-Blogger vom Tatsächlichen “digital native” unterscheiden. Sie sind nur “User”, niemals Admins oder SysOps.

    Schon in der Mailboxszene konnte man beobachten wie “aktive” User sich gerierten und Kampagnen starteten die später durch SysOps beendet werden mussten.

    Mailbox, UseNet, IRC… seen that, been there. Alphatierchen gibt es immer wieder, es ist an uns sie “geradezurücken”.

    cu & good n8

    Rafael

    Rafael

    17 Sep 09 at 10:07 pm

  27. Hm, A-Blogger? Du meinst also die Blogs, die ich nicht lese, weil ich auf selbstverliebte Mac User verzichten kann? 😀 Oh, stimmt, ich lese allgemein wenige Blogs,…
    Trotzdem: Guter Artikel. Aber die Medienwelt arbeitet nunmal so. Sieh die die große Bunte Zeitung an, denen geht es auch nur um Ab- und Umsatz. Bei den großen Bloggern ist wahrscheinlich nicht anders. Sei es mehr Geld durch Ads oder als Egovergrößerung.

    Archimedes

    17 Sep 09 at 10:14 pm

  28. sehr gute Analyse, Respekt!

    Martina

    17 Sep 09 at 11:38 pm

  29. Das scheint mir doch etwas vermessen, die Infrastruktur wird nicht von den Piraten bereitgestellt. Als kleiner Vergleich, alleine zum Linux Kernel haben in den letzten Jahren mehr Leute beigetragen als die PP Mitglieder hat.

    abc

    18 Sep 09 at 12:46 am

  30. Wie gesagt, ich habe ja keine Mitgliederstatistik gesehen. Aber ich würde mal vermuten, dass an dem Kernel signifikant mehr Piratenmitglieder mitarbeiten als A-Blogger, oder?

    qrios

    18 Sep 09 at 1:30 am

  31. Ah, die Piratenpartei will also explizit die Nerd-Partei bleiben? Admins only, der Rest ist eh Klickibunti-Abschaum? Gut zu wissen, beinahe hätte ich aus Versehen mein Kreuz an die falsche Stelle gemacht.

    Paul

    18 Sep 09 at 9:12 am

  32. Dieses “Deswegen seid ihr jetzt unwählbar” hat sich langsam abgenutzt. Also spar’s Dir doch einfach.

    Jens

    18 Sep 09 at 9:15 am

  33. Ja, tut mir echt leid, dass ich den Piraten meine Stimme bei der Europawahl gegeben hab. Soll nicht wieder vorkommen. Nuff said indeed.

    Paul

    18 Sep 09 at 9:31 am

  34. Hallo Paul,
    was du von dir gibst ist einfach gigantischer Unsinn. Aber was soll man von jemandem erwarten der seine Kreuzchen eh nur aus Versehen und/oder zufällig macht?
    #epicfail

    Maxwell

    18 Sep 09 at 11:43 am

  35. Wer nicht nur lesen, sondern auch verstehen kann, ist klar im Vorteil. Ich hätte die Piraten fast “aus Versehen” gewählt, weil mir nicht klar war, dass man für diese Partei mindestens 10 Jahre Admin gewesen sein muss und ständig mit so einem Kinderkram wie #fail oder #epic oder #epicfail hantieren muss.

    Paul

    21 Sep 09 at 9:03 am

  36. Ich glaube nicht, dass die Piratenpartei eine Nerd-Partei ist. Es sind lediglich viele, der Leute, die durch die Vorratsdatenspeicherung und die Zensurgesetze sensibilisiert wurden eben jene, die sich alltäglich mit der technischen Grundlage – die diese Gesetze erst ermöglichen – beschäftigen. Ihr technisches Verständnis hat es ihnen leichter gemacht, den Unsinn in diesen Gesetzen zu erkennen.

    Und wenn sie keine Nerd-Partei ist, kann sie es auch nicht bleiben wollen.

    qrios

    21 Sep 09 at 1:15 pm

  37. /bow

    A-Blogger, watt ist datt dann?
    Das Netz ist gross und bunt – und Blogger sind nur ein kleiner Farbklecks…
    Diese Leuchttürme unter den Bloggern sind doch sowas wie die BILD unter den Zeitungen – man liest sie hin und wieder, weil´s manchmal recht unterhaltsam ist, aber ein denkender Mensch kann Ihnen auch die richtige Wertigkeit zumessen…

    generationc64

    18 Sep 09 at 9:33 am

  38. In letzter Zeit gibt es rund um die Piraten immer bedenklichere Entwicklungen – dieser Beitrag passt sehr gut dazu.

    Wer nicht für uns ist, ist gegen uns! Die Gegner sind dann entweder mal “A-Blogger” oder “Trolle”. Es wird mit Vorurteilen gearbeitet (“selbstverliebt” “Mac-User”, Schmarotzer, etc.), pauschalisiert und diffamiert Wenn die Piraten Fehler machen, sollen doch bitte alle Sympathisanten dazu schweigen. Äußert man sich kritisch über Entwicklungen bei den Piraten, wird man mit Hass-Mails übersäht (habe ich selber erlebt, obwohl ich sogar Mitglied bin). Fehlt ja nur noch, das hier jemand eine Studie macht, ob vielleicht der Anteil von Juden unter den “A-Bloggern” (was für ein dämlicher Ausdruck) besonders hoch ist. Vielleicht waren die beiden Interviews gar nicht so fehl-platziert, ich jedenfalls bekomme immer mehr Zweifel, ob die Piraten noch ein Partner für die Bürgerrechtsbewegung “Internet-Bürgerrechte” ist

    BohemianBerlin

    18 Sep 09 at 10:56 am

  39. Quatsch mit Soße,

    es reicht mit der Politik und jeder der etwas anderes will hat sein gutes Recht dazu, sollte aber bedenken wo er überhaupt steht. Das ist keine s/w Malerei sondern bittere Realität!

    Ich bin aus absoluter Überzeugung für eine Piratenpartei, weil es Zeit wird für eine moderne Politik.

    Greetz

    Boomel

    18 Sep 09 at 11:04 am

  40. […] dass jemand zu einem anderen Ergebnis kommen kann, als dass die Piraten scheitern. Ach ja, ich bin A-Blogger, weil ich die Piraten kritisiere und ein Macbook besitze. Der Rest ist glaube ich irrelevant. Bookmarken Tags: Bildung, Fail, […]

  41. PIRATEN IN DEN BUNDESTAG !!!!!!

    Frankfurt am Main

    18 Sep 09 at 11:32 am

  42. Äh.. das ist jetzt aber falsch…

    Das gibt doch ein “Permission denied”, weil das “sudo” nur für das “echo” und nicht für das “>>” gilt.

    nerd

    18 Sep 09 at 12:41 pm

  43. Oh mist! Ich wusste, ich hätte es auf allen Systemen probieren sollen! Und dann fehlt ja auch noch der disclaimer, dass das auf eigene Gefahr geschieht und ich nicht für Schäden hafte. Und übrigens es unterliegt der MIT-Lizenz. 😉

    qrios

    18 Sep 09 at 12:53 pm

  44. endlich mal ein richtiger Artikel, dem es nicht nur um die Reaktionen geht.

    Nico

    18 Sep 09 at 1:35 pm

  45. Ich finde es bezeichnend, dass die Linke der Piratenpartei schlaue Tipps mit dem Tenor “Seid vorsichtig, die Rechten machen das immer so und so” und dabei exakt die gleichen Methoden verwenden: Unterwanderung und Verunglimpfung.

    Aber am schlimmsten finde ich, dass sich diese ganzen Netzbevollmächtigten in eine Reihe mit Zensursula und Schäuble sellen. Ob nun der Vorwurf der Kinderpornographie oder Rechtslastigkeit ist eigentlich vollkommen egal.

    b.hende

    18 Sep 09 at 2:04 pm

  46. […] Dieser Artikel ist genau so entstanden. Am Anfang war ein Artikel von Konna, der sich in seiner Gedankendeponie mit der Frage beschäftigte “Wann ist ein Blog ein Blog?“. Ich fing – gedanklich – an, mich mit dieser Frage zu beschäftigen, es wirkte nach. Es verging einige Zeit und der nächtse Stubser kam von qrios, wo gefragt wurde “warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird“. […]

  47. Ziemlich umfangreich udn somit alles wesentliche enthalten. Gelungen!

    macpres

    18 Sep 09 at 4:29 pm

  48. […] beim mir bis dato noch gar nicht bekannten qrious gibt es einen weiteren Erklaerungsversuch, warum so viele A-Blogger gerade staendig querschiessen. Sehr bissig, hat mir […]

  49. Was treibt also die Speerspitze des deutschen Internets.?
    Speerspitze.? A-Blogger.?
    Nun adel mal diese Leute nicht auch noch… nur weil sie vor allen anderen mit dem bloggen angefangen haben sind sie noch lange nicht die Besten. Die Lautesten vieleicht… aber auf gar keinen Fall mehr…

    BlackHole

    18 Sep 09 at 6:40 pm

  50. Danke für diesen Artikel !

    Ich denke er trifft einen Wunden Punkt der selbsternannten A(*##+loch) Bloggern – die Klickgeilheit – auch wenn sie das vehement abstreiten.
    Beispiel: Der Bus-nach-Buxtehudefahrer-blog.

    13.09.09-
    Polizeigewalt – ChaosComputerClub sucht Zeugen (Update II)

    16 Kommentare

    14.09.09 – Rette deine Freiheit

    6 Kommentare

    14.09.09 – Mein Tip für die Krise

    0 Kommentare

    15.09.09 – Zitat des Tages, Die Piraten, die Wählbarkeit und die Medienkompetenz

    57 Kommentare

    15.09.09 – RIP Patrick Swazy

    25 Kommentare

    15.09.09 – Gewonnen II

    9 Kommentare

    15.09.09 – Polizeigewalt und die Reaktion einiger Polizisten

    19 Kommentare

    16.09.09 – Google Propaganda

    0 Kommentare

    17.09.09 – Wie hart Steuerbord segeln die Piraten ?

    157 Kommentare

    17.09.09 – RIP Mary Travers

    1 Kommentar

    Erkennt ihr ein Muster? Ein Schelm wer böses dabei denkt. 1 Piratenbashing wiegt mehr als 10 Langweilerartikel. Was mir noch viel Schlimmer aufstößt ist die unglaubliche Doppelmoral die diese Herrschaften an den Tag legen – gemischt mit mangelndem Willen oder mangelnder Intelligenz diese als solche Wahrzunehmen. Meinungsfreiheit für alle – außer die die ich nicht mag! Und alle so: Yeahh! 😉
    Man könnte sich ja inhaltlich auseinandersetzen aber bashen is ja einfacher (Und bringt mehr klicks).

    Mancher wird sich jetzt noch fragen, Bus-nach-Buxtehudefahrer-blog??? Auch wenn diese vollproffessionellen Trolle es nicht verdienen gelinkt zu werden:

    Hier heult einer der Autoren rum, weil er als Reaktion auf eines seiner bashings einen ganz gemeinen Drohanruf bekommen hat:

    http://www.fixmbr.de/ich-mach-dich-fertig-du-sau/

    Aber das Internet vergisst ja zum Glück wenig:

    http://www.skats.de/das-leben/23233-fixmbr-und-die-moral-von-einem-chris/

    (Kommentar Nr.3)

    ROFL!

    Solltet ihr euch trotzdem dorthin verlaufen macht euch keine Mühe einen Kommentar zu hinterlassen – Denn wer den Herrschaften keinen Honig ums Maul schmiert, dessen Kommentar wird nicht veröffentlicht. Klar ist es ihr Blog und klar haben Sie das Hausrecht – Aber bizarr finde ich das schon, nein skuril trifft es besser.

    Am häufigsten wird der PP ja vorgeworfen Werte- und Programmlos zu sein, sich nicht eindeutig links, rechts, oder sonstwo einzuorden. Da haben einige wohl nicht zuende gedacht. Ich sehe die PP als Konstitutionelle Partei, d.h. nur dem Grundgesetz und dessen Einhaltung verpflichtet. Daher verstehe ich die meisten Vorwürfe nicht – Wenn im GG steht dass beispielsweise Die Bundeswehr eine REINE VERTEIDIGUNGSARMEE darstellt – wieso brauche ich dann eine Politische Position zum Afghanistaneinsatz? Das GG sagt ist nicht, basta. Wieso brauche ich eine Position zur Kinderarmut und Hartz4? Artikel 1 GG, basta. Die PP tritt somit für das fundamentale Prinzip ein welches alle anderen Dsikurse erst möglich macht – und dafür sorgt dass der Diskurs möglich bleibt(gegen Zensurbestrebungen). Rechts, links, grün und Gelb – sind doch längst nur noch Markennamen, am Ende rennen doch alle den selben Lobbyisten hinterher…

    PS: Nein Ich bin kein Pirat – Ich überlege aber ernsthaft einer zu werden. Denn im Gegensatz zu den “Brauner-Sumpf-Schreiern” bin ich gewillt selber aktiv zu werden um solche Strömungen von der (IMO) einzig Bürgernahen Partei in Deutschland fernzuhalten. In die Ecke setzten und “Unwählbar” Schreien kann jeder – Selber was tun will (von den bashern zumindest) keiner.

    KoZ

    18 Sep 09 at 9:27 pm

  51. Dein Kommentar ist übrigens durch WordPress automatisch gesperrt worden. Eigentlich sind alle Kommentare per default freigeschaltet. Es könnte also möglicherweise an der Art Deiner Kommentare liegen, dass er signifikant (oder nur subjektiv) häufiger gesperrt wird. Diese Art macht es mir übrigens auch sehr schwer, Deinen Kommentar von vorne bis hinten zu lesen, obwohl ich Deine Meinung teile.

    Danke für Deinen Dank!

    qrios

    18 Sep 09 at 10:17 pm

  52. Ja, das elende Spiel mit WordPress ist mir auch nicht unbekannt. In der englischen Version noch viel schlimmer. Ich glaube auch dass es an der (ich gebe zu, suboptimalen) Struktur meines Kommentars liegt – Da scheint irgend ein Spamfilter zu zuschnappen… Aber glaub mir daran liegt es, wie du hier schön demonstrierst, ja wohl nicht 😉 Es wird sich auf besagten blogs in den Kommentaren auch oft beschwert dass so viel nicht freigeschaltet wird – und das wird dann von den Betreibern, mit Worten die ich hier nicht in den Mund nehmen will, abgebügelt.

    /sarcasm on

    Wenn so ein unwichtiger XYZ-Blogger wie du es hinbekommt den Kommentar manuell freizuschalten, dann ist das für einen A-Blogger doch ein klacks!

    /sarcasm off

    😉

    Koz

    19 Sep 09 at 11:36 am

  53. […] warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird Für einen Augenblick sah es nach der Demo “Freiheit statt Angst” 2009 so aus, als wäre alles wieder gut […] […]

  54. […] and Politik Bundestagswahl, Piratenpartei, Politik Ernst Wilhelm 5:37 Bei aller Aufregung, die es im Moment um sie gibt. Die Piratenpartei überzeugt noch nicht. Denn es geht dieser Partei […]

  55. Ach Gotte wie aufregend. Die A-Blogger dissen. Gibt es in Deutschland eigentlich A-Blogger? Ich kenne niemanden. Das alles was wir hier treiben, ist zumindest in Deutschland eine Randerscheinung. Und ich sehe nicht, dass dies sich in nächster Zeit ändern wird.

    Ernst Wilhelm

    19 Sep 09 at 6:02 am

  56. Mich ärgert an diesem Artikel und insbesondere an den Kommentaren, dass einige PIRATEN offenbar den Presserummel nicht vertragen und dabei zu weit abheben. Die Kritik kommt gerade von allen Seiten und niemandem kommt besseres in den Sinn, als sie schon an der Oberfläche abprallen zu lassen?

    Im Interview ist ja Andreas Popp denen garnicht auf dem Leim gegangen, wie bei @BohemianBerlin der Hauptkritikpunkt ist. Die Öffentlichkeit macht gerade das einzig richtige: Sie fordert uns auf, unsere Lehre aus der Story zu ziehen und das tun wir ja, bewusst oder unbewusst. Die Menschen, die wir in knapp einer Woche um ihre demokratische Stimme bitten, haben das Recht auf eine Erklärung und es ist in unserem Sinne, ihre Befürchtungen zu widerlegen.

    @qrios: Du kriegst für deinen Kommentar über A-Blogger trotzdem Blumen. Trifft meine Wahrnehmung der selbsternannten Blog-Elite, wenn auch mit Ausnahmen, sehr genau.

    Suat Kasem

    19 Sep 09 at 12:05 pm

  57. schade ist nur das das Feindbild eben nicht die A-Blogger, C-Blogger, Gamer oder die Piratenpartei untereinander sind, sondern Politiker die weder A-Blogger noch das hier jemals lesen werden !

    Entschuldige, kannst du diesen Satz bitte nochmal allgemeinverständlich formulieren, damit ich dir bei Bedarf widersprechen kann?

    julia seeliger

    19 Sep 09 at 2:51 pm

  58. Das ist diese Story mit den Indianerstämmen, die sich gegenseitig spinnefeind waren und sich deswegen gegen die Weissen nicht zusammenschliessen wollten.

    EIn Mensch

    19 Sep 09 at 10:23 pm

  59. Auch, wenn ich nicht der Autor des Posts bin antworte ich mal, da ich glaube die Aussage so verstanden zun haben, wie @Boomel sie meinte.

    Offensichtlich drückte er sich in der Hitze des Gefechts ungenau aus und meinte konkret, dass es schade sei, dass sich die genannten untereinander bekämpfen obwohl sie doch gemeinsame Ziele hätten. Diese gemeinsamen Ziele nicht auch gemeinsam zu vertreten findet er ungünstig. Ausserdem meint er, dass die Politiker ja eben von diesem Diskurs nichts mitbekommen würden, da sie sich die ellenlangen Kommentarspalten sicher nicht ausdrucken würden. Letzterer Punkt ist nach meiner Meinung eher nachrangig – wenn nicht gar positiv.

    qrios

    20 Sep 09 at 12:27 am

  60. hi,

    sowohl die Variante von “Ein Mensch” als auch von “qrios” selbst ist richtig, danke euch!

    @zeitrafferin
    Bitte nicht widersprechen, hab Gnade mit mir Einfaltspinsel und außerdem ist heute Sonntag :p

    Boomel

    20 Sep 09 at 6:38 am

  61. […] warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird « qrios a few seconds ago from Twidge […]

  62. Ich glaube, hier zeigt sich wieder einmal die Kluft zwischen den Naturwissenschaftlern und den Geistenwissenschaftlern, oder anders, die Kluft zwischen denen, die schauen was gesagt wird und denen die – weitgehend unabhängig vom gesagten – schauen wie oder wo oder warum etwas gesagt wird.

    Diese weitgehend disjunkten Gruppen sind wie Öl und Wasser, werden sich nie einig und verstehen sich auch nie.

    Ein Mensch

    19 Sep 09 at 10:42 pm

  63. […] nicht das schlechteste ist – zumindest nicht das allerschlechteste 😉 2009-09-19: Wahlkampf warum die piratenpartei von den a-bloggern gedisst wird « qrios Allen, die sich wundern, warum in den letzten Tagen doch etwas heftiger Gegenwind entgegenpfeift […]

  64. “der typische Surfer”, “A-Blogger”,… das gibt mir schon zu denken… ein bissl viel Chauvinismus für meinen Geschmack wurde hier verwurstet. Aber vieleicht bin ich ja nur ein Troll?

  65. Ich stimme Dir zu. Beides sind eigentlich unzulässige Verallgemeinerungen.

    Zum Glück gab es die Wiki-Definition für den A-Blogger. Diese enthält sowohl eine Quantifizierung (über n Zugriffen pro Tag) als auch eine Qualifizierung (meinungsbildend). Es handelt sich – wie man an den spärlichen Referenzen sehen kann – natürlich nicht um eine wissenschaftliche Definition. Ich selbst präferiere den Begriff Chart-Blogger. Ich würde die Abgrenzung zu den anderen Bloggern übrigens darin sehen, dass für Chart-Blogger das Bloggen ein wesentlicher Teil ihres wirtschaftlichen Handenls ist. Es ist für sie ein ausgezeichneter Weg sich zu vernetzen und potentiellen Kunden aufzufallen. Abgesehen von Blogs, die aus der Affiliate-Ecke kommen dürfte das bei wenig anderen Bloggern ein (erfolgreicher) Antrieb sein.

    Den typischen Surfer meine ich tatsächlich zu kennen, da ich mich beruflich mit Usability-Analyse (offline und online) beschäftige. Eine Site wie die Bild.de würde keine Milliarde PageImpressions haben, während Spreeblick um Dimensionen darunter liegt, wenn es nicht eine sehr große Gruppe von Usern gäbe, die sich signifikant von Blog-Lesern unterscheiden würde.

    Danke, dass Du mir noch mal die Möglichkeit gegeben hast, dazu Stellung zu nehmen. Ich hatte den Eindruck, dass die Erklärung in dem Artikel nichts zu suchen hat. Da es vom eigentlichen Thema ablenkt. Nichts desto trotz ist die Verwendung beider Begriffe nach meinen eigenen Maßstäben zumindest fahrlässig, aber nicht chauvinistisch.

    qrios

    20 Sep 09 at 12:36 pm

  66. […] bei soviel schalem Geschmack über Bashing aufzuregen, ist mindestens seltsam. Aber es verfehlt sicher nicht die Wirkung. Julia Seeliger (@zeitrafferin) schreckt auch nicht zurück, das Reizwort ‘Freiheit’ […]

  67. Irgendwie ist das wieder mal ein Schuh, den die PPD sich leider unsinnigerweise anzieht.
    Es ist klar, dass sich die Grünen mal wieder hervor tun. Vor allem, seitdem sie die Bürgerrechte entdeckt haben (wer war noch mal – außer der SPD – in der Schily-Regierung?).

    Mario H.

    22 Sep 09 at 4:26 pm

  68. Kein Problem mit Medien, die die nicht die Ideen des NS böld finden, sondern nur die Umsetzung. Und dann so ein Spruch: “A-Blogger sind das Pendent zu dem rechten Radiomoderator in den Staaten.” Starker Tobak. #fail

    kritische masse

    23 Sep 09 at 7:22 am

  69. […] auch wenn die Eingangsgrafik schon ziemlich böse ist. Das erinnerte mich an den Beitrag, warum die Piraten von A-Bloggern gedisst werden. Und dann habe ich heute eine Entdeckung gemacht: Es gibt einen Piratenkritischen Blog […]

  70. […] dass jemand zu einem anderen Ergebnis kommen kann, als dass die Piraten scheitern. Ach ja, ich bin A-Blogger, weil ich die Piraten kritisiere und ein Macbook besitze. Der Rest ist glaube ich […]

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